Unwetter, Notfälle

Wie ein «Rasenmäher vom Himmel» sei der Hurrikan gewesen, als er durch die Karibik zog.

08.09.2017 - 16:02:06

Verheerender Tropensturm - «Irma» verwüstet Karibikinseln - Florida wappnet sich. Nun nimmt der Rekordsturm Kurs auf Florida. Es droht eine Katastrophe.

  • Hurrikan «Irma» - Foto: Carlos Giusti

    Auf der Insel Culebra, Puerto Rico, hat «Irma» schwere Schäden verursacht. Foto: Carlos Giusti

  • Hurrikan Irma - Foto: Jonathan Falwell/AP

    Schäden durch Hurrikan «Irma» auf der Karibik-Insel St. Martin. Foto: Jonathan Falwell/AP

  • St. Thomas - Foto: Ian Brown

    Zerstörte Boote auf der zu den amerikanischen Jungferninseln gehörenden Insel Saint Thomas. Foto: Ian Brown

  • Zerstörte Häuser - Foto: Ian Brown

    Vom Hurrikan zerstörte Häuser auf der Insel Saint Thomas. Foto: Ian Brown

  • Schräglage - Foto: Carlos Giusti

    Ein von Hurrikan «Irma» schwer beschädigtes Haus in Puerto Rico. Foto: Carlos Giusti

Hurrikan «Irma» - Foto: Carlos GiustiHurrikan Irma - Foto: Jonathan Falwell/APSt. Thomas - Foto: Ian BrownZerstörte Häuser - Foto: Ian BrownSchräglage - Foto: Carlos Giusti

Sint-Maarten/Miami - Nach seinem verheerenden Zug über die Karibik nimmt Hurrikan «Irma» Kurs auf Florida und droht Zerstörungen historischen Ausmaßes anzurichten. «Die Frage ist nicht mehr, ob Florida getroffen wird, sondern wie hart», hieß es vom US-Katastrophenschutz.

Millionen Menschen wappneten sich für «Irmas» Eintreffen am späten Samstag oder Sonntag. Es ist einer der stärksten jemals gemessenen Stürme im Atlantik. Dass er von Kategorie 5 auf 4 heruntergestuft wurde, macht ihn kein bisschen weniger gefährlich.

In der Nacht zum Freitag kostete der Hurrikan in der Karibik mindestens 17 Menschen das Leben. Reisende, auch aus Deutschland, wurden zu besonderer Vorsicht aufgerufen. «Es ist, als wäre jemand mit einem Rasenmäher vom Himmel über die Insel gegangen», sagte eine Augenzeugin auf dem niederländischen Inselteil Sint Maarten dem Rundfunk NOS.

«Irma» verursachte nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Karibik Schäden von rund 10 Milliarden Dollar. «Gemessen an der Schadenssumme war dies der schlimmste Sturm in der Karibik aller Zeiten», sagte James Daniell vom «Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology» (CEDIM) am Freitag in Karlsruhe. Besonders schwer getroffen seien die Überseegebiete Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande.

Die Schneise der Verwüstung - Insel für Insel, und ein Ausblick auf Florida:

SINT MAARTEN und SAINT-MARTIN: Die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Insel wurde schwer getroffen. Der französische Teil sei «zu 95 Prozent zerstört», zitierte der «Guardian» einen örtlichen Beamten. Es gebe keinen Strom, ein Großteil der Straßen sei unpassierbar. Der französische Innenminister Gérard Collomb bezifferte die Zahl der Toten dort und in den anderen französischen Überseegebieten auf acht. 23 Menschen seien verletzt worden. Bereits zuvor war je ein Mensch auf Anguilla (Großbritannien) und Barbuda gestorben. Außerdem gab es Berichte über Plünderungen.

PUERTO RICO: Auf der zu den USA gehörenden Insel Puerto Rico und den amerikanischen Jungferninseln starben insgesamt sieben Menschen. Bis zu neun Meter hohe Wellen schlugen über die Insel. Mehr als eine Million Menschen seien ohne Strom. Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten weiter steigt, da hinter «Irma» bereits der nächste Hurrikan «José» heranzieht.

