Celle (ots) -
Die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Celle für das vergangene Jahr fällt nach Ansicht des Leiters der Polizeiinspektion, PD Eckart Pfeiffer, in zweierlei Hinsicht positiv aus: Die Zahl der Straftaten in der Stadt und im Kreis ist gegenüber dem Jahr 2010 erneut gesunken - um 8,35 %. Im gleichen Zeitraum stieg die Aufklärungsquote um mehr als zwei Prozent. Diese Erfolge beruhen unter anderem auf einer erhöhten Präsenz auf der Straße, der akribischen Ermittlungsarbeit und unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Polizeichef Eckart Pfeiffer war bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik die Zufriedenheit anzumerken: Hatte die Polizeiinspektion 2010 noch 13301 Delikte registriert, waren es 2011 mit 12191 deutlich weniger. In den vergangenen Jahren gab es noch nie eine so niedrige Fallzahl. Stadt und Landkreis Celle sind nach Ansicht des Chefs der Celler Polizei sicherer geworden.
Diese erfreuliche Entwicklung lässt sich mit mehreren, seit längerer Zeit laufenden Großaktionen der Polizei und mit der starken Präsenz der Beamten auf der Straße begründen. Außerdem hat die Vernetzung mit den Kommunen und externen Behörden beim Informationsaustausch weitere Früchte getragen. Einhergehend mit der Senkung der Fallzahlen nahm die Aufklärungsquote um mehr als zwei Prozent zu. Sie kletterte von 59,60 Prozent in 2010 auf 61,98 Prozent im Jahr 2011 und liegt damit über dem Landesdurchschnitt. "Höher lag die Quote im Bereich der Polizeiinspektion Celle noch nie", stellte Pfeiffer fest. "Diese positive Entwicklung fortzusetzen, beziehungsweise beizubehalten, ist das erklärte Ziel für dieses Jahr. Gelingen soll das unter anderem durch die schon erwähnte starke Präsenz auf der Straße", kündigte Pfeiffer an.
Die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, PR'in Christine Reinert führte aus, dass sich für 2011 in nahezu allen Bereichen erfreuliche Tendenzen feststellen lassen. So ist die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100000 Einwohner) um mehr als 600 auf 6,830 gesunken - der Landesdurchschnitt liegt bei 6,970. Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle liegt nahezu unverändert bei 387 Taten, die Diebstähle unter erschwerten Umständen aus und an Kraftfahrzeugen haben sich von 409 auf 333 reduziert. Die Aufklärungsquote im Bereich der Wohnungseinbrüche hat sich dabei deutlich erhöht - 30,49 % aufgeklärte Taten schlagen hier für 2011 zu Buche, eine Steigerung um mehr als 10 Prozent. Im Bereich der schweren Diebstähle aus Kraftfahrzeugen ist die Quote nur leicht rückläufig. Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Jugendkriminalität: 1119 Straftaten registrierte die Celler Polizei in 2010. Im vergangenen Jahr waren es nur 1047. Positiv ist auch zu erwähnen, dass die Aufklärungsquote im Bereich der Straßenkriminalität um mehr als zwei Prozent gestiegen ist. Parallel dazu sanken die Fallzahlen um 262 Taten. Straßenkriminalität beschreibt die Straftaten, die auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen - einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel - begangen wurden. Rückläufig sind überdies die Fälle von Rohheitsdelikten, Straftaten wie unter anderem Raub, räuberische Erpressung und Körperverletzung: Die Zahl der Taten sank von 2033 in 2010 auf 1871 im zurück liegenden Jahr - die Aufklärungsquote in diesem Bereich konnte noch einmal verbessert werden.
Die Zahl der Fahrraddiebstähle nahm im Vergleich zum Jahr 2010 um über 100 Fälle ab - gleichzeitig konnten die Ermittler die Quote der aufgeklärten Fälle um mehr als zwei Prozent steigern. Beide Entwicklungen lassen sich auf unterschiedliche Projekte in der Polizeiinspektion, teilweise im Verbund mit Behörden von Stadt und Landkreis, und der verstärkten Präsenz auf der Straße erklären.
Von den 5036 Tatverdächtigen im vergangenen Jahr waren 602 Ausländer, 656 Jugendliche und 313 Kinder. Im Fünf-Jahres-Vergleich gibt es bei den drei genannten Gruppen keine auffälligen Ausschläge nach oben oder unten. Polizeirätin Reinert machte ferner deutlich, dass es bei den Tatverdächtigen keine Ethnie, Herkunft oder Nationalität gebe, die besonders ins Auge falle. "Es ist in Gänze unauffällig", betonte sie. Auffallend ist auch, dass die Fallzahlen im Bereich der Computerkriminalität um knapp 43 % gefallen sind, hingegen die Aufklärungsquote um knapp 20% nach oben schnellte.
Nachdenklich stimmte Polizeirätin Reinert der Umstand, dass im zurückliegenden Jahr insgesamt 43 Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt gezählt wurden, und daraus resultierend von den 116 beteiligten Beamten insgesamt 14 verletzt wurden und längerfristig dienstunfähig waren. Die Anzahl der damit oft einhergehenden Beleidigungen hat sich fast verdoppelt.
Eine positive Tendenz bei den Straftaten lässt sich auch im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg feststellen, zu der die Polizeiinspektion Celle gehört. Die Zahl der Straftaten ging hier um 3,68 Prozent von 84.187 in 2010 auf 81090 in 2011 zurück. Von den bekannt gewordenen Fällen konnten im vergangenen Jahr 49.675 aufgeklärt werden. Im Vorjahr waren es 51.379. Damit stieg die Aufklärungsquote um 0,23 Prozentpunkte auf 61,26 Prozent. Dies ist der bislang höchste Wert in der Polizeidirektion Lüneburg. "Der Norden ist sicherer geworden", bewertete Polizeipräsident Friedrich Niehörster die Zahlen und bedankte sich ausdrücklich für die gute Arbeit der Mitarbeiter der Polizeiinspektion Celle.
Originaltext: Polizeiinspektion Celle Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/pm/59457 Pressemappe via RSS : http://www.polizeipresse.de/rss/dst_59457.rss2
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Polizeiinspektion Celle Pressestelle Guido Koch Telefon: 05141/2772004 o. Mobil 0173/2021675 E-Mail: guido.koch@polizei.niedersachsen.de


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