Deutschland

Sonne satt und tropische Temperaturen - Sommerwetter lockt an die Badeseen.

29.05.2017 - 21:04:05

Gewitter erwartet - Schwitzen zum Wochenstart: Hitzerekord des Jahres gebrochen. Doch nicht alle freut's. Die Waldbrandgefahr ist hoch und die Ozonwerte steigen. Schon sind die ersten Gewitter im Anmarsch.

  • Morgensonne - Foto: Peter Steffen

    So warm ist es im Mai selten. Foto: Peter Steffen

  • Waldbrand - Foto: Eine Mitarbeiterin der «Stiftung Naturlandschaften Brandenburg» beobachtet einen Waldbrand im Gebiet der Lieberoser Heide. Foto: Patrick Pleul

    Eine Mitarbeiterin der «Stiftung Naturlandschaften Brandenburg» beobachtet einen Waldbrand im Gebiet der Lieberoser Heide. Foto: Patrick Pleul

  • Hitze in Köln - Foto: Oliver Berg

    Eine Radfahrerin fährt im Schatten einer Baumallee am Rheinufer in Köln entlang. Foto: Oliver Berg

  • Badeschiff - Foto: Paul Zinken

    Zahlreiche Besucher genießen in Berlin das sonnige warme Wetter auf dem Badeschiff auf der Spree. Foto: Paul Zinken

  • Abkühlung am Springbrunnen - Foto: Roland Weihrauch

    Abkühlung an einem Springbrunnen in Duisburg. Foto: Roland Weihrauch

  • Hundebad - Foto: Martin Gerten

    Hundebad im Neckereibrunnen an der Königsallee in Düsseldorf. Foto: Martin Gerten

Morgensonne - Foto: Peter SteffenWaldbrand - Foto: Eine Mitarbeiterin der «Stiftung Naturlandschaften Brandenburg» beobachtet einen Waldbrand im Gebiet der Lieberoser Heide. Foto: Patrick PleulHitze in Köln - Foto: Oliver BergBadeschiff - Foto: Paul ZinkenAbkühlung am Springbrunnen - Foto: Roland WeihrauchHundebad - Foto: Martin Gerten

Offenbach - Nach der Hitze drohen Blitz und Donner: In einigen Teilen Deutschlands sollen Gewitter für leichte Abkühlung sorgen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) breitet sich schwülwarme Luft über den Südwesten und die Landesmitte aus, die mitunter auch Hagel und Starkregen bringen könne.

Über dem Schwarzwald bildeten sich bereits heute teils kräftige Gewitter. In Koblenz wurde unterdessen der Hitzerekord dieses Jahres nach nur einem Tag gebrochen - dort meldete der DWD 34,6 Grad. Auf Platz zwei und drei kamen am Montag Stationen in Köln: Am Flughafen Köln-Bonn wurde es 34,4 Grad heiß, an der Station Köln-Stammheim 34,3 Grad. Der Deutschland-Höchstwert für den Monat Mai blieb aber unerreicht: Im Jahr 1892 wurde in Jena der Mai-Spitzenwert von 36,1 Grad gemessen.

«Dass es so verbreitet und über mehrere Tage so heiß ist, das ist schon ungewöhnlich», sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Die 35-Grad-Marke wurde allerdings nicht wie erwartet geknackt. Für Dienstag wurden erneut verbreitet Werte über 30 Grad erwartet.

Der DWD warnte zudem vor sehr hoher UV-Strahlung. In vielen Gebieten vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands wurde am Montag nach dem DWD-Gefahrenindex die gesundheitliche Gefährdung durch ultraviolette Strahlung als «sehr hoch» eingestuft. Fast überall mit Ausnahme der Küstenregionen ist sie hoch. Kopfbedeckung, langärmlige Kleidung oder Sonnencreme seien daher im Freien notwendig, betonte Gudrun Loschewski vom DWD-Zentrum für Medizinisch-Meteorologische Forschung. Die Werte seien für den Mai «schon sehr hoch».

Mit der Kehrseite der Hitze haben auch Förster zu kämpfen: Für Teile Bayerns rief der DWD am Montag die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 aus. Die Regierung von Unterfranken ordnete deshalb für Dienstag vorsorglich die Beobachtung der Wälder aus der Luft an, wie Sprecher Johannes Hardenacke sagte.

