Unwetter, Verkehr

Tief «Xavier» tötet im Nordosten Deutschlands zwei Menschen.

05.10.2017 - 17:54:06

Bahn im Norden lahmgelegt - Zwei Todesopfer durch Sturmtief «Xavier» in Hamburg. Der Zugverkehr kommt vielerorts zum Erliegen. Flüge fallen aus. Die Hamburger Feuerwehr fordert die Bürger auf, nicht vor die Tür zu gehen.

  • Regen und Wind an der Ostsee - Foto: Bernd Wüstneck

    Spaziergänger vor der Kulisse der aufgepeitschten Ostsee in Rerik in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck

  • Sturmtief Xavier - Foto: Julian Stratenschulte

    Sturmböen in Hameln (Niedersachsen): Der gesamte Norden ist von Sturmtief Xavier betroffen. Foto: Julian Stratenschulte

  • Regenwetter in Hamburg - Foto: Bei trübem Regenwetter macht ein Matrose im Hafen in Hamburg die Leinen los. Foto: Ulrich Perrey

    Bei trübem Regenwetter macht ein Matrose im Hafen in Hamburg die Leinen los. Foto: Ulrich Perrey

  • Anflug im Sturm - Foto: Julian Stratenschulte

    Anflug im Sturm: Eine Lufthansa-Maschine landet in Schräglage auf dem Flughafen Hannover. Foto: Julian Stratenschulte

  • Lahmgelegt - Foto: Silas Stein

    Lahmgelegt: Eine Anzeigetafel zeigt im Hauptbahnhof von Hannover Verspätungen an. Foto: Silas Stein

  • Unfall bei Hannover - Foto: Unfall auf dem Messeschnellweg bei Hannover: Ein Baum war auf die Fahrbahn gekippt. Foto: Silas Stein

    Unfall auf dem Messeschnellweg bei Hannover: Ein Baum war auf die Fahrbahn gekippt. Foto: Silas Stein

  • Weltuntergangsstimmung - Foto: Weltuntergangsstimmung: Regen prasselt auf die Windschutzscheibe eines Autos in der Nähe von Paderborn. Foto: Friso Gentsch

    Weltuntergangsstimmung: Regen prasselt auf die Windschutzscheibe eines Autos in der Nähe von Paderborn. Foto: Friso Gentsch

  • Warten - Foto: Maurizio Gambarini

    Warteschlange im Berliner Hauptbahnhof: Wegen des Sturms musste die Bahn viele Verbindungen streichen. Foto: Maurizio Gambarini

  • Sturmtief Xavier - Foto: Ralf Hirschberger

    Mit voller Wucht: In Kleinmachnow (Brandenburg) wehte das Sturmtief ein etwa 250 Kilo schweres Motorrad um. Foto: Ralf Hirschberger

  • Sturmtief Xavier - Foto: Florian Büh

    In diesem Auto wurde eine Hamburger Autofahrerin von einem Baum erschlagen. Foto: Florian Büh

Regen und Wind an der Ostsee - Foto: Bernd WüstneckSturmtief Xavier - Foto: Julian StratenschulteRegenwetter in Hamburg - Foto: Bei trübem Regenwetter macht ein Matrose im Hafen in Hamburg die Leinen los. Foto: Ulrich PerreyAnflug im Sturm - Foto: Julian StratenschulteLahmgelegt - Foto: Silas SteinUnfall bei Hannover - Foto: Unfall auf dem Messeschnellweg bei Hannover: Ein Baum war auf die Fahrbahn gekippt. Foto: Silas SteinWeltuntergangsstimmung - Foto: Weltuntergangsstimmung: Regen prasselt auf die Windschutzscheibe eines Autos in der Nähe von Paderborn. Foto: Friso GentschWarten - Foto: Maurizio GambariniSturmtief Xavier - Foto: Ralf HirschbergerSturmtief Xavier - Foto: Florian Büh

Berlin - Sturmtief «Xavier» ist über Deutschland gefegt und zwei Menschen getötet. In Hamburg sei ein Baum auf das Auto des Opfers gefallen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch ein LKW-Fahrer sei an der B 191 in Neu-Karstädt in Mecklenburg-Vorpommern von einem Baum erschlagen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Der Bahnverkehr wurde auf vielen Strecken komplett lahmgelegt. Betroffen war vor allem der Norden. Auch auf den Fernverkehrsstrecken Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg rollten zunächst keine Züge mehr. Das teilte ein Bahnsprecher mit. Man wolle so vermeiden, dass Züge auf offener Strecke liegenbleiben.

Die Berliner Feuerwehr rief am Nachmittag den Ausnahmezustand aus. Innerhalb einer halben Stunde seien rund 50 Notrufe eingegangen, teilte die Behörde mit. Nun werde kategorisiert, welche der eingegangenen Notrufe zuerst bearbeitet werden. Dabei gelte Menschenleben vor Sachschäden. «Wenn ein Mensch von einem Baum getroffen wird, muss eine Straßenblockierung durch einen abgefallenen Ast erstmal warten.»

Die Hamburger Feuerwehr forderte die Bevölkerung auf, wegen des Sturms nicht vor die Tür zu gehen. Neben der Frau, die starb, seien mindestens zehn weitere Menschen bei dem Unwetter verletzt worden. In Hamburg habe die Feuerwehr binnen zweier Stunden über 600 sturmbedingte Einsätze gehabt.

Auch in Hannover rückten die Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume und abgerissener Dachverkleidungen aus. Ein Ast durchschlug die Windschutzscheibe eines fahrenden Autos. Bei Holzminden (Niedersachsen) wurde eine Kreisstraße von einem umgestürzten Baum blockiert, außerdem stürzte ein Baum auf drei Autos - verletzt wurde jedoch niemand. In Werlte bei Osnabrück krachte ein Autofahrer in einen umgestürzten Baum.

«Warnung für Hamburg. Halten Sie sich aktuell nicht im Freien auf, bleiben Sie im geschützten Bereich», twitterte die Feuerwehr des Stadtstaates. Ein Sprecher sagte, die Feuerwehr der Hansestadt sei wegen mehrerer eingeklemmter Personen und umgestürzter Bäume zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Es liefen Dutzende Notrufe ein.

Das Sturmtief brachte den Bahnverkehr in ganz Norddeutschland zum Erliegen. Die Bahn stellte den Zugbetrieb in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen und auch den S-Bahnverkehr in Hamburg bis auf weiteres ein. Ursache waren auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume. Auch Teile von Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern waren von Zugausfällen tangiert.

Auch die Hamburger U-Bahn war nach Angaben der Hochbahn betroffen. Aus Sicherheitsgründen gelte auf allen oberirdischen Strecken ein Tempolimit von 40 km/h, twitterte die Hochbahn.

Flugreisende mussten ebenfalls Einschränkungen hinnehmen. Wegen des heftigen Sturms im Norden mussten etliche Verbindungen ausfallen. Der Flughafen Bremen meldete drei gestrichene Flüge von und nach Amsterdam sowie eine abgesagte Maschine aus Istanbul. Auch in Hannover fielen Verbindungen mit der niederländischen Hauptstadt sowie nach Istanbul aus. In Hamburg fuhr die S-Bahn nicht mehr zum Airport. Auch wurde mit Verspätungen bei den Flügen gerechnet.

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin blieb wegen der Unwetterwarnung erstmals in diesem Jahr komplett geschlossen. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor orkanartigen Böen gewarnt.

@ dpa.de

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