Unwetter, USA

Schon wieder ein Hurrikan: Von Louisiana bis zum Nordwesten Floridas bereiten sich Einwohner an der US-Golfküste auf den Sturm «Nate» vor.

07.10.2017 - 16:32:06

Sturmflut-Warnung - US-Golfküste rüstet sich für Hurrikan «Nate». Bedroht war auch die vor Jahren von «Katrina» schwer verwüstete Jazz-Metropole New Orleans.

New Orleans - Wirbelsturm «Nate» ist heute zu einem Hurrikan erstarkt und hat weite Teile der US-Küste am Golf von Mexiko bedroht. Präsident Donald Trump rief bereits vorab für Louisiana mit der Stadt New Orleans den Notstand aus, damit aus Washington rasch Hilfen fließen können.

Von Grand Isle südlich von New Orleans bis zur Grenze zwischen Alabama und Florida galt eine Sturmflut-Warnung. An einigen Küsten sei mit bis zu drei Meter hohen Wellen zu rechnen, hieß es.

In New Orleans verhängte Bürgermeister Mitch Landrieu für die Nacht zum Sonntag eine Ausgangssperre. Da die Stadt sehr tief liegt, galten Überflutungen als wahrscheinlich. Die städtischen Behörden zeigten sich aber optimistisch, dass die Pump-Anlagen die Wassermengen bewältigen werden. 2005 war die Stadt vom - weitaus stärkeren - Hurrikan «Katrina» schwer verwüstet worden. An der US-Golfküste kamen damals 1800 Menschen ums Leben, viele nach einem Dammbruch in New Orleans.

«Nate» hatte nach Angaben des Hurrikanzentrums in Miami (Florida) am Samstagmorgen (Ortszeit) Windgeschwindigkeiten von 136 Kilometern in der Stunde erreicht. Meteorologen erwarteten, dass der Sturm in der Nacht zum Sonntag zunächst südöstlich der Jazz-Metropole über die Mississippi-Mündung zieht und dann den Raum Biloxi und Gulfport (Mississippi) trifft.

Danach dürfte «Nate» nach Vorhersagen abgeschwächt in einer nordöstlichen Kurve weiterziehen. Insgesamt könnten bis zu eine Million Menschen vorübergehend die Stromversorgung verlieren, hieß es von Meteorologen.

Auf seinem Zug Richtung US-Küste hatte «Nate» dem westlichen Teil Kubas heftige Regenfälle gebracht. Zuvor waren in Mittelamerika mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden noch vermisst. Der Sturm hatte in Costa Rica, Nicaragua und Honduras starken Regen, Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt. Insgesamt waren in der Region 20.000 Menschen betroffen.

«Nate» ist nach «Harvey» und «Irma» der dritte Hurrikan innerhalb von nur sechs Wochen, der das US-Festland trifft. Am 25. August war die texanische Küste vom Hurrikan «Harvey» getroffen worden, Hurrikan «Irma» ging am 10. September in Florida an Land. Das US-Außengebiet Puerto Rico wurde am 10. September von Hurrikan «Maria» verwüstet.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mindestens zwei Tote bei starkem Taifun über Japan. «Lan» verlor zwar inzwischen etwas an Kraft, droht aber in der Nacht auf die Pazifikküste der Hauptinsel Honshu zu treffen, wo auch die Hauptstadt Tokio liegt. Die nationale Wetteragentur warnte die Bevölkerung vor Erdrutschen, angeschwollenen Flüssen und hohem Wellengang. Tokio - Ein außergewöhnlich großer und starker Taifun hat in Japan mindestens zwei Menschen in den Tod gerissen und weite Gebiete des Inselreiches mit Sturmböen und peitschendem Regen überzogen. (Politik, 22.10.2017 - 16:54) weiterlesen...

Taifun überzieht Japan mit heftigem Regen. «Lan» verlor zwar inzwischen etwas an Kraft, droht aber kommende Nacht auf die Pazifikküste der Hauptinsel Honshu zu treffen, wo auch die Hauptstadt Tokio liegt. Die nationale Wetteragentur warnte die Bevölkerung vor Erdrutschen, angeschwollenen Flüssen und hohem Wellengang. Wegen des Taifuns verzögert sich teilweise die Auszählung der Stimmzettel für die Parlamentswahl. Außerdem wurden mehr als 250 Flüge gestrichen. Tokio - Ein außergewöhnlich großer und starker Taifun hat Japan mit Sturmböen und peitschendem Regen überzogen. (Politik, 22.10.2017 - 13:48) weiterlesen...

Das Beste an Menschlichkeit - Benefizkonzert mit fünf Ex-Präsidenten für Hurrikan-Opfer. Bush (71) und Barack Obama (56) nahmen gemeinsam an einem Benefizkonzert in College Station teil. Bereits im Vorfeld des Konzerts waren 31 Millionen Dollar an Spenden gesammelt worden. Jimmy Carter (93), George Bush Sen.(93), Bill Clinton (71), George W. (Wetter, 22.10.2017 - 13:08) weiterlesen...

Hand aufs Herz Hand aufs Herz: Die ehemaligen US-Präsidenten Carter (l-r), Bush Sen., Bush, Clinton und Obama bei einem Benefizkonzert für Hurrikan-Opfer in Austin. (Media, 22.10.2017 - 11:44) weiterlesen...

Starker Taifun überzieht Japan mit heftigem Regen. «Lan» droht in der Nacht zu Montag von Süden auf die Pazifikküste der Hauptinsel Honshu zu treffen, wo auch die Hauptstadt Tokio liegt. Die nationale Wetteragentur warnt die Bevölkerung vor Erdrutschen und angeschwollenen Flüssen. Wegen des Taifuns konnten die Stimmzettel für die Parlamentswahl von einzelnen Inseln laut Medien nicht zu den Wahlbüros transportiert werden, da Fähren nicht verkehren konnten. Dadurch werde sich wahrscheinlich die Auszählung verzögern. Tokio - Ein außergewöhnlich großer und starker Taifun hat Japan mit Sturmböen und peitschendem Regen überzogen. (Politik, 22.10.2017 - 10:14) weiterlesen...

Benefizkonzert mit fünf Ex-Präsidenten für Hurrikan-Opfer. Jimmy Carter, George Bush Sen. Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama nahmen gemeinsam an einem Benefizkonzert in College Station teil. Der jetzige Präsident Donald Trump war nicht anwesend, aber würdigte in einer Videobotschaft den Einsatz seiner Vorgänger, die bereits im Vorfeld des Konzerts 31 Millionen Dollar an Spenden gesammelt hatten. Austin - Fünf frühere amerikanische Präsidenten - Demokraten und Republikaner - sind auf einer Bühne in Texas zusammengekommen, um Geld für die Opfer der jüngsten Hurrikan-Serie in den USA und US-Außengebieten zu sammeln. (Politik, 22.10.2017 - 03:50) weiterlesen...