Prozesse, Unfälle

Zwei Menschen starben, als ein Auto im Sommer 2015 in eine Eisdiele raste.

08.03.2017 - 08:44:06

Zwei Opfer in Bremervörde - Urteil im Prozess um tödlichen Eisdielen-Unfall erwartet. Nun wird das Urteil gegen die Fahrerin erwartet.

  • Eisdielen-Unfall - Foto: Christof Dathe

    Das Unglücksfahrzeug steht nach dem Unfall fast vollständig in einer Eisdiele. Foto: Christof Dathe

  • Unfallort - Foto: Trauerkerzen an der Eingangstür zu einer Eisdiele in Bremervörde, in die ein Auto gerast war. Foto: Ingo Wagner

    Trauerkerzen an der Eingangstür zu einer Eisdiele in Bremervörde, in die ein Auto gerast war. Foto: Ingo Wagner

  • Gaffer behindern Retter - Foto: Gaffer behindern in Bremervörde nach dem tödlichen Unfall die Arbeit der Rettungskräfte, es kommt zu Handgreiflichkeiten. Foto: Theo Bick

    Gaffer behindern in Bremervörde nach dem tödlichen Unfall die Arbeit der Rettungskräfte, es kommt zu Handgreiflichkeiten. Foto: Theo Bick

Eisdielen-Unfall - Foto: Christof DatheUnfallort - Foto: Trauerkerzen an der Eingangstür zu einer Eisdiele in Bremervörde, in die ein Auto gerast war. Foto: Ingo WagnerGaffer behindern Retter - Foto: Gaffer behindern in Bremervörde nach dem tödlichen Unfall die Arbeit der Rettungskräfte, es kommt zu Handgreiflichkeiten. Foto: Theo Bick

Bremervörde - Im Prozess um den tödlichen Eisdielen-Unfall im niedersächsischen Bremervörde werden heute Plädoyers und womöglich auch ein Urteil erwartet.

Die angeklagte 61 Jahre alte Frau war im Juli 2015 mit ihrem Auto in ein Eiscafé in Bremervörde gerast. Bei dem Unfall starben ein 2-jähriger Junge und ein 65 Jahre alter Mann. Neun Menschen wurden teils schwer verletzt, darunter die Fahrerin.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte einen epileptischen Anfall erlitt und deshalb die Kontrolle über ihren Wagen verlor. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung, die Frau soll vergessen haben, die Medikamente gegen ihre Erkrankung zu nehmen.

Laut Anklageschrift hätte die 61-Jährige wissen müssen, dass sie nicht fahrtüchtig war. Die Frau selbst wies dies vor Gericht zurück. Ärztliche Hinweise, dass sie nicht mehr in der Lage sei, Auto zu fahren, seien ihr nicht bekannt gewesen, sagte sie zum Prozessauftakt.

Schwere gesundheitliche Probleme hat die Frau nach Angaben von Medizinern schon lange. Vor Gericht bestätigten Ärzte, dass sie jahrelang wegen Epilepsie behandelt wurde. Der Hausarzt der Frau berichtete, dass mit Antiepileptika-Medikamenten Alkoholentzugskrämpfen vorgebeugt werden sollte.

Vor Gericht hatte die Frau den Hinterbliebenen der Opfer ihr Beileid ausgesprochen. Es tue ihr entsetzlich leid, sagte sie am ersten Verhandlungstag Ende Januar.

Unabhängig davon standen am Dienstag in Bremervörde drei Brüder vor Gericht, die nach dem Unfall an der Eisdiele die Arbeit der Einsatzkräfte massiv behindert haben sollen. Die Männer müssen sich unter anderem wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollzugsbeamte verantworten. Das Amtsgericht unterbrach den Prozess allerdings - es solle erst der Ausgang der anderen Verhandlung gegen die Fahrerin abgewartet werden.

@ dpa.de

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