Polizei, Kriminalität

Bundespolizeiinspektion Rostock / B11-Jähriger legt Steine, ...

10.07.2017 - 13:36:29

Bundespolizeiinspektion Rostock / B11-Jähriger legt Steine, .... B11-Jähriger legt Steine, Betonrest und Stahlseile ins Gleisbett

Gadebusch/Lützow - Bereits am Freitagabend, den 07.07.2017 gegen 21:00 Uhr erhielten die Beamten des Bundespolizeireviers Schwerin die Information, dass durch zunächst unbekannte Täter auf der Strecke zwischen Gadebusch und Lützow auf Höhe der Ortschaft Groß Brütz Gegenstände auf die Gleise gelegt wurden.

Vor Ort konnten die Beamten der Bundespolizei feststellen, dass an 16 verschiedenen Stellen Betonreste, Steine und Stahlseile auf den Schienenkopf gelegt und durch einen Zug der ODEG bereits überfahren wurden. Ersten Ermittlungen zu Folge stammten die Gegenstände offensichtlich vom Gelände einer den Gleiskörpern nahegelegenen Firma. In einer Aussage eines Triebfahrzeugführers wurde bekannt, dass seit dem 04.07.2017 in unterschiedlichen Zeitabständen immer wieder diverse Gegenstände (Steine und Stahlseile) auf die Schienenköpfe gelegt und durch Züge überfahren wurden. Zu Beschädigungen an den Zügen kam es nicht.

Weitere Ermittlungen ergaben dann, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 11-jährigen Feriengast aus Polen handeln soll, so die Aussage eines Zeugen. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr aufgenommen.

Bei der Tat handelt es sich nicht um einen einfachen "Ferienspaß". Aufgelegte Schottersteine können unter unglücklichen Umständen auch zum Entgleisen der Züge führen. Darüber hinaus entwickeln die Steine beim Überfahren eine erhebliche Streuwirkung und wirken wie Geschosse, wodurch lebensbedrohliche Verletzungen herbeigeführt werden können.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizeiinspektion Rostock nochmals ausdrücklich auf die extremen Gefahren, auch zum Aufenthalt an und auf Bahnlagen hin. Eltern werden gebeten, ihre Kinder für die Gefahren besonders zu sensibilisieren, damit Schlimmeres vermieden werden kann.

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