Obs, Polizei

Gemeinsame Pressemeldung des Forstamtes Wettenberg und des Polizeipräsidiums Mittelhessen vom 31.03.2017: Reiskirchen: Umweltfrevler im Wald unterwegs!

03.04.2017 - 16:59:14

Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen / Gemeinsame .... Zeugen gesucht!

Gießen - Während den meisten Menschen der heimische Wald als naturnaher Erholungsraum dient und am Herzen liegt, wird er von einigen Umweltfrevlern als kostenlose Mülldeponie missbraucht. Die illegale Entsorgung von Müll, Sperrmüll und Bauschutt ist ein ständiges Ärgernis im gesamten Landkreis Gießen und damit im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Wettenberg. Betroffen sind im Prinzip alle Waldgebiete, ungeachtet ob es sich um Staats- oder Kommunalwald handelt. Schwerpunkte finden sich an Parkplätzen, die an Waldeingängen liegen, und generell an abzweigenden Waldwegen von eher ruhigen Landstraßen. Hier findet meist der schnelle Wurf aus dem Kofferraum statt. Für den größeren Entsorgungsfall von ganzen Fahrzeug- oder Anhängerladungen fahren besonders dreiste Zeitgenossen auch schon mal weit in den Wald hinein, was immer auf eine gewisse Ortskunde schließen lässt.

Ein solcher herausragender Fall hat sich in der Nacht vom 16. auf den 17. März im Staatswald Saasen zwischen dem Golfplatz Winnerod und der Raststätte Reinhardshain zugetragen. Die Ablagerungsstelle liegt 2 km tief im Wald unweit der Autobahn A 5 neben einem Erdweg im angrenzenden Waldbestand. Die ca. 1 - 1,5 m³ Bauschutt im Gewicht von ca. 2 Tonnen stammen zweifelsfrei aus einer Badsanierung. Das Gewicht, wie auch das Volumen setzen mindestens einen großen stabilen PKW-Anhänger voraus, ggf. auch ein Pritschenfahrzeug / Kipper ( Pick-Up ).

Schon häufiger ist es gelungen aufgrund der entsorgten Gegenstände den Verursacher zu ermitteln. Mit solch unliebsamen Überraschungen hatte mancher nicht gerechnet, der sich bei der Abladung ungesehen glaubte.

Auch diesmal besteht dazu ein guter Ansatz. Die abgebrochenen Fliesen können ziemlich genau auf den Zeitraum von 1976 - 1978 datiert werden. Eine fliederfarbene Wandfliese im Format von 15 x 15 cm ist dabei besonders markant. Die Verarbeitungsreste der neuen Fliesen ergeben zusätzliche Anhaltspunkte. Im gleichen Waldgebiet findet sich an anderer Stelle noch eine zweite Ablagerung ähnlicher Größenordnung, die vom Okt. / Nov. 2016 datiert. Sie stammt mutmaßlich vom gleichen Verursacher. In Frage kommen dafür sowohl eine Privatperson, wie auch ein gewerblich im Baubereich / Innenausbau tätiger Unternehmer.

Die zweite Ablagerung besteht im Wesentlichen aus so genannten Terrazzoplatten (Kunstmarmor aus Marmorbruchstücken ), die im gleichen Zeitraum vor ca. 40 Jahren als preiswerter Natursteinersatz für Treppen, Treppenhäuser aber auch bei überdachten Terrassen und Balkonen weit verbreitet waren. Die gewählte Vorgehensweise ist umso unverständlicher, da rein mineralische Baustellenabfälle an mehreren Stellen im Landkreis zu sehr moderaten Gebühren zur ordnungsgemäßen Entsorgung angenommen werden. Lediglich mit Wertstoffen vermischte Abfälle werden gebührenmäßig deutlich höher belastet.

Vom Forstamt Wettenberg werden alle illegalen Entsorgungen, die über die einzelne weg geworfene Bierflasche hinausgehen, konsequent zur Anzeige gebracht. Dem Täter drohen im erfolgreichen Ermittlungsfall neben einem erheblichen Bußgeld noch die Entsorgungskosten, die hier mindestens vierstellig ausfallen dürften. Geht mit der illegalen Ablagerung eine Umweltgefährdung einher, wozu auch die erhebliche Verunreinigung des Bodens zählt, drohen sogar Geld- und Freiheitsstrafen, und damit auch der Status als vorbestraft.

Bei der Pressemeldung befinden sich Bilder der beiden Ablageorte und der jeweils "entsorgten" Fliesen.

Wer kennt diese Baustelle/n, oder hat einen nächtlichen Abtransport von Bauschutt beobachtet, zu Zeiten, zu denen eine legale Entsorgung nicht in Frage kommt? Möglicherweise handelt es sich um die Reste einer abschnittweisen Hausrenovierung ein und desselben Objektes.

Hinweise bitte an die Polizeistation in Grünberg unter der Telefonnummer 06401 - 91430.

Jörg Reinemer Michael Jabs Polizeipräsidium Mittelhessen Forstamt Wettenberg

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