In Frankfurt hatten Krawallmacher an der alten Brücke in der Innenstadt Feuerwerkskörper unter einem Auto entzündet und so den Wagen in Brand gesetzt. Als die Polizei anrückte, wurden die Beamte aus einer Gruppe von etwa 100 Menschen heraus mit Flaschen beworfen. Dabei wurde eine Polizistin am Knie verletzt und ein Streifenwagen stark beschädigt. Drei Menschen wurden vorläufig festgenommen.
Im Stadtteil Enkheim wurde ein Mädchen von einer U-Bahn überrollt und dabei schwer verletzt. Die 19-Jährige war offenbar betrunken und hatte sich auf die Gleise gelegt. Trotz Vollbremsung konnte der U-Bahnfahrer einen Zusammenstoß nicht verhindern. Dem Mädchen wurde das linke Bein abgetrennt. Der Fahrer erlitt einen Schock.
In der Bilanz war der Jahreswechsel für die Einsatzkräfte in Frankfurt trotzdem eine der ruhigsten Silvesternächte seit Jahren. Bis 3.00 Uhr rückte die Feuerwehr eigenen Angaben zufolge zu 31 Bränden aus. Damit halbierte sich die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem Mülltonnen, Altkleider- und Glascontainer gerieten durch verirrte Feuerwerkskörper in Brand. Auch drei Autos wurden durch Flammen zum Teil stark beschädigt.
In Rüdesheim wurde in der Nähe des Schwimmbads eine Telefonzelle gesprengt. Durch die Explosion flog das Dach weg und die Scheiben zerbrachen. Die Polizei vermutet, dass die Täter in der Telefonzelle Feuerwerkskörper gezündet hatten. In Baunatal im Kreis Kassel geriet ein Fachwerkhaus in Brand, als Ursache wird ebenfalls eine Rakete vermutet. In Rodgau-Niederroden südlich von Frankfurt flog ein Feuerwerkskörper auf den Balkon eines Hauses und setzte mehrere Gegenstände in Brand. Durch die Hitze wurde die Scheibe zur Wohnung zerstört, Ruß beschädigte die Möbel.
In der Silvesternacht wurden mehrere Menschen bei Auseinandersetzungen oder Unfällen verletzt. Einem 18-Jährigen wurde am Bahnhof in Wiesbaden eine Flasche auf den Kopf geschlagen und ein Messer in den Oberkörper gestochen. Der Ablauf der Tat lässt sich laut Polizei nicht rekonstruieren, da der junge Mann und auch sein Begleiter stark betrunken waren und keine Angaben machen können. In Groß-Gerau wurde eine junge Frau von einem Polizeiauto angefahren und schwer verletzt. Die Fußgängerin war den Angaben zufolge unvermittelt auf die Straße getreten. Ersten Ermittlungen zufolge stand sie unter Alkoholeinfluss. In Maintal wurde ein Mann von einem Taxi erfasst. Dabei zog sich der 25-Jährige lebensgefährliche Kopfverletzungen zu.
(Quellen: Polizei in Mitteilungen und auf Anfrage)
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