Polizei, Kriminalität

Polizeipräsidium Aalen / Waiblingen: Verkehrssicherheit hing am ...

12.04.2017 - 17:46:23

Polizeipräsidium Aalen / Waiblingen: Verkehrssicherheit hing am .... Waiblingen: Verkehrssicherheit hing am seidenen Faden; Polizei zieht Großraumtransport aus dem Verkehr

Rems-Murr-Kreis - Die Spezialisten des Verkehrkommissariats Backnang zogen am Mittwochvormittag einen Großraumtransport aus dem Verkehr. Und obwohl er auf den letzten zwei Kilometern einer rund 430 Kilometer langen Reise war, machten sie das keinen Moment zu früh. Wie die ausführliche Kontrolle ergab, war nämlich die Verkehrssicherheit des Transports zweifelsfrei nicht mehr gegeben, und das bei immerhin einer tonnenschweren Ladung. Doch der Reihe nach: Ein Verkehrsteilnehmer fuhr auf der Landesstraße 1142 hinter dem Schwertransport her. Weil das Fahrzeug stark schwankte, machte er sich Sorgen, dass es umkippen könnte und verständigte die Polizei. Eine Streife der Waiblinger Polizei hielt den Transport zwischen Hegnach und Waiblingen an und alarmierte die Backnanger Spezialisten für die Kontrolle solcher Spezialtransporte. Der tschechische Sattelzug war auf der Strecke Paderborn-Waiblingen unterwegs, seine Ladung sollte, nur wenig entfernt von der Kontrollstelle, in der Innenstadt abgeladen werden. Als erstes erkannten die Kontrollbeamten, dass die Fahrzeughöhe, für die eine Sondergenehmigung ausgestellt war, um elf Zentimeter überschritten war. Allein ein solcher Verstoß reicht aus, um eine Weiterfahrt zu untersagen. Doch es sollte weit schlimmer kommen. Zusammen mit einem Gutachter einer Kraftfahruntersuchungsstelle wurde noch an Ort und Stelle festgestellt, dass der Hauptrahmen des Aufliegers gerissen war. Dieser Auflieger trug fünf Beton-Sanitärzellen von zusammen rund 21 Tonnen Gewicht. Die Anordnung, die deshalb getroffen werden musste, war eindeutig: kein Meter weiter, denn wie der kontrollierende Polizeibeamte sagte: "die Ladung und damit die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer hing am seidenen Faden". Die Ladung musste an Ort und Stelle umgeladen werden, was ein Ersatzfahrzeug und einen Kraneinsatz nötig machte. Da die beiden 33 und 39 Jahre alten Fahrer keinen Wohnsitz in Deutschland haben und sich auch der Firmensitz im Ausland befindet, wurde eine Sicherheitsleistung, zur Sicherung der zu erwartenden Bußgelder, in Höhe von 4200 Euro festgelegt. Oben drauf kommen vierstellige Kosten für die Umlade- und Ersatzbeförderungsaktion und für die Auslagen des Gutachters. Durch die stundenlange Dauer der Kontrolle und das aufwendige Umladen entstanden übrigens keine Verkehrsstörungen, denn es war der Polizei gelungen, rechtzeitig auf parallel zur Straße verlaufende Wege auszuweichen.

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