Polizei, Kriminalität

Polizeipräsidium Mittelfranken / Vermehrtes Auftreten ...

27.06.2017 - 13:21:44

Polizeipräsidium Mittelfranken / Vermehrtes Auftreten .... (1065) Vermehrtes Auftreten von Anrufen falscher Polizeibeamter - Warnhinweise

Nürnberg - In den vergangen Tagen registrierte die mittelfränkische Polizei erhöhtes Auftreten falscher Polizeibeamter. Die Gauner verwendeten dazu u.a. auch real existierende Telefonnummern von Polizeidienststellen.

Der gravierendste Fall mit einem sehr hohen Vermögensschaden ereignete sich am 26.06.2017 gegen 23:00 Uhr im Stadtgebiet Stein. Dort rief ein noch unbekannter Mann mit der Telefonnummer 110 an und gab sich als Polizeibeamter aus. Durch geschickte Gesprächsführung - der vorgegebene Sachverhalt war komplett erfunden - gelang es dem Anrufer, den Geschädigten zur Bereitstellung eines hohen Geldbetrages zu überreden. Kurz darauf wurde das Geld abgeholt. Weitere Einzelheiten können aus Opferschutzgründen nicht bekannt gegeben werden.

Allein am 26.06.2017 wurden dem Fachkommissariat der Kripo Nürnberg 12 Fälle dieser Vorgehensweise gemeldet. Glücklicherweise blieb es bis auf den beschriebenen Fall nur bei versuchten Betrügen. Dabei gingen die Täter nicht nur mit dem sog. "Call-ID-Spoofing" vor, sondern gaben sich auch als Mitarbeiter einer Lotteriegesellschaft aus und gaben vor, der Angerufene habe einen hohen Geldbetrag gewonnen. Damit dieser Betrag überwiesen werden könne, solle der Gewinner seine Bankverbindungsdaten gleich im Telefonat mit angeben.

Als "Call ID Spoofing" bezeichnet man die Methode, mit der Anrufe unter einer für den Angerufenen vorgetäuschten Nummer geführt werden können. Dabei wird bei einer Rufnummernanzeige des angerufenen Telefons anstatt der Originalrufnummer des Anrufers eine in der Regel frei wählbare Identifikationsinformation (im Fallbeispiel die Nummer des Polizeinotrufs 110) angezeigt. Hierdurch wird es möglich, die wahre Identität des Anrufers beim Angerufenen zu verschleiern.

Um künftig Vermögensnachteile für den Bürger zu vermeiden, gibt die Polizei deshalb nachfolgende Verhaltenstipps:

1. Achten Sie bei dem Gespräch auf die Nummer, die am Telefon angezeigt wird und notieren Sie diese.

2. Seien Sie sehr misstrauisch gegenüber dem Anrufer.

3. Sollten Sie von der Richtigkeit des Anrufes überzeugt sein, fragen Sie nach der genauen Amtsbezeichnung, den Namen und der Dienststelle des Anrufers. Echte Polizei- oder Kriminalbeamte werden dieser Bitte gerne nachkommen.

4. Kündigen Sie einen Rückruf an.

5. Suchen Sie sich dazu die Telefonnummer der vom Anrufer angegeben Polizeidienststelle selbst heraus.

6. Lassen Sie sich ggf. über die Vermittlung der Polizei - in Nürnberg ist dies die 09 11 2112 - 0 - mit dem mutmaßlichen Anrufer verbinden.

7. Sollten Sie trotz des sicheren Auftretens des Anrufers Zweifel an der Identität seiner Person haben, beenden Sie das Gespräch.

8. Verständigen Sie danach umgehend Ihre zuständige Polizeidienststelle oder den Polizeinotruf 110.

9. Geben Sie keinesfalls Geld oder Wertgegenstände heraus.

Sollten Sie trotz aller Vorsicht bereits Opfer dieser Masche geworden sein, scheuen Sie sich nicht, Anzeige zu erstatten. Wenn möglich, löschen Sie aus Ihrem Telefon nicht das Anruferprotokoll.

Bert Rauenbusch/n

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