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Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen / LKA-NRW: Aachener Erklärung wird ...

06.12.2016 - 14:51:00

Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen / LKA-NRW: Aachener Erklärung wird .... LKA-NRW: Aachener Erklärung wird umgesetzt - Verantwortliche der polizeilichen Zentralstellen vereinbaren erste Maßnahmen

Düsseldorf - Am 31. Oktober 2016 legten NRW-Innenminister Ralf Jäger, Bundesinnenminister Thomas de Maiziére, der Innenminister aus Belgien, der Minister für Sicherheit und Justiz der Niederlanden sowie die Innenminister der Länder Rheinland-Pfalz und Niedersachsen den Grundstein für eine intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs ("Aachener Erklärung").

Jetzt haben die Leiter der Landeskriminalämter Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mit Verantwortlichen des Bundeskriminalamtes, aus den Niederlanden und Belgien eine Vielzahl von Maßnahmen bei einem ersten Treffen im Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen vereinbart, die den Fahndungs- und Ermittlungsdruck auf reisende Täter weiter erhöhen sollen.

Gleichzeitig soll dadurch auch das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger in diesen Regionen gestärkt werden.

"Besonderes Augenmerk legen alle Kooperationspartner auf einen nachhaltigen und verbindlichen grenzüberschreitenden Informationsaustausch. Über die bereits gut funktionierende Zusammenarbeit auf operativer Ebene hinaus sollen künftig insbesondere ein täglicher Austausch von Lageberichten etabliert und auch wechselseitige Hospitationen durchgeführt werden", erklärte LKA-Chef Uwe Jacob heute bei der Unterzeichnung der getroffenen Vereinbarung in Düsseldorf.

Eine Aufhellung der Erkenntnislage streben die Beteiligten vor allem durch die Initiierung gemeinsamer Auswerte- und Analyseprojekte an.

"Wir wollen in gemeinsamen Veranstaltungen die Menschen in unseren Ländern und Regionen unmittelbar darüber informieren, welche vorbeugenden Maßnahmen sie selbst ergreifen können, um sich und ihr Zuhause vor Einbrechern zu schützen", führte Uwe Jacob weiter aus.

"Insbesondere der Wohnungseinbruchsdiebstahl beinträchtig massiv das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung, da die Betroffenen nicht nur unter dem materiellen Verlust leiden, sondern sich zusätzlich in Ihren eigenen vier Wänden nicht mehr wohl fühlen. Die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene in diesem Kriminalitätsbereich sind daher ein wichtiger Bestandteil der Kriminalitätsbekämpfung und des Opferschutzes durch Aufklärung von Einbrüchen und vor allem deren Verhinderung", erklärte Uwe Kolmey, Präsident des Landeskriminalamtes Niedersachsen.

"Die ersten gemeinsame Fahndungs- und Kontrollaktivitäten belegen, dass die länderübergreifende Zusammenarbeit gut funktioniert. Gerade für das nördliche Rheinland-Pfalz versprechen wir uns von gemeinsam abgestimmten Maßnahmenpaketen einen Mehrwert für die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Eigentumskriminalität. Aufgrund der Nähe zum Ballungsraum Köln-Bonn ist für uns das Erkennen und der Austausch von Tat- und Täterzusammenhängen von besonderer Bedeutung", betonte Johannes Kunz, Präsident des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz.

"Beim Wohnungseinbruch agieren zunehmend international organisierte Banden. Ausschließlich auf die lokale oder nationale Ebene ausgerichtete Bekämpfungs-strategien können daher heute nicht mehr erfolgreich sein. Die vereinbarte neue Form der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist daher ein wichtiger Schritt, um die Bürgerinnen und Bürger vor Einbrüchen besser zu schützen", begrüßte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, die getroffenen Vereinbarungen.

Schon vor dem offiziellen Startschuss am 06. Dezember 2016 haben einzelne Kooperationspartner ab dem 22. November 2016 bis 04. Dezember 2016 in gemeinsamen Aktionen zur Bekämpfung des Einbruchdiebstahls gezeigt, dass die praktische Umsetzung der vielschichtigen Maßnahmen nicht nur auf dem Papier stattfindet, sondern schon begonnen hat.

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