Konflikte, USA

Washington - Die Vereinigten Arabischen Emirate stecken nach einem Bericht der «Washington Post» hinter dem Cyberangriff auf Katar, der maßgeblich zur diplomatischen Krise unter den Golfstaaten beigetragen hat.

17.07.2017 - 07:52:06

Bericht - Emirate für Hackerangriff auf Katar verantwortlich

Die Zeitung berief sich dabei am Sonntag (Ortszeit) auf US-Geheimdienstkreise. In der vergangenen Woche hätten die Geheimdienste bestätigt, dass hochrangige Regierungsmitglieder der Vereinigten Arabischen Emirate am 23. Mai den Plan und seine Umsetzung diskutiert hätten. Es bleibe jedoch unklar, ob die Emirate den Hackerangriff auf die Seite der katarischen Regierung selbst ausgeführt hätten oder ihn in Auftrag gegeben hätten.

Die Botschaft der Emirate in den USA wies den Bericht der «Washington Post» auf Twitter umgehend als falsch zurück. Das Land spiele bei dem in dem Artikel beschriebenen mutmaßlichen Hackerangriff keine Rolle. Wahr sei vielmehr, dass Katar Extremisten von den Taliban bis hin zur Hams finanziere und unterstütze.

In der mutmaßlichen Falschmeldung im Mai hatte es geheißen, das Staatsoberhaupt von Katar, Emir Tamim bin Hamad Al-Thani, habe den Iran als islamische Macht bezeichnet und die Hamas gelobt. Das hatte den diplomatischen Bruch befeuert. Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten hatten vor rund fünf Wochen alle Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Blockade über das Land verhängt. Sie werfen dem Emirat die Unterstützung von Terrorgruppen und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran vor.

Anfang Juni hatte der Sender CNN allerdings berichtet, russische Hacker hätten möglicherweise die staatliche Nachrichtenagentur von Katar gehackt und mit einer Falschmeldung zur diplomatischen Krise unter den Golfstaaten beigetragen. Das Ziel Russlands sei es offensichtlich, einen Keil zwischen die USA und ihre Verbündeten zu treiben.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Macron telefoniert mit Trump und Saudi-Kronprinz. Er habe mit US-Präsident Donald Trump, dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi telefoniert, teilte der Élyséepalast mit. Es sei Macron um Mittel gegangen, die Region zu stabilisieren. Die überraschende Rücktrittsankündigung Hariris von Saudi-Arabien aus hatte den Libanon in eine innenpolitische Krise gestürzt. Paris - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach der Ankunft des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri in Frankreich seine diplomatischen Bemühungen zur Lage im Mittleren Osten fortgesetzt. (Politik, 19.11.2017 - 01:22) weiterlesen...

USA wollen PLO-Büro in Washington schließen. Chefunterhändler Saeb Erekat bestätigte den Eingang eines Briefes, nach dem sich das Ministerium außerstande sehe, den weiteren Betrieb des Büros zu genehmigen. Hintergrund ist das Bestreben der Palästinenser, Israel unter anderem wegen der jüdischen Siedlungen vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen. Erekat machte israelischen Druck für die Washingtoner Entscheidung verantwortlich. Washington - Mit Empörung haben Palästinenser-Vertreter auf eine Ankündigung des US-Außenministeriums reagiert, das Büro der Palästinensischen Befreiungsorganisation in Washington schließen zu lassen. (Politik, 18.11.2017 - 22:44) weiterlesen...

UN-Sicherheitsrat zu Syrien - Russland hält an Veto gegen Chemiewaffen-Ermittlungen fest. Im Westen sorgt dies für Unmut. Weiteres Veto im Sicherheitsrat zur Untersuchung zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien: Der einzige Weg aus der Sackgasse führt - aus russischer Sicht - über Moskaus eigenen Resolutionsentwurf. (Politik, 18.11.2017 - 12:46) weiterlesen...

Sicherheitsrat: Russland lehnt US-Resolution zu Syrien ab. Das Land stimmte gestern im UN-Sicherheitsrat in New York gegen eine von den USA eingebrachte Resolution, die das um Mitternacht auslaufende Mandat des sogenannten Joint Investigative Mechanism (JIM) verlängern sollte. Es war im Zusammenhang mit dem Syrien-Konflikt bereits das zehnte Sicherheitsrats-Veto Russlands, das als ständiges Mitglied mit einer Gegenstimme jede Resolution zu Fall bringen kann. New York - Russland hat eine Verlängerung der Untersuchungen zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien vorerst per Veto verhindert. (Politik, 17.11.2017 - 17:04) weiterlesen...

Konflikt im Sicherheitsrat - Russland lehnt US-Resolution zu Syrien ab. Aber der Rat kann sich nicht auf eine Verlängerung einigen, Russland legt Veto ein. Neuer Showdown im Sicherheitsrat: Das Mandat des Teams, das Chemiewaffen-Vorwürfe im Syrien-Konflikt untersucht, läuft aus. (Politik, 17.11.2017 - 07:13) weiterlesen...

Konflikt im Sicherheitsrat: Russland lehnt US-Resolution zu Syrien ab. Das Gremium wollte in New York über die Verlängerung der Untersuchungen zum Einsatz von Chemiewaffen abstimmen. Die USA hätten die Abstimmung über die Verlängerung des Mandat für den sogenannten Joint Investigative Mechanism, das um Mitternacht ausläuft, beantragt, teilte US-Botschafterin Nikki Haley mit. Russlands Außenminister Sergej Lawrow lehnte den Resolutionsentwurf der USA jedoch bereits im Vorfeld ab und warb für ein eigenes Moskauer Papier. Moskau - Im UN-Sicherheitsrat zeichnen sich erneut offene Unstimmigkeiten über das Vorgehen im Syrien-Konflikt ab. (Politik, 16.11.2017 - 20:58) weiterlesen...