Obs, Polizei

BPOLI-See: Ruderbruch mitten auf der Ostsee

08.09.2017 - 16:11:46

Bundespolizeiinspektion See Neustadt / Holstein / BPOLI-See: Ruderbruch ...

Neustadt - Ruderbruch mitten auf der Ostsee Seenotretter und Bundespolizei gemeinsam im Einsatz - Bräter als Treibanker In rund vierstündiger Schleppreise haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern Abend, 7. September 2017, eine manövrierunfähige Segelyacht auf der Ostsee in Sicherheit gebracht. Bei starken Nordwestwinden hatte das Boot mit zwei Menschen an Bord etwa auf halbem Weg zwischen der Insel Fehmarn und dem dänischen Gedser nahe des Großschifffahrtsweges Ruderbruch erlitten. Eine nicht unwesentliche Rolle bei der Sicherung des Bootes spielte ein Ausrüstungsteil aus der Kombüse eines Bundespolizeischiffes. Gegen 15.45 Uhr erfuhr die SEENOTLEITUNG BREMEN (Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS über die dänische Seenotleitung in Århus von der Notlage der deutschen Yacht. Die Besatzung hatte telefonisch die Dänen alarmiert. Der Seenotrettungskreuzer BREMEN der DGzRS befand sich zu diesem Zeitpunkt zum Open Ship an der Seebrücke Großenbrode. Er beendete unverzüglich das Besuchsprogramm und nahm Kurs auf den Havaristen. An Bord des etwa 7,5 Meter langen Bootes waren neben den Halterungen des Außenbordmotors auch die Zapfen des Einsteckruders gebrochen. Bei Nordwestwinden um sechs Beaufort und knapp zwei Metern Seegang trieb der Havarist also manövrierunfähig mitten auf der Ostsee. Die Seenotretter baten zunächst eine in der Nähe fahrende größere Segelyacht, beim Havaristen Stand-by zu machen, um notfalls sofort Hilfe leisten zu können. Auch das Einsatzschiff der Bundespolizei "Bayreuth" bot seine Unterstützung an und nahm Kurs auf den Havaristen. Gegen 16.45 Uhr erreichte der Seenotrettungskreuzer BREMEN den Havaristen, wenige Minuten später traf die "Bayreuth" ein. Das Tochterboot VEGESACK der BREMEN nahm die kleine Yacht auf den Haken. Um ein ständiges Querschlagen des manövrierunfähigen Bootes im Schlepp der VEGESACK zu verhindern und seinen Kurs zu stabilisieren, baten die Seenotretter die Segler, Tauwerk in Buchten oder eine Pütz (einen Eimer) außenbords zu hängen. Entsprechendes Material war allerdings an Bord nicht vorhanden. Die BREMEN bat deshalb die "Bayreuth" um Unterstützung. Ihr Smut stellte einen Bräter zur Verfügung, den das Kontrollboot zum Havaristen brachte. "Der große Topf entfaltete ähnliche Zugkraft wie ein Treibanker und stabilisierte den Anhang unseres Tochterbootes", lobt Sven-Eric Carl, Vormann der BREMEN, die reibungslose Zusammenarbeit mit den Bundespolizisten. Behutsam schleppte die VEGESACK die Yacht Richtung Fehmarn. Unter Land besserte sich das Wetter etwas. Gegen 21.15 Uhr erreichte der Schleppverband den Hafen von Burgtiefe. Nachdem die Seenotretter den Havaristen und seine Besatzung versorgt hatten, fand auch der Bräter zurück zu seinem "Eigner". Der Edelstahltopf hatte keinen Schaden genommen, dem nächsten Braten an Bord der "Bayreuth" dürfte also nichts im Wege stehen.

OTS: Bundespolizeiinspektion See Neustadt / Holstein newsroom: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/70262 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/dienststelle_70262.rss2

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion See Neustadt / Holstein Pressestellle Sabine Seelig Telefon: 04561 4071-514 E-Mail: bpoli.nst.oea@polizei.bund.de www.bundespolizei.de Twitter: @bpol_kueste

oder

Nachfragen an die DGzRS: Pressesprecher Christian Stipeldey Tel. 0421/53707-610 Mobiltel. 0170/7922800 E-Mail: presse@seenotretter.de

Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt nimmt als Bundesbehörde ihre Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Nord- und Ostsee und anlassbezogen darüber hinaus wahr.

Dazu sind ihr als operative Dienststellen die Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und Pasewalk sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock und eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit unterstellt. Mit den Bundespolizeiinspektionen See in Neustadt in Holstein, Warnemünde und Cuxhaven verfügt sie als einzige Bundespolizeidirektion über eine maritime Einsatzkomponente "Bundespolizei See", um die Seegrenze in der Nord- und Ostsee (Schengen-Außengrenze) zu überwachen.

Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt beschäftigt insgesamt ca. 2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Polizeibeamte, Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte. Auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und anderer Gesetze nimmt sie umfangreiche und vielfältige Aufgaben wahr.

Dazu gehören insbesondere: - der grenzpolizeiliche Schutz des Bundesgebietes, - die bahnpolizeilichen Aufgaben - die grenzpolizeilichen, schifffahrtspolizeilichen und umweltpolizeilichen Aufgaben in Nord- und Ostsee.

Weitere Informationen zur Bundespolizei und zur Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt erhalten Sie unter www.bundespolizei.de.

- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/blaulicht/bilder -

@ presseportal.de