Feuerwerkskörper der Klasse IV dürften nur von ausgebildeten Feuerwerkern gezündet werden. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu dem Verkäufer machen können.
Der Mann soll in den Tagen vor Silvester Kunden eines Baumarktes im Stadtteil Rahlstedt angesprochen und ihnen das professionelle Feuerwerk angeboten haben, hieß es weiter. Er soll die Ware aus einem geparkten Pkw heraus verkauft haben. Sobald die Kunden Zweifel äußerten, ob die Feuerwerkskörper erlaubt oder gefährlich seien, habe der Mann angegeben, dass es sich um zugelassene Pyrotechnik handele und in der Schweiz für jedermann legal zu erwerben sei.
In der Neujahrsnacht zog sich eine 25-jährige Frau in Rahlstedt schwerste Verletzungen zu. Ermittlungen ergaben, dass bei einer Silvesterfeier ein sogenanntes Römisches Licht der Klasse IV unzureichend an einem Gartenzaun angebracht worden war. Ein ausgestoßenes Effektprojektil zertrümmerte den linken Unterschenkel der jungen Frau. Nach Polizeiangaben wird die Frau noch immer in einem Krankenhaus behandelt.
Im Stadtteil St. Pauli erlitt ein 38-Jähriger durch das Abbrennen von Pyrotechnik lebensgefährliche Kopfverletzungen. Er zündete eine sogenannte Kugelbombe in einem Startrohr und wurde dadurch am Kopf verletzt. Der Mann schwebt in Lebensgefahr. In mindestens einem der beiden Fälle wurden die Feuerwerkskörper auf dem Parkplatz des Baumarktes gekauft.
Hamburg (ddp-nrd)


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