Bundespräsident, Personalien

Seine «Ruck-Rede» bleibt in Erinnerung.

10.01.2017 - 17:06:06

Bundespräsident 1994 bis 1999 - Trauer um Roman Herzog: «Unbequem im positiven Sinne». Unermüdlich forderte Roman Herzog die Deutschen zu Reformen auf. Er war ein Konservativer, aber auch ein kritischer Geist.

  • Roman Herzog - Foto: Daniel Naupold

    Altbundespräsident Roman Herzog ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Foto: Daniel Naupold

  • Herzog ist tot - Foto: Martin Athenstädt

    Präsidenten unter sich: Roman Herzog beim Besuch des damaligen südafrikanischen Staatsoberhauptes Nelson Mandela. Foto: Martin Athenstädt

  • Altbundespräsidenten - Foto: Tim Brakemeier

    Erlesene Gesellschaft: Der damalige Bundespräsident Horst Köhler (l.) und seine Amtsvorgänger Richard von Weizsäcker (2.v.l.), Walter Scheel (2.v.r.) und Roman Herzog (r.) im Schloss Bellevue in Berlin. Foto: Tim Brakemeier

  • Roman Herzog - Foto: Norbert Försterling

    Roman Herzog, der damalige Vorsitzende des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts, bei der Verlesung einer Urteilsbegründung. Foto: Norbert Försterling

  • Roman Herzog - Foto: Maurizio Gambarini

    Altbundespräsident Roman Herzog unterhält sich im Schloss Bellevue in Berlin vor einem Abendessen zu seinen Ehren mit Gästen. Anlass war sein 80. Geburtstag. Foto: Maurizio Gambarini

  • Amtsübergabe - Foto: Michael Jung

    Amtsübergabe: Nach seiner Vereidigung zum Bundespräsidenten am 1. Juli 1999 singen Johannes Rau und seine Frau Christina (vorn) zusammen mit Roman Herzog und seiner Frau Christiane die deutsche Nationalhymne. Foto: Michael Jung

Roman Herzog - Foto: Daniel NaupoldHerzog ist tot - Foto: Martin AthenstädtAltbundespräsidenten - Foto: Tim BrakemeierRoman Herzog - Foto: Norbert FörsterlingRoman Herzog - Foto: Maurizio GambariniAmtsübergabe - Foto: Michael Jung

starb in einem Krankenhaus in Bad Mergentheim (Baden-Württemberg). Zuletzt lebte er auf der Götzenburg in Jagsthausen bei Heilbronn mit seiner zweiten Ehefrau, Alexandra Freifrau von Berlichingen. Seine erste Frau Christiane Herzog, die sich auch nach der Amtszeit ihres Mannes sozial engagierte, war im Juni 2000 gestorben.

Der am 5. April 1934 geborene Sohn eines Archivars hatte zunächst eine juristische Karriere eingeschlagen und wurde bereits mit 31 Jahren Professor für Staatsrecht an der Freien Universität Berlin. 1970 trat er in die CDU ein. begann er als Bildungs- und als Innenminister in Baden-Württemberg.

1983 wurde Herzog zum Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts berufen und vertrat dort eine eher liberale Linie. 1987 rückte er an die Spitze des obersten Gerichts. 1994 wurde er als Nachfolger von Richard von Weizsäcker zum 7. Bundespräsidenten gewählt.

Nach seinem Verzicht auf eine zweite Amtszeit als Bundespräsident saß er in verschiedenen Kommissionen, darunter der «Konvent für Deutschland», ein Expertengremium, das sich mit den Themen Föderalismusreform und Finanzverfassung beschäftigte.

Herzog setzte sich auch nach seiner Amtszeit immer wieder kritisch mit den Bürgern und Politikern auseinander. «Das Volk bewegt sich nicht», sagte er im Frühjahr 2008 der «Bild»-Zeitung. Es gebe eine gewisse Bereitschaft zu Reformen, «aber es bräuchte politische Führung, echtes Charisma, um sie zu mobilisieren».

Mit dem Tod Herzogs hat die Bundesrepublik in relativ kurzer Zeit den dritten Altbundespräsidenten verloren: 2015 starb Richard von Weizsäcker, 2016 Walter Scheel.

@ dpa.de

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