Polizei, NRW

Bocholt-Suderwick - Knochenfund auf Friedhof / Ermittlungsstand

24.03.2017 - 14:31:52

Kreispolizeibehörde Borken / Bocholt-Suderwick - Knochenfund ...

Bocholt-Suderwick - (fr) Am Donnerstag, dem 16.03.17, fand ein Friedhofsmitarbeiter auf dem ev. Friedhof am Hahnenpatt bei Aushubarbeiten für eine bevorstehende Beerdigung Knochen. Die Knochen befanden sich in einer Tiefe von ca. 30 bis 50 cm und waren in eine Plastikfolie eingeschlagen. Der Mitarbeiter beendete seine Arbeit sofort und zog die Polizei hinzu. In die folgenden Ermittlungen waren die Staatsanwaltschaft sowie die Fachdienststellen der Kreispolizeibehörden Borken und Münster eingebunden.

Bei den Knochen handelt es sich um Teile eines menschlichen Skeletts. Auch unterhalb der Folie fanden die Beamten noch weitere Teile des Skeletts und stellten diese sicher. Entgegen der umlaufenden Gerüchte wurden kein künstliches Gelenk oder Teile davon gefunden. Der Fundort wurde noch am Freitag wieder freigegeben.

Die Skelettteile wurden im rechtsmedizinischen Institut der Unikliniken Münster begutachtet. Dabei fanden sich keine Hinweise auf Gewalteinwirkung. Einen Zusammenhang mit einem seit 16 Jahren vermissten Mann aus Bocholt-Suderwick konnte ebenfalls nicht hergestellt werden, da es sich nach den rechtsmedizinischen Untersuchungen um Skelettteile eines älteren Menschen handelt und die Ablage der Skelettteile deutlich länger zurück liegt, als das Verschwinden des Vermissten.

Bekannt ist zudem, dass die betreffende Grabstelle seit mindestens 30 Jahren nicht belegt war und dass auf dem Friedhof in den 60er-Jahren Umbettungsarbeiten stattfanden, die nicht mehr nachvollzogen werden können.

Somit wurden die Ermittlungen hinsichtlich einer Straftat zunächst eingestellt.

Um letzte Gewissheit zu erlangen, wurden zwischenzeitlich in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, dem LKA und dem rechtsmedizinischen Institut Münster weitere Untersuchungen mit dem Ziel, DNA-fähiges Material aus den Skelettteilen zu gewinnen, beschlossen. Wenn DNA aus den Skelettteilen gewonnen werden kann, soll diese mit der DNA des Vermissten verglichen werden.

Die Untersuchungen im rechtsmedizinischen Institut finden im Laufe der nächsten Woche statt. Es wird nachberichtet.

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