Konflikte, Finanzen

Warum zieht Nicolás Maduro so die Zügel an in Venezuela? Viel hat es wohl auch mit der immer näher rückenden Pleite und einer humanitären Katastrophe zu tun.

11.08.2017 - 15:30:06

Kartenhaus von Caracas - Staatspleite droht: Venezuela kämpft gegen den Ruin. Finanzexperten rechnen mit dem Schlimmsten.

  • Nicolás Maduro - Foto: Ariana Cubillos

    Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, spricht im Parlamentsgebaüde in Caracas bei einer Sitzung der Verfassungsversammlung. Foto: Ariana Cubillos

  • Germán García-Velutini - Foto: Georg Ismar/Archiv

    Der Chef der Banco Venezolano de Credito, Germán García-Velutini in seinem Büro in Caracas. Das von einer dramatischen Krise erschütterte Venezuela steht womöglich am Rande einer Staatspleite. Foto: Georg Ismar/Archiv

  • Nicolas Maduro - Foto: Ariana Cubillos

    Der venezolanische Präsident, Nicolas Maduro, spricht im Parlamentsgebäude in Caracas. Foto: Ariana Cubillos

  • Krise in Venezuela - Foto: Ariana Cubillos

    Der venezolanische Präsident, Nicolas Maduro (M), seine Frau Cilia Flores (l) und die Präsidentin der Verfassungsversammlung Delcy Rodriguez (r) kommen in Caracas zu einer Sitzung der Versammlung im Parlamentsgebäude. Foto: Ariana Cubillos

Nicolás Maduro - Foto: Ariana CubillosGermán García-Velutini - Foto: Georg Ismar/ArchivNicolas Maduro - Foto: Ariana CubillosKrise in Venezuela - Foto: Ariana Cubillos

Caracas - Das krisengeschüttelte Venezuela kämpft gegen die Staatspleite. Die nächsten Wochen seien entscheidend, vor allem im Oktober und November, sagte der Präsident der venezolanischen Kreditbank, Germán García-Velutini, der Deutschen Presse-Agentur.

«Dann sind jeden Monat rund zwei Milliarden Dollar zurückzuzahlen.» Es werde immer schwieriger, noch genug Finanzmittel aufzutreiben.

Venezuela hat schon große Mengen der Goldreserven und Anteile an Ölfeldern verkauft, um Schulden noch bedienen zu können. Seit Monaten schon kämpft die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro gegen den Ruin.

Angesichts der monatelangen Unruhen und des weiterhin niedrigen Ölpreises sei die Lage nun besonders kritisch, sagen Experten. Die Konsequenzen könnten verheerend sein und die Bevölkerung vollends ins Elend stürzen.

Durch die Entmachtung des von der Opposition dominierten Parlaments und die Installierung einer linientreuen «Volksversammlung» hat Maduro mehr Spielraum; das Parlament hatte zum Beispiel die Goldverkäufe heftig bekämpft.

Nach Einschätzung der Opposition ist der Mangel an Lebensmitteln und Medizin auch deshalb so groß, weil die hohen Schulden bedient werden müssen. Viele Sozialisten sollen zudem selbst Anleihen des Ölkonzerns PDVSA besitzen und würden bei einer Pleite viel Geld verlieren.

Der frühere Planungsminister Ricardo Hausmann schrieb in einem Beitrag für das «Project Syndicate», das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei seit 2013 pro Kopf um rund 40 Prozent gesunken. «Die Wirtschaftskatastrophe in Venezuela ist schlimmer als jede andere in der Geschichte der USA, Westeuropas oder des übrigen Lateinamerikas», betonte Hausmann. Durch die Inflation, die höchste weltweit, seien viele Bürger in die Armut abgestürzt. Laut einer Studie hätten fast 75 Prozent der Venezolaner seit 2014 deutlich an Gewicht verloren.

@ dpa.de

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