Polizei, Kriminalität

Falsche Polizeibeamte rufen wieder an;

19.07.2017 - 14:01:30

Polizei Marburg-Biedenkopf / Falsche Polizeibeamte rufen wieder an;

Marburg-Biedenkopf - Falsche Polizeibeamte rufen wieder an

Marburg/Kirchhain: Das Phänomen "falsche Polizeibeamte rufen an" ist nicht neu, hat aber bis heute nicht an Aktualität verloren. Das einzige Ziel der mutmaßlichen Betrüger besteht darin, den Angerufenen zu täuschen, zu schocken und diesen Moment für Fragen rund um sein Eigentum auszunutzen. Letztendlich geht es dem Täter nur darum, dem überrumpelten Opfer Bargeld und andere Wertgegenstände "abzujagen"

Am Sonntagnachmittag, 16. Juli waren die mutmaßlichen Betrüger zunächst in Marburg aktiv. Ähnliche Anrufe erfolgten dann am Dienstag, 18. Juli auch in Kirchhain.

"Wir haben jemanden festgenommen, ihr Name steht auf der Liste des Täters". "Wir haben drei Einbrecher festgenommen, zwei sind noch auf der Flucht. Haben Sie wertvolle Gegenstände im Haus?"

So oder in ähnlicher Art und Weise drückte sich der Anrufer bei allen Telefonaten aus. Mindestens in einem Fall gab die Seniorin einige Informationen zu den Vermögenswerten preis. Glücklicherweise kam es in keinem Fall zu einer persönlichen Kontaktaufnahme durch die falschen Ermittler. Betroffene, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, setzen sich bitte mit dem Fachkommissariat der Kriminalpolizei in Marburg, Tel. 06421- 4060, in Verbindung.

Hinweise der Polizei:

Häufig nutzen die Täter das sog. "Call-ID-Spoofing". Hierbei wird mittels technischer Manipulation die angezeigte Nummer des Anrufers verändert. Auf dem Display des Angerufenen erscheint auf diese Weise die Telefonnummer einer Polizeidienststelle, z.B. die Notrufnummer 110 mit Marburger Vorwahl.

Wir empfehlen daher: Seien Sie misstrauisch - gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe!

Die "echte" Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück, sondern fragen Sie beim Notruf 110 oder die Ihnen bekannte Nummer der örtlichen Polizeidienststelle nach! Verständigen Sie bei verdächtigen Feststellungen umgehend den polizeilichen Notruf 110!

Prägen Sie sich sprachliche Besonderheiten der Anrufers, z.B. Akzent/Dialekt, hohe oder tiefe Stimme ein.

Hinweise zu den verschiedenen Vorgehensweisen der Täter können über www.polizei.hessen.de/Prävention abgefragt werden.

Jürgen Schlick

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