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Bundespolizeidirektion München / Bundespolizeidirektion München: ...

23.05.2017 - 17:32:02

Bundespolizeidirektion München / Bundespolizeidirektion München: .... Bundespolizeidirektion München: Herrenloses Gepäckstück im ICE verursacht größeren Polizeieinsatz am Hauptbahnhof Würzburg

Würzburg - Ein herrenloser Rollkoffer in einem ICE hat heute Mittag vorübergehend einen größeren Einsatz der Bundespolizei im Hauptbahnhof Würzburg verursacht. Aus Sicherheitsgründen wurde der ICE geräumt und ein Bahnsteig gesperrt. Erst als sich gegen 12:50 Uhr der Eigentümer bei den Absperrkräften zu erkennen gab, konnte Entwarnung gegeben werden.

Gegen 11:20 Uhr informierte die Deutschen Bahn AG die Bundespolizeiinspektion Würzburg darüber, dass sich in dem ICE 680 (Laufweg: München - Hamburg) ein Rollkoffer befände, der keinem Reisenden zuzuordnen sei.

Nach Ankunft des Zuges im Hauptbahnhof Würzburg nahmen Bundespolizisten den Koffer in Augenschein und veranlassten widerholt eine Durchsage über Lautsprecher im Zug. Zwar meldete sich kein Eigentümer, andere Reisende gaben jedoch an, dass sich der Koffer bereits seit München im Zug befände. Dort habe ein junger Mann den Koffer abgestellt und habe anschließend das Zugabteil verlassen.

Aus Sicherheitsgründen untersagte daraufhin die Bundespolizei die Weiterfahrt des Zuges, räumte die hinteren drei Zugwagen und sperrte den betroffenen Bahnsteig ab. Ein hinzugezogener Diensthundeführer der Landespolizei untersuchte anschließend mit seinem Sprengstoffspührhund den Koffer. Aufgrund des nicht ganz deutlichen Anzeigeverhaltens des Hundes konnte jedoch auch danach keine Entwarnung gegeben werden.

Auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse entschied der Einsatzleiter der Bundespolizei gegen 12:30 Uhr die vollständige Räumung des ICE und alarmierte Spezialkräfte. Nach Abschluss der Räumung meldete sich ein 16-Jähriger bei den zur Absperrung eingesetzten Bundespolizisten und gab an, dass es sich bei dem Koffer um sein Eigentum handele. Er sei von München kommend auf dem Weg zu Verwandten nach Norddeutschland und habe im Zug über einen Streamingdienst Filme gesehen und daher von der ganzen Aufregung um ihn herum überhaupt nichts mitbekommen.

Er habe am anderen Ende des Zuges gesessen und erst als er aufgefordert wurde den ICE zu verlassen habe er den Polizeieinsatz wahrgenommen. Seinen Reisekoffer habe er aus Platzgründen einfachhalber dort abgestellt.

Da der Jugendliche unter anderem Aussehen und Abstellort des Koffers exakt beschreiben konnten, wurden seine Angaben als glaubhaft bewertet. Im Beisein von Bundespolizisten durfte er sein Gepäckstück öffnen. Darin befanden sich lediglich Kleidungsstücke. Gegen 12:50 Uhr konnten daraufhin alle Polizeiabsperrungen aufgehoben werden. Der Jugendliche durfte nach Abschluss aller Maßnahmen und Verständigung seiner Erziehungsberechtigten seine Reise fortsetzen.

Durch den Polizeieinsatz entstanden Behinderungen im Bahnverkehr am Hauptbahnhof Würzburg. Ob die Deutsche Bahn AG oder Privatpersonen zivilrechtliche Ansprüche gegen den Jugendlichen stellen können, obliegt nicht der Entscheidung der Bundespolizei.

Neben den Beamten der Bundespolizei befanden sich auch Kollegen der Bayerischen Polizei sowie der Berufsfeuerwehr Würzburg am Einsatzort. Auch Mitarbeiter des privaten Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn AG waren im Einsatz eingebunden.

Zusatz: Die anliegenden Bilder (Foto: Bundespolizei) sind zu redaktionellen Zwecken freigeben und liegen hier leider nicht in einer besseren Qualität vor.

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Die Bundespolizeiinspektion Würzburg ist eine von dreizehn Bundespolizeiinspektionen der Bundespolizeidirektion München. Ihr örtlicher Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf ganz Unterfranken und Teile Oberfrankens. Der Inspektion Würzburg angegliedert sind die Bundespolizeireviere Aschaffenburg und Bamberg. Die Kernkompetenzen der Bundespolizeiinspektion Würzburg liegen in der Gewährleistung der Sicherheit der Benutzer der Bahn und der Bahnanlagen, sowie in der Fahndung auf Bahnanlagen zur Bekämpfung der unerlaubten Migration. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder unter oben genannter Kontaktadresse.

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