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Polizeiinspektion Harburg / Ich lass mich nicht K.O. tropfen! ...

23.05.2017 - 13:07:19

Polizeiinspektion Harburg / Ich lass mich nicht K.O. tropfen! .... "Ich lass mich nicht K.O. tropfen!" - Gemeinsame Aktion von Polizeiinspektion Harburg und Weißer Ring e.V. zur Prävention von sexueller Gewalt, Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten

Winsen (Luhe) - Beim bevorstehenden Stadtfest in Winsen (Luhe) wird die Polizei bei sich bietenden Gelegenheiten Bierdeckel (auf der einen Seite steht "Ich lass mich nicht K.O. tropfen!" und auf der anderen Seite Präventionstipps, s. Foto) auf Gläser und Tische legen und versuchen, insbesondere mit den Bürgerinnen ins Gespräch zu kommen.

Die Polizeiinspektion Harburg und der Weiße Ring e.V. - Außenstelle Landkreis Harburg - möchten mit dieser Aktion auf die Problematik der unerwünschten Beibringung von K.O.-Tropfen und deren Folgen aufmerksam machen. Im Laufe des Jahres werden Aktionen bei weiteren größeren öffentlichen Veranstaltungen folgen.

Immer wieder bekommt die Polizei Hinweise oder leitet Strafverfahren ein, bei denen derartige Substanzen im Verdacht stehen, als Tatmittel zur Verübung von Eigentumsdelikten (Diebstahl, Raub) oder sogar Sexualstraftaten in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung eingesetzt worden zu sein. Es dürfte aber anzunehmen sein, dass das Dunkelfeld bei diesen Taten sehr groß ist, da Betroffene eine Art Gedächtnisverlust erleiden und Frauen aus Angst oder Scham entsprechende Taten gar nicht bei der Polizei zur Anzeige bringen.

Gerade die ersten Stunden sind aber wichtig, um möglicherweise noch im Körper vorhandene Substanzen sichern zu können.

In diesem Zusammenhang wird auf das Netzwerk "ProBeweis" hingewiesen, dem auch die Krankenhäuser in Buchholz in der Nordheide und Winsen (Luhe) angeschlossen sind. Betroffene Frauen, die nicht den zuerst angeratenen Weg zur Polizei gehen wollen, können hier die notwendigen Untersuchungen veranlassen und haben dann Zeit, sich die weiteren Schritte zu überlegen.

Sicherheitstipps:

- Getränke nur von der Bedienung selbst annehmen und nie unbeaufsichtigt lassen! - Bei plötzlicher Übelkeit oder Unwohlsein Freund/Freundin oder Bedienung ansprechen, nicht mit Fremden oder flüchtigen Bekannten mitgehen und im Zweifel Rettungsdienst anrufen! - Auf Freunde achten, die zu viel getrunken haben. Sie nicht alleine lassen! - Bei Verdacht auf K.O.-Tropfen-Gabe schnellstmöglich ärztlich untersuchen lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten!

Diese Tipps gelten nicht nur für öffentliche Veranstaltungen, sondern grundsätzlich auch für den Aufenthalt in Diskotheken und Lokalen sowie für Feiern mit privatem Charakter.

Hilfe gibt es beim Opfer-Telefon des Weißen Rings unter

116 006 (7 bis 22 Uhr) oder 0151/55164733 (Weißer Ring e.V. - Außenstelle Landkreis Harburg -).

Im Internet gibt es Infos unter:

www.violetta-hannover.de/junge-frauen/ko-tropfen www.ko-tropfen-koeln.de www.ko-tropfen-nein-danke.de

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Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Harburg Polizeihauptkommissar Jan Krüger Telefon: 0 41 81 / 285 - 104, Fax -150 Mobil: 0 160 / 972 710 15 od. -19 E-Mail: pressestelle (@) pi-harburg.polizei.niedersachsen.de www.pi-wl.polizei-nds.de

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