Prozesse, Kriminalität

Keine Erleichterung für den einstigen Kunstberater Helge Achenbach: Er ist weiter mit millionenschweren Schadenersatz-Forderungen konfrontiert.

20.06.2017 - 14:14:07

Schadenersatz - Achenbach soll weiterhin fast 20 Millionen Euro zahlen

Düsseldorf - Der einstige Kunstberater Helge Achenbach (65) ist auch in einem neu aufgerollten Zivilprozess zu Schadenersatz in zweistelliger Millionen-Höhe verurteilt worden.

Achenbach und zwei seiner insolventen Firmen sollen der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht 18,7 Millionen Euro zahlen, entschied das Landgericht Düsseldorf am Dienstag. Der Vorsitzende Richter sah es weiterhin als erwiesen an, dass der inzwischen wegen Betrugs auch zu sechs Jahren Haft verurteilte Achenbach bei Millionenverkäufen von Kunst und Oldtimern an seinen Duzfreund Albrecht unberechtigte Preisaufschläge vorgenommen habe. Gegen das Urteil ist Berufung am Oberlandesgericht möglich.

«Bis auf kleine Nuancen» sei das erste Zivilurteil von Anfang 2015 richtig gewesen, sagte Richter Joachim Matz. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte das erstinstanzliche Urteil wegen eines Formfehlers zurückverwiesen. Dabei ging es um zwei Firmen Achenbachs, die ebenfalls verklagt worden waren und nun in das Urteil einbezogen wurden. Die Summe aus dem ersten Verfahren in Höhe von 19,4 Millionen Euro korrigierte die Kammer nur leicht nach unten. Einen Teil der Forderungen hat der Insolvenzverwalter bereits anerkannt.

Matz ließ erkennen, dass er Achenbach als treibende Kraft hinter den Preisaufschlägen seiner Firmen betrachte. Achenbach habe das «persönliche Vertrauen» Albrechts genossen und die Beziehung als «enge Männerfreundschaft» charakterisiert. Achenbach wäre demnach verpflichtet gewesen, seine Preisaufschläge bei den millionenteuren Exponaten offenzulegen. Angesichts der vereinbarten Provisionen habe Achenbach sogar zweimal bei den Geschäften mit Albrecht kassiert.

Der im März 2015 zu einer Gefängnisstrafe verurteilte einstige Berater-Star ist inzwischen im offenen Vollzug und arbeitet als Flüchtlingshelfer. Die Kunstsammlung seiner insolventen Firmen wurde für rund 8,5 Millionen Euro in mehreren Auktionen zwangsversteigert. Albrechts Erben fordern in einer anderen Klage weitere rund fünf Millionen Euro von Achenbach.

@ dpa.de

Vergessen Sie den DAX und Co.!

Diese 7 Top-Trades dürfen Sie sich jetzt nicht entgehen lassen: Auf Sie wartet mit nur 7 Aktien das Geschäft Ihres Lebens. Selbst wenn die Börse crashen sollte, sind Sie mit diesen 7 Aktien top positioniert. Sichern Sie sich die Namen dieser 7 Aktien jetzt kostenfrei UND schlagen Sie den DAX dieses Jahr um Längen.

>> Jetzt HIER die Namen der 7 Aktien erfahren! GRATIS!

Weitere Meldungen

Angeklagter gesteht Tritt gegen Frau auf U-Bahn-Treppe. Von seinem Verteidiger ließ er eine Erklärung vorlesen, in der er zugab, dass er die Frau die Treppe hinuntergetreten hat. Er habe allerdings keine konkreten Erinnerungen an die Tat, damals hatte er Alkohol getrunken und Drogen genommen, sagt er. Bei der Frau will er sich entschuldigen. Sie brach sich bei dem Sturz im Oktober 2016 den Arm und wurde am Kopf verletzt. Berlin ? Heute hat der Prozess um den brutalen Angriff auf eine Passantin auf einer Berliner U-Bahntreppe erneut begonnen, mit einem Geständnis des Angeklagten. (Politik, 26.06.2017 - 11:56) weiterlesen...

Bis zu zehn Jahre Haft möglich - Nach Attacke gegen Frau auf U-Bahn-Treppe: Prozess-Neustart Der Angriff im U-Bahnhof Hermannstraße im Berliner Stadtteil Neukölln hatte bundesweit Entsetzen und Empörung ausgelöst. (Politik, 26.06.2017 - 07:06) weiterlesen...

Nach Attacke gegen Frau auf U-Bahn-Treppe: Prozess beginnt neu. Vor dem Landgericht Berlin muss sich ein 28-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Er soll die arglose Passantin Ende Oktober 2016 von hinten eine Treppe hinuntergetreten haben. Im ersten Anlauf war das Verfahren noch vor Verlesung der Anklage ausgesetzt worden. Grund war ein Befangenheitsantrag gegen eine Schöffin. Nun soll der Prozess mit neuen ehrenamtlichen Richtern starten. Berlin - Der Prozess um die brutale Tritt-Attacke gegen eine Frau auf einer U-Bahn-Treppe in Berlin startet heute im zweiten Anlauf. (Politik, 26.06.2017 - 03:26) weiterlesen...

Moderne Sklaverei in Brüssel - Arabische Prinzessinnen wegen Menschenhandels verurteilt. Ihre Dienstboten aber erleben alles andere als ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Jahre später sprechen Richter ein Urteil in dem Fall, der Licht auf moderne Sklaverei wirft. Acht Prinzessinnen aus dem Morgenland bewohnen die komplette Etage eines Luxushotels. (Politik, 23.06.2017 - 16:20) weiterlesen...

Verhandlung in Brüssel - Arabische Prinzessinnen des Menschenhandels schuldig. Zudem legten die Richter in Brüssel eine Geldstrafe von jeweils 165.000 Euro für die Frauen fest. Brüssel - Wegen Menschenhandels und erniedrigender Behandlung ihrer Angestellten sind acht arabische Prinzessinnen zu jeweils 15 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. (Politik, 23.06.2017 - 11:46) weiterlesen...

Verhandlung in Brüssel - Sklaverei im Hotel? Prozess gegen arabische Prinzessinen. Ein Fall von moderner Sklaverei? Ein Gericht entscheidet. Während acht Prinzessinnen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in einem Brüsseler Luxushotel residierten, sollen sie Angestellte wie Leibeigene behandelt haben. (Politik, 23.06.2017 - 09:12) weiterlesen...