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Kontrollen gegen Wohnungseinbruch

11.08.2017 - 17:06:37

Polizei Marburg-Biedenkopf / Kontrollen gegen Wohnungseinbruch

Marburg-Biedenkopf - Landkreis - Kontrollen gegen Wohnungseinbruch

"Ein Wohnungseinbruch gehört immer noch zu den Taten, die das Sicherheitsempfinden ganz erheblich stören. Die Verletzung des intimsten, persönlichen Bereichs führt bei manch Betroffenen zu deutlich mehr als dem rein materiellen Schaden. Vielfach ist sogar ein Umzug notwendig!", sagt Manfred Kaletsch, Leiter der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf. Der Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls kommt daher ein sehr hoher Stellenwert zu und die Hessische Polizei intensiviert ihre Maßnahmen trotz landesweit insgesamt rückläufiger Zahlen. Zu dem Maßnahmenpakt gehört u.a. ein verstärkter Einsatz des Präventionsmobils des Landeskriminalamtes, eine zielgerichtete, begleitende Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, um aufzuklären und um für sicherungstechnische und verhaltensorientierte Schutzmöglichkeiten zu sensibilisieren und auch ein täterorientierter Ermittlungsansatz. Ebenso dazu gehören aber auch offene Kontrollen, um den Druck hoch zu halten, um Reiserouten zu entdecken und um reisende Täter zu verunsichern. Solche Kontrollen haben immer einen ganzheitlichen Ansatz, d.h. natürlich kontrolliert die Polizei dabei auch die Verkehrssicherheit von Fahrer und Fahrzeug, sowie das Einhalten sonstiger Bestimmungen. An den Kontrollen wirken daher auch oft verschiedene Institutionen mit. Ein derartiger Kontrolltag war am Donnerstag, 10. August. Insgesamt 20 Beamte der Polizeistation Marburg, der Kriminalpolizei Marburg, des Regionalen Verkehrsdienstes und des Zolls kontrollierten von 13 bis 15 zunächst auf einem Parkplatz der B 3 am Ortsausgang von Schönstadt und dann nochmal von 16.30 bis 19 an der Bundesstraße 252 bei Simtshausen. Insgesamt wurden 180 Fahrzeuge, Lastwagen, Sprinter und Pkw, mit 205 Insassen kontrolliert und überprüft. Ein Autofahrer musste seinen Pkw stehenlassen, weil er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Sein Drogentest reagierte positiv. Der 22-jährige Mann musste zur Blutprobe. Zusätzlich führte die Kontrolle zu acht Anzeigen wegen mangelnder Ladungssicherheit, wegen nicht eingehaltener Sozialvorschriften und wegen gewerberechtlicher und steuerrechtlicher Verstöße. Ein durchreisender Autofahrer wollte Sprit sparen und tankte deshalb in Österreich nicht nur seinen Sprinter voll, sondern auch die vier 20 Liter Kanister. Mal abgesehen davon, dass der Transport dieser Menge in einem Fahrzeug eh nicht gestattet ist, überschreitet das die erlaubte Einfuhrmenge von maximal 20 Litern deutlich. Der Zoll versteuerte die übrigen 60 Liter an Ort und Stelle nach. Mit der Spritersparniss war es das. Erst nach Entrichten der Steuer von 60 Euro und dem Betanken des Fahrzeugs konnte der Mann weiterfahren.

"Es gilt auch weiterhin, es den potentiellen Einbrechern so schwer wie möglich zu machen! Deswegen werden die Maßnahmen fortgesetzt, auch wenn bei dieser Kontrolle jetzt keine mutmaßlichen Einbrecher ins Netz gingen", so Marburgs Polizeidirektor Manfred Kaletsch.

Einbrecher nutzen die Abwesenheit der Hausbewohner gezielt aus. Jeder Bewohner kann es mit vielen wirksamen, aber auch einfachen Maßnahmen den Tätern so schwer wie möglich machen. Oft locken z.B. volle Briefkästen, dauerhaft heruntergelassene Jalousien, unbewegt vor dem Haus parkende Autos, fröhliche Abwesenheitsnachrichten auf dem Anrufbeantworter oder gepostete Urlaubsbilder (Standortbilder) in den sozialen Medien. Diese Informationen nutzen Einbrecher schamlos aus. Geben Sie diese Hinweise nicht! Was Einbrecher gar nicht brauchen können, sind z.B. aufmerksame Nachbarn. In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Diebe und Betrüger kaum eine Chance. Informieren Sie sich bei Abwesenheiten deshalb untereinander.

"Die gute Aufklärungsarbeit- und Präventionsarbeit, die zu einem Großteil auch den kriminalpolizeilichen Beratern zu verdanken ist, zeigt sich auch darin, dass die Versuchsquote bei den Wohnungseinbrüchen 2016 mit fast 50 % so hoch war wie noch nie", so der Leiter der Marburger Polizei. Die Kriminalpolizeilichen Berater der Polizei beraten individuell, produktneutral und unabhängig. Weitere Hinweise zum Einbruchsschutz stehen im Internet unter ww.polizei.hessen.de

Martin Ahlich

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