Polizei, Kriminalität

Rems-Murr-Kreis: Betrug mit Paysafe-Karten - Senior um 45.000 Euro betrogen.

04.07.2017 - 14:26:39

Polizeipräsidium Aalen / Rems-Murr-Kreis: Betrug mit ...

Waiblingen - Tragisch muss leider schon die Gutgläubigkeit eines 81-Jährigen bezeichnet werden, der trotz hoher Geldverluste immer noch an den großen Gewinn glaubt.

Bereits letztes Jahr wurde der Senior von einem unbekannten Täter angerufen: Der als sehr nett bezeichnete Anrufer teilte seinem Opfer mit, dass es einen hohen Geldbetrag gewonnen habe. Bevor der Geldbetrag ausbezahlt werden könne, müsse der Senior mit Paysafe die Verwaltungsgebühren begleichen. Der Senior erwarb hierbei Paysafe-Karten im Wert von circa 15.000 Euro und übermittelte die Codes am Telefon dem Betrüger. Der versprochene Gewinn blieb natürlich aus. Im März dieses Jahres fiel der Senior erneut auf den Betrüger herein. Mit derselben Masche ergaunerte der Täter weitere circa 15.000 - 17.000 Euro. Der Mann blieb, trotz Warnung der Polizei, gutgläubig und hoffte immer noch auf den großen Gewinn - natürlich erfolglos. Die erwachsene Tochter ließ die Telefonnummer ihrer Eltern ändern. Dies sollte nur kurz helfen.

Denn im Mai passierte es das dritte Mal: Der 81-Jährige stellte nun selbst den Kontakt zum Täter her und erkundigte sich nach der ausstehenden Auszahlung. Der Betrüger schaffte es mit seiner netten, charmanten Art den Senior zu weiteren Zahlungen zu überzeugen. Der Senior erwarb über einen Zeitraum von mehreren Wochen erneut Paysafe-Codes im Wert von circa 15.000 Euro und teilte die Codes wieder am Telefon dem Täter mit. Der Angestellte einer Tankstelle wurde am vergangenen Montag misstrauisch und verständigte die Polizei.

Die Ermittlungen dauern an, gestalten sich aber als schwierig. Ferner glaubt der Senior immer noch an den großen Geldregen.... Erst letzte Woche war ein anderer Senior aufgefallen, der Paysafe-Karten in Drogeriemärkten in Waiblingen erworben hatte. Er hat sich inzwischen bei der Polizei gemeldet und gab an, dass alles seine Richtigkeit habe. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern ebenfalls noch an.

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