Polizei Münster / POL-MS: Positive Bilanz des 24-Stunden-Blitz-Marathons ...: POL-MS: Positive Bilanz des 24-Stunden-Blitz-Marathons im Münsterland
Vergrößern Polizei Münster / POL-MS: Positive Bilanz des 24-Stunden-Blitz-Marathons ... | Bild: © ad-hoc-news

Münster (ots) - Nach 24 Stunden "Blitz-Marathon" zwischen Freitag (10.02.), 06.00 Uhr und Samstag (11.02.)06.00 Uhr, zieht die Polizei Münster eindeutig eine positive Bilanz. Polizei und Ordnungsamt der Stadt Münster kontrollierte an 45 Mess- und Kontrollstellen die Fahrgeschwindigkeit von insgesamt 21.248 Fahrzeugen. Dabei stellten die Beamten zunächst bei Sonnenschein, dann in zumeist sternenklarer Nacht und in beiden Fällen bei klirrender Kälte 331 Geschwindigkeitsverstöße fest. Neun Verkehrssünder waren derart schnell, dass sie mit der Verhängung von Fahrverboten rechnen müssen. Bereits auf ihrer Fahrt zum Dienst hatten einige der später eingesetzten Polizeibeamten bemerkt, dass die Verkehrsteilnehmer ruhiger und damit disziplinierter unterwegs waren - auch ohne einer unmittelbaren Verkehrskontrolle ausgesetzt zu sein. "Dass die Menschen heute langsamer und disziplinierter gefahren sind, ist bereits ein Erfolg für sich. Auch die zumeist positiven Rückmeldungen kontrollierter Verkehrsteilnehmer haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", beschreibt Polizeidirektor Werner Schümchen seine Eindrücke. "95 % aller Unfälle gehen auf zum Teil bewusstes menschliches Fehlverhalten zurück und sind somit auch vermeidbar", erklärt er weiter; "die landesweite Aktion Brems Dich - rette Leben soll dem Verkehrsteilnehmer ins Bewusstsein rufen, dass seine gefahrene Geschwindigkeit einen entscheidenden Einfluss auf die Folgen eines Verkehrsunfalls hat. Das ist offenbar gelungen!" Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung hatte ein städtisches Messfahrzeug mit 89 km/h gemessen, die Polizei hatte 86 km/h für einen Pkw-Fahrer auf der Warendorfer Straße in Höhe des Kanals ermittelt. An beiden Stellen sind 50 km/h erlaubt.

Auch im Regierungsbezirk Münster zieht man eine positive Bilanz. Gelsenkirchen, Recklinghausen, Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf berichten von überwiegend disziplinierten Fahrzeugführern. Rund 25600 Geschwindigkeitsmessungen wurden insgesamt durchgeführt und mehr als 1300 Geschwindigkeitsverstöße wurden festgestellt. Doch Ausnahmen gibt es immer wieder. So wurde zum Beispiel in Gelsenkirchen ein Schulbus ohne Passagiere mit 50 km/h in einer 30-er Zone geblitzt und zwei Taxifahrer überschritten das Tempolimit mit gemessenen 102 km/ h bei erlaubten 50 km/h nur allzu deutlich. Auch Steinfurt meldet zwei "Spitzenreiter" im negativen Sinne. Zwei Fahrer, die mit 138 km/h außerhalb und 87 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften gemessen wurden.

Geschwindigkeitskontrollen werden auch inZukunft verstärkt durchgeführt. Zu schnelles Fahren ist Killer Nr. 1, ganz unabhängig von von der Frage, wer den Unfall verursacht hat. Jedem Verkehrsteilnehmer muss klar sein, dass sein eigenes Verhalten konkreten Einfluss auf die erschreckende Statistik hat. Weniger Opfer sind unser Erfolg und nicht die Anzahl der Knöllchen.

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