Polizei, Kriminalität

Polizeipräsidium Südosthessen - Offenbach / Nachmeldung zum ...

13.06.2017 - 20:11:29

Polizeipräsidium Südosthessen - Offenbach / Nachmeldung zum .... Nachmeldung zum Pressebericht des Polizeipräsidiums Südosthessen von Dienstag, dem 13.06.2017

Offenbach - Bereich Offenbach

Die Polizei gewährleistet die Sicherheit in Stadt und Kreis Offenbach

(neu) In einer Stellungnahme widerspricht Polizeipräsident Roland Ullmann deutlich der Aussage, die Polizei in der Region Offenbach sei chronisch überarbeitet. "Diese Bewertung einer vom Innenministerium vorgelegten Statistik zur Entwicklung der Überstunden und Krankheitstage kann ich so nicht stehen lassen", so der Behördenleiter. "Aufgrund der aktuellen Herausforderungen in der Sicherheitslage ist die Polizei anerkanntermaßen hoch belastet, aber bei weitem nicht überlastet. Unsere Kolleginnen und Kollegen gewährleiten mit hohem Engagement und sehr erfolgreich die Sicherheit in unserer Region. Das belegen auch die aktuellen Zahlen der Kriminalstatistik." So wurde für das Jahr 2016 im Stadtgebiet Offenbach das geringste Kriminalitätsaufkommen seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen im Jahre 2001 gemessen. Gegenüber dem Vorjahr sank das Fallaufkommen um 1.242 Delikte auf den Tiefststand von 11.607. Gleichzeitig wurde ein Anstieg der Aufklärungsquote auf ein Rekordhoch von 65,4 % verzeichnet. Im Kreis Offenbach sind die Zahlen ähnlich. Hier wurde das zweitniedrigste Fallaufkommen registriert: 16.811 Delikte sind gleichbedeutend mit einem Rückgang von 1,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Aufklärungsquote stieg hier ebenfalls auf ein Rekordhoch von 57,5 Prozent. Die Erfolge des letzten Jahres bestätigen einen lang anhaltenden Trend. "Dort, wo Brennpunkte entstehen, wird unverändert mit polizeilichen Maßnahmen reagiert, damit auch in Zukunft die Menschen in unserer Region sicher leben können", so Ullmann weiter. Die Landesregierung hat frühzeitig auf die Herausforderungen reagiert. Bereits in den letzten Jahren wurde das Polizeipräsidium Südosthessen um zirka 100 Stellen verstärkt. "Aufgrund der aktuellen Einstellungszahlen gehen wir davon aus, dass ab 2018 bis 2020 mehr als 1.000 zusätzliche Polizeibeamtinnen und -beamte in Hessen eingesetzt werden können. Auch das Polizeipräsidium Südosthessen wird von diesem historischen Stellenzuwachs der Hessischen Polizei profitieren. Über die konkreten Einsatzbereiche wird zum Zeitpunkt des Ausbildungsendes des zusätzlich eingestellten Personals entschieden".

Die Belastung durch die Überstunden wurde durch die umfangreiche Bereitstellung von Haushaltsmitteln reduziert.

Zu den Fehlzeiten weist der Polizeipräsident darauf hin, dass ein Vergleich mit den Daten der Krankenkassen nicht zielführend ist. Bei den durchschnittlichen Fehltagen pro Person ist zu beachten, dass bei der Auswertung der Fehltage aufgrund der unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle bei der hessischen Polizei die Kalendertage der Abwesenheit und nicht die Arbeitstage ausgewertet werden. Die Fehlzeiten sind in den Jahren 2012 bis 2014 gesunken. In den Jahren 2015/2016 kam es erstmals wieder zu einem leichten Ansteigen der durchschnittlichen Fehltage pro Person, was dem allgemeinen Trend in Deutschland entsprochen hat. Es ist spekulativ, dass die Belastung der Beschäftigten sich beim Krankenstand bemerkbar macht. Der tägliche Dienst, die gestiegenen Anforderungen, technische Weiterentwicklungen etc. bringen per se Belastungen mit sich. Darüber hinaus ist der Krankenstand kein geeignetes Instrument, um Aussagen über die Bedingungen in einer Organisation treffen zu können. Um die Rahmenbedingungen für alle Beschäftigten der hessischen Polizei bei der Arbeit zu verbessern, wurde das Gesundheitsmanagement bei der hessischen Polizei implementiert. Seine Aufgabe ist es, behördliche Strukturen und Prozesse zu entwickeln und auszubauen, welche die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation (Verhältnisprävention) sowie die Befähigung zum gesundheitsförderlichen Verhalten der Beschäftigten (Verhaltensprävention) fördern. Hierbei ist u.a. auch Ziel, die Fehlzeiten langfristig zu reduzieren.

Auch die Behauptung, der Personalmangel hänge mit der sich verschlechternden Attraktivität und der unzureichenden Besoldung des Polizeiberufs zusammen, will der Polizeipräsident nicht unkommentiert lassen. "Der Polizeiberuf in Hessen sei selbst für Bewerber aus anderen Bundesländern nach wie vor attraktiv. Neben einer guten Sachausstattung gehört hierzu selbstverständlich auch die Bezahlung", so Ullmann abschließend

Offenbach, 13.06.2017, Pressestelle, Rudi Neu

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