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Polizeiinspektion Lüneburg / ++ Polizeiliche Kriminalstatistik ...

16.02.2017 - 14:07:07

Polizeiinspektion Lüneburg / ++ Polizeiliche Kriminalstatistik .... ++ Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2016 der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ++ "erheblich weniger Haus- und Wohnungseinbrüche" ++

Lüneburg - ++ Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2016 der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ++ "erheblich weniger Haus- und Wohnungseinbrüche" ++ "Die Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen unserer Region leben sicher!" ++

Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen

- Einbruchzahlen stark gesunken - besser als Direktions- und Landestrend - weniger Straftaten - niedrigste Häufigkeitszahl seit 2011 - Aufklärungsquote weiterhin über 60 Prozent - erheblicher Rückgang bei Vermögens- und Fälschungsdelikten - Zunahme von Rohheitsdelikten - im Landestrend - insbesondere bei den leichten Körperverletzungen - "Flüchtlinge"* an 11,62 Prozent der aufgeklärten Straftaten (inkl. Ausländerdelikte) beteiligt - Maßnahmenkonzept 2017

Der Leiter der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, Leitender Polizeidirektor Hans-Jürgen Felgentreu, zeigte sich im Rahmen der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 mit der Aufklärungsquote zufrieden und dankte seinen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit im zurückliegenden Jahr. Besonders freute sich der Leitende Polizeidirektor über die Arbeit und tollen Erfolge im Deliktsbereich der Haus- und Wohnungseinbrüche. Im Jahr 2016 gelang es den Ordnungshütern und Ermittlern die Zahl im gesamten Inspektionsbereich um fast 20 Prozent (in Teilbereichen wie den Landkreisen Lüchow-D. um 34% und Uelzen sogar um 43%) zu reduzieren. Damit liegt die Polizeiinspektion weit über den positiven Trends der Polizeidirektion Lüneburg und dem Landestrend.

Felgentreu begrüßte zusammen mit dem Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Kriminaldirektor Steffen Grimme sowie Vertretern der Polizeikommissariate am heutigen Tage die Medien zu einem Pressegespräch in Lüneburg, um zusammen das Zahlenwerk 2016 vorzustellen.

++ weniger Straftaten ++ niedrigste Häufigkeitszahl seit 2011 ++ Aufklärungsquote weiterhin über 60 Prozent ++

Im Jahr 2016 sind in den drei Landkreisen der Polizeiinspektion insgesamt 20.768 Straftaten bearbeitet worden. Dies sind mit -1.213 Taten (-5,52 Prozent) deutlich weniger als im Vorjahr. Die Polizeiinspektion konnte nach dem Anstieg in 2015 an die positiven Entwicklungen der Vorjahre mit rückläufigen Fallzahlen anknüpfen und lag in 2016 beim Rückgang der absoluten Straftaten noch unter den Entwicklungen auf Landesebene (-1,14 Prozent).

Die Aufklärungsquote für 2016 liegt mit 60,35 Prozent (2015: 60,70%) weiterhin stabil über 60 Prozent (in den Landkreisen Lüchow-D. und Uelzen sogar über 71 bzw. 65 Prozent). Ein Parameter für die Bewertung der Kriminalitätsbelastung ist die Häufigkeitszahl, als die Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner. Je höher die Häufigkeitszahl ist, desto mehr Kriminalität wird in einem Bereich registriert. 2016 lag diese für den Bereich der Polizeiinspektion mit 6410 weit unter dem Wert des Vorjahres (6882). Es handelt sich dabei um den niedrigsten Wert seit 2011.

"Die Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen unserer Region leben sicher!", betonte Hans-Jürgen Felgentreu.

