Simbabwe, Brennpunkte

Simbabwes Präsident Mugabe hat in einer Rede an die Nation Probleme eingeräumt, aber nicht wie weithin erwartet seinen Rücktritt angekündigt.

19.11.2017 - 21:04:06

Nach Putsch in Simbabwe - Mugabe räumt Probleme ein - Aber kein Rücktritt. Der 93-jährige steht nach einem Militärputsch am Mittwoch unter Hausarrest.

  • Morgan Tsvangirai - Foto: Ben Curtis

    Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai fordert die rasche Bildung einer Übergangsregierung. Foto: Ben Curtis

  • Robert Mugabe - Foto: Ben Curtis

    Robert Mugabe bei der Abschlussfeier der Zimbabwe Open University. Foto: Ben Curtis

  • Demonstration in Harare - Foto: Ben Curtis

    Fröhlicher Protest: Demonstranten tanzen, singen und skandieren Anti-Mugabe-Slogans. Foto: Ben Curtis

  • Demonstration in Harare - Foto: Der Militärputsch hat vielen Simbabwern neue Hoffnung gegeben. Foto: Ben Curtis

    Der Militärputsch hat vielen Simbabwern neue Hoffnung gegeben. Foto: Ben Curtis

  • Simbabwes Generalmajor Moyo - Foto: Uncredited

    Simbabwes Generalmajor Moyo bei einer Ansprache im staatlichen Fernsehen. Foto: Uncredited

  • Regierungspartei Zanu-PF - Foto: Tsvangirayi Mukwazhi

    Mitglieder der Regierungspartei Zanu-PF beraten über ihren Umgang mit dem entmachteten Staats- und Parteichef Mugabe. Foto: Tsvangirayi Mukwazhi

Morgan Tsvangirai - Foto: Ben CurtisRobert Mugabe - Foto: Ben CurtisDemonstration in Harare - Foto: Ben CurtisDemonstration in Harare - Foto: Der Militärputsch hat vielen Simbabwern neue Hoffnung gegeben. Foto: Ben CurtisSimbabwes Generalmajor Moyo - Foto: UncreditedRegierungspartei Zanu-PF - Foto: Tsvangirayi Mukwazhi

Harare - Trotz großen Drucks von Seiten der Militärführung und der Regierungspartei hat Simbabwes Langzeitpräsident Robert Mugabe seinen Verbleib im Amt angekündigt.

Er verstehe, dass die schlechte wirtschaftliche Lage und Kämpfe innerhalb der Regierungspartei Zanu-PF viele frustriert hätten, sagte der 93-Jährige am Sonntagabend im staatlichen Fernsehen ZBC in einer Rede an die Nation. Er werde in einigen Wochen einen Parteikongress leiten, der die Weichen für die Zukunft stellen solle, erklärte Mugabe.

Der Vorstand der Regierungspartei hatte ihn jedoch wenige Stunden zuvor als Parteivorsitzenden abgewählt und ihn bis spätestens Montagmittag zum Rücktritt von allen Ämtern aufgefordert. Sollte er sich weigern, würden die Abgeordneten der Partei ihn am Dienstag dann auch mit einem Misstrauensvotum als Präsidenten stürzen, erklärte Zanu-PF. Die Partei nominierte den in der vergangenen Woche von Mugabe geschassten früheren Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa (75) als dessen Nachfolger.

Mugabe steht seit einem Militärputsch am Mittwoch unter Hausarrest. Die Militärführung um Generalstabschef Constantino Chiwenga saß bei Mugabes Rede an die Nation hinter ihm. Am Samstag hatten Zehntausende Menschen in der Hauptstadt Harare friedlich gegen Mugabe demonstriert und einen politischen Neuanfang gefordert.

Simbabwe mit seinen etwa 15 Millionen Einwohnern gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Mugabe hat die frühere Kornkammer des südlichen Afrikas heruntergewirtschaftet.

@ dpa.de

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