Polizei, Kriminalität

170316.1 Kiel: Jeder fünfte Fahrer nicht angeschnallt

16.03.2017 - 11:46:26

Polizeidirektion Kiel / 170316.1 Kiel: Jeder fünfte Fahrer nicht ...

Kiel - Im Rahmen der europaweiten TISVerkehrskontrollen zur Überwachung der Gurtpflicht

Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzt in der kommenden Woche (vom 13. bis 19. März) einen Schwerpunkt bei der Überwachung der Gurtpflicht und der richtigen Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen.

Im Jahr 2015 war ein Fünftel der getöteten Kraftfahrzeuginsassen nicht angeschnallt. Die Gefahr schwerer oder tödlicher Verletzungen selbst bei vergleichsweise niedrigen Fahrgeschwindigkeiten steigt extrem an, wenn Fahrzeuginsassen den Sicherheitsgurt nicht anlegen. Auch weitere Sicherheitseinrichtungen wie Front-, Seiten- oder Kopfairbags können einen Sicherheitsgurt nicht ersetzen. Ganz im Gegenteil: Sie bieten ihre zusätzliche Schutzwirkung nur im Zusammenspiel mit dem richtig angelegten Sicherheitsgurt. Die Landespolizei hat im Jahr 2016 über 21.000 Fahrzeuginsassen erwischt, die nicht angeschnallt waren. Das waren fast 18 % mehr als im Jahr zuvor.

"Wir wollen die Verkehrsteilnehmer deutlich daran erinnern, wie wichtig der Sicherheitsgurt ist. Die Benutzung des Sicherheitsgurtes rettet Leben", so Torge Stelck, Pressesprecher des Landespolizeiamtes in Kiel.

Im vergangenen Jahr sind in Schleswig-Holstein insgesamt 1339 Kinder im Straßenverkehr verunglückt, das sind erfreulicherweise weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings ist festzustellen, dass der Anteil der als Mitfahrer verletzten Kinder immer mehr angestiegen ist. Kinder verunglücken als Mitfahrer etwa so oft wie als Radfahrer und fast drei Mal so häufig wie als Fußgänger. Die ordnungsgemäße Sicherung in geeigneten Rückhaltesystemen ist daher umso wichtiger, um Unfallfolgen zu mindern. Weitere Informationen - auch zu geeigneten Rückhalteeinrichtungen - bieten wir auf der Internetseite der Landespolizei www.polizei.schleswig-holstein.de in der Rubrik Verkehrssicherheit.

Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzt zur Senkung der Unfallzahlen und Reduzierung der Unfallfolgen auf fortlaufende Überwachungs- und Aufklärungsarbeit, um Risiken und Folgen des Fehlverhaltens im Straßenverkehr deutlich zu machen und repressiv gegen Verstöße vorzugehen. Die jetzt bevorstehende Überwachungswoche erfolgt im Rahmen des europaweiten TISPOL-Verbundes.

Am Ende der Aktion wird die Landespolizei über die Ergebnisse der Schwerpunktwoche berichten.

Zum Hintergrund von TISPOL: TISPOL (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind u.a. Geschwindigkeit, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und auch der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.

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