Polizei, Kriminalität

Polizei Marburg-Biedenkopf / Wieder rufen falsche Polizeibeamte ...

19.04.2017 - 13:26:46

Polizei Marburg-Biedenkopf / Wieder rufen falsche Polizeibeamte .... Wieder rufen falsche Polizeibeamte an - Polizei warnt Bevölkerung und gibt Verhaltenshinweise;

Marburg-Biedenkopf - Wieder rufen falsche Polizeibeamte an - Polizei warnt Bevölkerung und gibt Verhaltenshinweise

Gladenbach und Lohra: Immer wieder stellen sich Betrüger am Telefon als Polizeibeamte vor und versuchen dem Angerufenen persönliche Daten und Informationen aus dem persönlichen Umfeld zu entlocken. Meinst trifft es ältere Mensch, die nach der ersten Kontaktaufnahme um das Ersparte gebracht werden sollen. Am Dienstag, 18. April registrierte die Polizei zwischen 11.45 und 20 Uhr insgesamt zehn Anrufe durch einen angeblichen Kriminalbeamten aus Gießen. Glücklicherweise führten die Anrufe in Gladenbach und Lohra nicht zum gewünschten Ergebnis Die ausgesuchten Opfer im Alter von 48 bis 84 Jahren machten das Spiel nur kurze Zeit mit, legten auf und alarmieren die Polizei. Der mutmaßliche Täter teilte in allen Fällen mit, dass es angeblich in der Nacht zuvor zu Festnahmen in der unmittelbaren Nachbarschaft gekommen sei. Dabei habe man persönliche Unterlagen des Angerufenen aufgefunden. Es folgten Fragen zur Anzahl der im Haus lebenden Personen, Bankdaten, zu deponiertem Bargeld und Schmuck sowie zu Wertfächern. Zudem drängte der falsche Kriminalbeamte die Angerufenen dazu, Stillschweigen über die Sache zu bewahren. Bei einigen Anrufen war im Display des ausgesuchten Opfers die Telefonnummer 0641 (für Gießen) und 110 (als angebliche Notrufnummer der Polizei) sichtbar. Wichtig: Die Polizei Hessen verfügt nicht über Telefonnummern, welche sich aus der örtlichen Vorwahl und der 110 zusammensetzen! Und selbst wenn im Display die tatsächliche Telefonnummer der örtlichen Polizeistation erscheint, kann dies auch ein technischer Trick sein. Oft werden ältere Menschen unserer Gesellschaft als Opfer solcher Maschen ausgewählt. Die Suche ist denkbar einfach: Eine Möglichkeit ist es, im Telefonbuch nach Namen zu suchen, welche in den letzten Jahrzehnten nicht mehr sonderlich häufig gewählt wurden. Hierzu zählen beispielsweise Hildegard, Werner, Erna, Heinz oder Elfriede. Dies ist dann ein Anhaltspunkt zum Alter des ausgesuchten Telefonanschlussinhabers. Auch auffällig kurze Telefonnummern sind häufig ein Anzeichen dafür, dass es sich um "alte Nummern" handelt.

Wird heutzutage eine Telefonnummer vergeben, hat diese meistens mindestens fünf Zahlen oder mehr. Vierstellige Nummern lassen somit den Schluss zu, dass sie schon vor langer Zeit vergeben wurden und die Inhaber entsprechend älter sind. Die Polizei Hessen nimmt den Bürgern niemals ihre Wertsachen ab, um damit eine Straftat zu verhindern! Der Polizei ist es aufgrund der aktuellen Geschehnisse ein Anliegen, erneut und ausführlich über die Masche der Betrüger zu informieren und Verhaltenstipps zu geben:

Unterschätzen Sie die technischen Möglichkeiten der Betrüger nicht! Heutzutage ist es ein Leichtes, falsche Telefonnummern im Display erscheinen zu lassen.

Geben Sie niemals persönliche Daten, Informationen oder Angaben zu Wertsachen an fremde Personen weiter, erst recht nicht am Telefon. Bitten Sie den Anrufer, in einigen Minuten selbst zurückzurufen. Vergleichen Sie dann die erhaltende Telefonnummer mit der Ihrer örtlichen Polizeistation. Rufen Sie bei Ihrer zuständigen Polizeistation an und fragen, ob der Ihnen geschilderte Sachverhalt dort tatsächlich bekannt ist.

Reden Sie mit Freunden und Familienmitgliedern über solche Maschen oder konkret über erhaltene Anrufe. Falls die Betrüger es geschafft haben, Sie zu verunsichern, fällt der Trick vielleicht einem Freund oder Familienmitglied auf, welche Sie dann vor Schlimmeren bewahren kann. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Bedenken Sie die Bürokratie bei Behörden: In der Regel wird alles verschriftlicht. Ob es um Forderungen der angeblichen Staatsanwaltschaft, des Gerichts oder der Polizei geht: solche Dinge erfolgen auf dem postalischen Schriftweg. Nicht per E-Mail, nicht per Telefon und schon gar nicht per SMS. Geben Sie niemals Wertsachen an Personen heraus, welche Sie nicht persönlich kennen. Lassen Sie sich dabei nicht auf Äußerungen ein, dass die fremde Person der leitende Ermittler in einem Strafverfahren oder der angeblich beste Freund eines Enkels ist. Wenn Sie die Person nicht selber kennen, gibt es keinerlei Wertsachen. Weitere Tipps können über www.polizei.hessen.de (Prävention) oder www.polizei-beratung.de abgerufen werden.

Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, nehmen bitte Kontakt mit dem Fachkommissariat der Kriminalpolizei in Marburg, Tel. 06421- 4060, auf.

Jürgen Schlick

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