DOMINIKANISCHE REPUBLIK und HAITI: An der Insel Hispaniola, die zur Hälfte aus Haiti und zur anderen aus der Dominikanischen Republik besteht, zog «Irma» nördlich vorbei. In Haiti verursachte der Hurrikan weniger Schäden als befürchtet. «Hätte «Irma» einen südlicheren Weg eingeschlagen, wäre es zur Katastrophe gekommen», sagte Martin van de Locht, Leiter der Internationalen Programme von World Vision. Die Menschen auf Haiti leiden noch immer unter den Auswirkungen des Erdbebens von 2010 und des Hurrikans «Matthew» im vergangenen Jahr.

BAHAMAS: Über die südlichen Ausläufer der Inselgruppe zog der Hurrikan am frühen Freitagmorgen (Ortszeit), wie das nationale US-Hurrikan-Warnzentrum in Miami mitteilte. Dabei schwächte er sich von einem Hurrikan der höchsten Warnstufe fünf auf Stufe vier ab. «Irma» bleibe aber ein «extrem gefährlicher Stufe-vier-Hurrikan», schrieben die Meteorologen. Der Premierminister der Bahamas, Hubert Minnis, sagte dem «Guardian», die Regierung habe sechs Inseln im Süden der Inselgruppe komplett geräumt. Es sei die größte Evakuierung in der Geschichte der Bahamas gewesen.

KUBA: Bis Samstag (Ortszeit) soll das Zentrum von «Irma» nun über das Meer an der Nordküste Kubas entlangwandern. An der bei Touristen beliebten Küste werden Gäste in Sicherheit gebracht, Anwohner des Gebiets wurden aufgerufen, ins Innere der Insel zu ziehen.

US-FESTLAND: Am Wochenende soll der Sturm auf Florida treffen. Das Zentrum soll am Sonntagmorgen (Ortszeit) die Inselgruppe der Florida Keys auf Höhe von Marathon und die Südküste des US-Bundesstaats erreichen. Erste Ausläufer könnten den Staat, für den der Notstand gilt, schon am Samstag gegen 8.00 Uhr (14.00 Uhr MESZ) erreichen. Für die gesamte Südküste Floridas, vom Atlantik bis in den Golf von Mexiko, gilt eine Warnung vor bis zu drei Meter hohen Wellen. Hunderttausende Menschen an der Atlantikküste müssen ihre Häuser verlassen. Der Bürgermeister von Miami Beach, Philip Levine, sagte CNN, er sei zutiefst besorgt. Auch Donald Trumps «Winter White House» Mar-a-Lago muss geräumt werden.

WEITERER VERLAUF: Am Freitag hatte «Irma» laut US-Meteorologen die Größe von Texas. Letzten Vorhersagen zufolge zieht der Sturm mit dieser gewaltigen Ausdehnung über die gesamte Breite der Halbinsel Florida über Orlando hinweg hoch ins Landesinnere. Modelle des Hurrikanzentrums sehen «Irmas» Zug bis hinauf nach Atlanta reichen. In seiner Folge werden Überflutungen auch an den Küsten Georgias sowie South und North Carolinas erwartet. Warnungen gelten auch für Küstenstädte wie Savannah und Charleston.

US-Präsident Donald Trump twitterte: «Irma hat epische Ausmaße, vielleicht größer als wir es jemals gesehen haben. Passen Sie auf sich auf und gehen sie ihm aus dem Weg, wenn möglich.»

Die fünf noch lebenden ehemaligen Präsidenten der USA riefen ihre Mitbürger in einem gemeinsamen Video zu Spenden für Hurrikan-Opfer auf. «Hurrikan Harvey hat schreckliche Verwüstung gebracht, aber auch das Beste aus den Menschen herausgeholt», sagt darin etwa Bill Clinton, der von 1993 bis 2001 Präsident war.

In dem Video werben auch Barack Obama, Jimmy Carter, George W. Bush sowie dessen Vater George H. W. Bush für die «One America Appeal»-Spendenaktion. Sie soll Opfern von Hurrikan «Harvey» und Opfern von Hurrikan «Irma», der sich aktuell auf die USA zubewegt, zugute kommen. Das Video veröffentlichte unter anderem Obama auf Twitter.

@ dpa.de

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