++ Einbruchskriminalität ++ Polizei lässt trotz guter Zahlen nicht locker ++ gut 20 Prozent weniger Einbrüche ++ bei fast 40 Prozent der Taten bleibt es beim Versuch ++

"Auch bei der Einbruchskriminalität lässt die Polizei nicht locker!" - Trotz des deutlichen Rückgangs um fast 20 Prozent (Lüchow-Dannenberg: 34 Prozent - Uelzen: 43 Prozent) bei den Haus- und Wohnungseinbrüchen im letzten Kalenderjahr lässt die Polizei beim Thema Einbruch nicht locker. Neben verschiedenen Präventionsmaßnahmen (u.a. Einbruchschutzberatung) war die Polizei in den letzten Wochen an verschiedenen Tagen in Zusammenarbeit mit der Bereitschaftspolizei Lüneburg in den Landkreisen präsent. Dabei kontrollierten die Beamten offen, wie auch in zivil, verschiedene verdächtige Personen und Fahrzeuge. Neben der polizeiinspektionsübergreifenden Fahndungs- und Ermittlungsarbeit setzt die Polizei dabei auch auf die Hilfe und die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger, die in der Vergangenheit mit Hinweisen auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge die Arbeit der Ordnungshüter unterstützten. Parallel wirbt die Polizei auch für die verstärkte Sicherung von Häusern und Wohnungen ... im vergangenen Jahr blieben fast 40 Prozent (37,7% - 182 Versuche) der Einbrüche im Versuch "stecken", welches insbesondere auch auf die verstärkte Sicherungen von Wohnobjekten zurückzuführen ist. Die Aufklärungsquote stieg 2016 um mehr als drei Prozent auf 21,74% (2015: 18,24%).

++ erheblicher Rückgang bei Vermögens- und Fälschungsdelikten ++ Fünfjahrestief ++

Einen drastischen Rückgang gab es auch im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte. Hier verzeichneten die Ermittler einen Rückgang um mehr als 31 Prozent auf 2887 Taten (2015: 4198 Taten). Insbesondere im Waren- und Kreditbetrug und sonstigen Betrug gingen hier die Fallzahlen zurück. Der statistisch signifikante Rückgang resultiert u.a. aus zwei umfangreichen Verfahren aus dem Waren- und Warenkreditbetrug, die im Jahr 2015 endabgegeben wurden. Die Fallzahlen liegen mit weit unter 3000 Taten auf einem Fünfjahrestief.

++ Zunahme von Rohheitsdelikten - im Landestrend - insbesondere bei den leichten Körperverletzungen ++ fast ein Drittel der Täter bei KV-Delikten berauscht ++ Zunahme von Gewalt gegen Polizeibeamte ++

Zu denken geben den Kriminalisten in der Region die gestiegene Zahl der Rohheits- und Gewaltdelikte, die sich parallel zum Landestrend bewegen. Nach Fallzahlen mit leicht sinkendem Niveau der Vorjahre, stieg in 2016 die Zahl der Rohheitsdelikte deutlich um 18,9 Prozent auf 3397 Fälle und überschritt dabei deutlich auch den Mittelwert der letzten fünf Jahre. Der starke Anstieg resultiert zum größten Teil aus der vermehrten Anzeige von Körperverletzungsdelikten (um 324 auf 2242 Taten), die das Gros des Anstiegs ausmachen. Parallel gab es Steigerungen bei den Raubdelikten und den Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Fast ein Drittel (32,15%) der 1950 Tatverdächtigen stand bei den Körperverletzungsdelikten unter dem Einfluss von Alkohol (30,87%) oder Betäubungsmitteln (1,28%).

Besonders erwähnenswert ist auch eine Serie von insgesamt 14 Raubüberfällen auf Tankstellen in der Region Lüneburg und Uelzen (aber auch Heidekreis und Celle) im Winter/Frühjahr 2016. Der Täter konnte im Rahmen von umfangreichen Fahndungsmaßnahmen durch eine Ermittlungsgruppe gefasst und festgenommen werden. Er wurde bereits im Jahr 2016 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Angestiegen ist auch die Zahl der Fälle Gewalt gegen Polizeibeamte. Analog den Zahlen auf Direktionsebene stiegen auch in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen im Jahr 2016 die Delikte zum Nachteil von Polizeibeamten auf 129 Straftaten (2015: 112).