In der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus (Brandenburg) brach am Montag ein Großbrand aus. Dort standen rund vier Hektar Wald und Heide in Flammen, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. Die Löscharbeiten seien wegen der vermuteten alten Munition auf dem ehemaligen Militärgelände schwierig. Feuerwehr könne die Flammen nur von außen eindämmen, sagte Engel. Daher sei damit zu rechnen, dass sich das Feuer noch weiter ausdehne. Zuerst waren die Fachleute von einem Brand auf 30 Hektar ausgegangen, korrigierten dies aber später.

Viele Menschen zog es bei dem hochsommerlichen Wetter an Strände, Seen und in Freibäder. Dabei kam es auch zu schweren Unfällen. In Baden-Württemberg ertranken zwei Männer. Ein 27 Jahre alter Student starb nach Polizeiangaben am Sonntag in einem Mannheimer Badesee, nach dem er von einem Steg gesprungen war. Bereits am Samstag war im Breitenauer See nahe Heilbronn ein 36-Jähriger ums Leben gekommen. In Thüringen starb ein 52 Jahre alter Mann in einem Badesee bei Krölpa.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Schüchterner Pandablick Alles im Blick: Panda-Dame Meng Meng schaut im Berliner Zoo hinter einem Brett hervor. (Media, 21.08.2017 - 14:44) weiterlesen...

Frost zur Blütezeit - Apfelbauern rechnen mit deutlich geringerer Ernte. Die Landwirte rechnen mit einer deutlich geringeren Ernte. Kalte Nächte im April - Apfelbauern in den wichtigen Anbaugebieten am Bodensee und im Alten Land erwarten deswegen nun massive Schäden. (Wirtschaft, 20.08.2017 - 09:35) weiterlesen...

Bauern rechnen mit geringerer Apfelernte. Das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee in Ravensburg geht von einem Rückgang von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Das entspräche rund 86 000 statt 231 300 Tonnen, sagte Geschäftsführer Manfred Büchele. Bei den Sorten Jonagold und Red Jonaprince könne es sogar einen Verlust von 90 Prozent geben. Im Alten Land kam zum Frost im Frühjahr auch noch Hagel im Sommer. Ravensburg - Frostige Temperaturen ausgerechnet zur Blütezeit haben den Landwirten in wichtigen Apfelanbaugebieten Deutschlands eine deutlich niedrigere Ernte beschert. (Politik, 20.08.2017 - 04:46) weiterlesen...

Bahn, Bundesliga und Festivals - Unwetter legen mehrere Regionen lahm. Besonders heftig traf es Bayern - mindestens 20 Menschen wurden hier bei Unwettern verletzt. Gewitter mit heftigen Regengüssen sind am Freitagabend über Deutschland gezogen. (Politik, 19.08.2017 - 08:26) weiterlesen...

Unwetter über mehreren Bundesländern. In Bayern mussten zwei Festivals abgebrochen werden. Mehrere Menschen wurden verletzt. In München wurde der komplette S-Bahn-Verkehr für rund 40 Minuten eingestellt. Auch der Bahnverkehr Richtung Salzburg war betroffen. Die Autobahn 8 wurde in Teilen gesperrt. In Sachsen sorgten Regen und Gewitter ebenfalls für eine Unterbrechung bei einem Festival. Außerdem zogen Unwetter über Berlin, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg hinweg. München - Unwetter haben in mehreren Regionen in Deutschland für Probleme gesorgt. (Politik, 19.08.2017 - 06:16) weiterlesen...

Unwetter: Bahnverkehr, Festivals und Bundesliga betroffen. In München wurde der komplette S-Bahn-Verkehr für rund 40 Minuten eingestellt - unter anderem wegen Bäumen auf den Gleisen. Die Bahnstrecke München-Salzburg sowie die Autobahn 8 waren in Teilen gesperrt. Auch in Teilen von Sachsen-Anhalt gab es erhebliche Sturmschäden. München - S-Bahnen und Züge standen still, mehrere Musikfestivals wurden unterbrochen und auch die Bundesliga war betroffen: Unwetter mit Starkregen und Gewitter sind am Abend über mehrere Bundesländer gezogen - und haben nicht nur für viele Feuerwehreinsätze gesorgt. (Politik, 19.08.2017 - 01:50) weiterlesen...