Polizei, Kriminalität

Beim Einparken Gas- und Bremspedal verwechselt

16.03.2017 - 18:26:45

Polizeipräsidium Stuttgart / Beim Einparken Gas- und Bremspedal ...

letztlich um 5,24 Prozent auf 15,17 Euro.

Die Aktien kosteten damit erstmals seit einem Jahr wieder mehr als 15 Euro. Seit dem Mehrjahrestief im Oktober 2016 haben sie nun rund zwei Drittel an Wert gewonnen. Seinerzeit waren die Papiere wegen einiger Terroranschläge und zahlreicher Streiks bis auf rund 9,10 Euro abgesackt. Nach und nach gewann die Lufthansa das Vertrauen der Anleger unter anderem durch bessere Verkehrszahlen zurück.

POSITIVE SONDEREFFEKTE DANK LÖSUNG DER TARIFKONFLIKTE

Im Streit mit den Arbeitnehmern gab es auch große Fortschritte. Ein wichtiger positiver Sondereffekt von 652 Millionen Euro war im vergangenen Jahr etwa die Entlastung bei den Betriebsrenten der Flugbegleiter. Die Lufthansa zahlt ihren Beschäftigten nur noch Festzuschüsse zur Altersversorgung, statt wie bislang die Betriebsrenten in voller Höhe zu garantieren.

Im neuen Geschäftsjahr soll nun die zur Wochenmitte bekannt gegebene grundsätzliche Einigung mit den Piloten positiv wirken. Beide Seiten hatten bei ihrem jahrelangen Konflikt einen überraschenden Durchbruch erzielt. Das Abkommen soll 2017 einen positiven Einmaleffekt in hoher dreistelliger Millionenhöhe bringen, sagte Finanzvorstand Ulrik Svensson.

SINKENDE PENSIONSVERPFLICHTUNGEN ALS KURSTREIBER

RBC-Capital-Experte Brewer schreibt denn auch einen großen Teil der jüngsten Kursrally geringeren Pensionsverpflichtungen zu. Jede Milliarde Euro, um die diese sänken, impliziere einen zusätzlichen Wert je Aktie von 2,15 Euro.

Das sich verbessernde Umfeld für Ticketpreise, die Einigung im Tarifstreit sowie eine insgesamt bessere Stimmung legten nahe, dass sich die Lufthansa in die richtige Richtung bewege, schrieb Experte Stephen Furlong vom Analysehaus Davy Research in einer Studie. Er hob sein Kursziel um 1 auf 16 Euro an und bewertet die Aktien weiterhin positiv.

EXPERTEN BLEIBEN TEILS VORSICHTIG

Einige Experten mahnen aber zur Vorsicht. Die Lufthansa-Aktien seien auf Basis der Gewinnerwartungen deutlich höher bewertet als die Anteile der Konkurrenten Air-France KLM und IAG , erklärte Gerald Khoo vom Investmenthaus Liberum. Das sei nur schwer zu rechtfertigen. Er rechnet mit sinkenden Gewinnmargen, da der Erlös je Passagier unter Druck stehe und der Konzern gleichzeitig mit höheren Treibstoffkosten konfrontiert sei. Lufthansa-Chef Carsten Spohr führte mit Blick auf den erwarteten leichten Rückgang des operativen Ergebnisses im laufenden Jahr denn auch höhere Treibstoffkosten sowie weiter sinkende Ticketpreise als Gründe an. Analyst Khoo sieht deutliche Risiken für die Aktien. Sein Kursziel lautet 9,50 Euro.

Ein Händler äußerte sich aus fundamentaler Perspektive ebenfalls vorsichtig und verwies etwa auf sinkende Durchschnittserlöse im Zuge des Ausbaus der Lufthansa-Billigmarke Eurowings. Ob höhere Passagierzahlen dies ausgleichen könnten, sei zweifelhaft. Trotz dieser Perspektiven könnte die gute Stimmung der Anleger den Lufthansa-Kurs zumindest kurzfristig weiter nach oben treiben. Insgesamt erscheine dennoch Vorsicht geboten.

@ presseportal.de

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