"Diesen Bereich betrachten wir mit großer Aufmerksamkeit und Sorge", so Polizeipräsident der PD Lüneburg Robert Kruse, "Aber auch der Gesetzgeber reagiert hier aktuell. Nach einem aktuellen Beschluss des Kabinetts der Bundesregierung sollen Polizisten, Rettungsdienstmitarbeiter und Feuerwehrleute künftig mit strengeren Strafen von bis zu fünf Jahren besser vor tätlichen Angriffen bei Diensthandlungen bewahrt werden. In Niedersachsen wird zudem der Einsatz von "Bodycams" erprobt, um die Eigensicherung zu erhöhen."

++ Kriminalität in Kontext mit "Flüchtlingen"*: an 11,62 Prozent der aufgeklärten Straftaten (inkl. Ausländerdelikte) beteiligt ++

Im Jahr 2016 wurden bei 1.456 der insgesamt 12.534 aufgeklärten Fälle die Hinweise auf den "Flüchtlingsstatus"* vermerkt. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 11,62 Prozent.

Insgesamt wurden 1.154 tatverdächtige "Flüchtlinge"* registriert, was einen Anteil von 13,31 Prozent an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen entspricht. In verschiedenen Deliktsbereichen wie u.a. dem Ladendiebstahl, der Körperverletzung, dem Raub, der sexuellen Nötigung und dem Erschleichen von Leistungen (nicht: Sozialleistungsbetrug) sind neben den Ausländerdelikten "Flüchtlinge"* in der Region überproportional vertreten. Dabei handelt es u.a. auch um Straftaten zwischen "Flüchtlingen"* und insbesondere auch um Mehrfachtäter. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge nicht straffällig wird.

++ Sonstige Zahlen ++

Einen leichten Anstieg der Zahlen bei den schweren Diebstählen an/aus Pkw ("Pkw-Aufbruch") gab es im Jahr 2016 (auf 530 Taten - +47). Diese Zahlen resultieren u.a. aus mehreren Aufbruchserien im Lüneburger Stadtgebiet. Auch beim Taschendiebstahl verzeichneten die Ermittler einen Zuwachs (um 52 Taten) auf insgesamt 457 Fälle in 2016.

Insgesamt 12 Fahrzeuge (Kfz) weniger landeten im Jahr 2016 in den Händen von Fahrzeugdieben (2016: 79 statt 91 in 2015), was einen Rückgang von gut 13 Prozent bedeutet. Gleiches gilt auch im Bereich Fahrraddiebstahl (2016: 1297 / -131 Taten), Vandalismus/Sachbeschädigungen (2016: 2499 / -17 Taten) und dem Bereich Ladendiebstahl (2016: 1209 / -14 Taten). In den Deliktsfeldern sank die Anzahl der Straftaten bzw. blieb auf Vorjahresniveau.

++ Schwerpunkte 2017 ++

Die Polizeiinspektion wird im Wesentlichen die Schwerpunktsetzung der letzten Jahre fortsetzen. Der Maßnahmenplan 2017 hat dabei folgende Schwerpunkte:

- Fortführung des Konzepts zur Bekämpfung von Haus- und Wohnungseinbrüchen - Bekämpfung der Straßenkriminalität - Fortsetzung der Bekämpfung von Clankriminalität - Drogenerkennung im Straßenverkehr - Intensivierung allgemeiner Verkehrskontrollen - Fortsetzung des Bekämpfung des Fahrraddiebstahls

... auf das heutige Pressegespräch mit den Medien wird verwiesen. Weitere Detailinformationen auch für die drei Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen sowie die Städte sind der Anlage zu entnehmen. Parallel lohnt sich auch ein Blick auf die Veröffentlichungen via facebook und twitter.

++ Die PKS 2016 befindet sich als download unter www.polizeipresse.de ++

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