International, USA

Saudi-Arabien und der Iran sind Rivalen in der Nahost-Region.

20.05.2017 - 17:54:05

Trump in Riad - USA und Saudi-Arabien schließen gigantischen Waffenhandel ab. Die USA verkaufen dem saudischen Königshaus jetzt Waffen im Wert von Hunderten Milliarden Dollar. «Riesige Nachricht für US-Firmen und amerikanische Arbeiter», twittert US-Regierungssprecher Spicer.

  • Trump  in Florida - Foto: Michael Ares/Archiv

    US-Präsident Donald Trump an der Tür der Air Force One. Foto: Michael Ares/Archiv

  • Trump in Saudi-Arabien - Foto: Evan Vucci

    Der US-Präsident und seine Frau werden von König Salman empfangen. Foto: Evan Vucci

  • Empfang in Riad - Foto: Evan Vucci

    Trumps Reise wird von neuen Entwicklungen in der Russland-Affäre um den Präsidenten überschattet. Foto: Evan Vucci

  • Trump in Saudi-Arabien - Foto: Evan Vucci

    US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump verlassen in Riad die Air Force One. Foto: Evan Vucci

  • Zeremonie - Foto: Evan Vucci

    US-Präsident Trump wird bei der Zeremonie zur Übergabe der Abdulasis Al-Saud-Medaille im Königspalast Kaffee serviert. Foto: Evan Vucci

  • Trump und König Salman - Foto: Evan Vucci

    Bereits vor der Ankunft Trumps in Riad hatten US-Medien von dem geplanten Waffendeal berichtet. Foto: Evan Vucci

Trump  in Florida - Foto: Michael Ares/ArchivTrump in Saudi-Arabien - Foto: Evan VucciEmpfang in Riad - Foto: Evan VucciTrump in Saudi-Arabien - Foto: Evan VucciZeremonie - Foto: Evan VucciTrump und König Salman - Foto: Evan Vucci

Riad - Die USA und Saudi-Arabien haben während des Besuchs von US-Präsident Donald Trump ein Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) abgeschlossen. Es sei der größte einzelne Rüstungsdeal in der US-Geschichte, teilte Regierungssprecher Sean Spicer via Twitter mit.

Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Saudi-Arabien sogar Waffen im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen.

Bereits vor der Ankunft Trumps in Riad hatten US-Medien von dem geplanten Waffendeal berichtet. Die «Washington Post» hatte unter Berufung auf unterrichtete Kreise gemeldet, bei dem Geschäft gehe es unter anderem um Schiffe für die Küstenwache, das Raketenabwehrsystem THAAD zur Verteidigung vor Kurz- und Mittelstreckenraketen, gepanzerte Fahrzeuge, Raketen, Sprengkörper und Munition. 

«Dieses Paket von Verteidigungsausrüstung und Diensten unterstützt auf lange Sicht die Sicherheit Saudi-Arabiens und der Golf-Region angesichts iranischer Drohungen», sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Eine härtere Gangart gegenüber dem Iran ist eines der Hauptthemen des Besuches von Trump. Saudi-Arabien und der Iran rivalisieren um die Vorherrschaft in der Nahost-Region. Dabei geht es aktuell um die Konflikte im Irak, in Syrien sowie im Jemen. Das Königreich Saudi-Arabien hat eine sunnitische Bevölkerungsmehrheit, im Iran leben mehrheitlich Schiiten.

Mit dem Geschäft werde dem Weißen Haus zufolge auch die Möglichkeit Saudi-Arabiens gestärkt, an Anti-Terror-Operationen teilzunehmen. Damit würde Druck vom US-Militär genommen.

Trump war am Morgen begleitet von seiner Frau Melania, seiner Tochter Ivanka und ihrem Mann Jared Kushner in der saudischen Hauptstadt Riad zum Auftakt seiner ersten Auslandsreise im Amt angekommen. Der 70-Jährige erhielt im Königspalast die höchste zivile Auszeichnung des Landes, die König Abdulasis Medaille. Im Gespräch während einer Kaffee-Zeremonie mit König Salman ging es, wie auf Videoaufnahmen zu hören war, um Öl, Waffen und die Gefahr durch den internationalen Terror.

In einem Tweet schrieb Trump, es sei «großartig» in Riad zu sein. König Salman hieß Trump über den Kurznachrichtendienst zu dem zweitägigen Besuch willkommen. Sein Besuch werde die Beziehungen beider Länder stärken.

Einige Komponenten aus dem Waffengeschäft könnten den Angaben zufolge in Saudi-Arabien selbst hergestellt oder zusammengebaut werden, was der angestrebten Stärkung der saudischen Rüstungsindustrie helfen würde. Der Verkauf der Waffen ist scheinbar nicht an Bedingungen wie der Verbesserung der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien oder einem Ende der verheerenden Luftangriffe einer saudisch geführten Koalition im Jemen gebunden.

Die hochrangige Wirtschaftsdelegation, die mit Trump reiste, schloss zudem eine Reihe von Verträgen in Höhe von Dutzenden Milliarden Dollar ab. Die Geschäfte wurden vor allem in den Bereichen Öl und Gas, Energie und dem IT-Sektor vereinbart.

Trumps Reise, die den 70-Jährigen in den nächsten acht Tagen in fünf Länder führen soll, wird von neuen Entwicklungen in der Russland-Affäre um den Präsidenten überschattet. Der von ihm gefeuerte FBI-Chef James Comey erklärte sich am Freitagabend (Ortszeit) zu einer Aussage im Geheimdienstausschuss des US-Senats bereit.

Zudem soll der US-Präsident bei einem Treffen mit russischen Spitzenvertretern erklärt haben, dass Comeys Entlassung «großen Druck» aus den Ermittlungen zu möglichen Moskau-Verstrickungen seines Wahlkampfteams genommen habe. Rechtsexperten zufolge könnte das, wenn es zutrifft, den Verdacht einer Rechtsbehinderung durch den Präsidenten untermauern.

Am Sonntag wird Trump zunächst an einem Gipfel des Golfkooperationsrates, einem Bündnis mehrerer Golfstaaten unter Führung Riads, teilnehmen. Später am Tag ist eine Rede des US-Präsidenten zum Islam bei einem US-islamischen Gipfel vorgesehen, an dem Dutzende Staatsoberhäupter aus der Region teilnehmen sollen. Am Montag fliegt Trump weiter nach Israel.

@ dpa.de

Supertrader werden ohne Börsen-Ausbildung? So einfach geht es:

Wir schenken Ihnen heute die Teilnahme am Videokurs „Aktien im Fokus“ von Deutschlands Spitzen-Analysten Nummer 1: Dennis Gürtler! Normalerweise ksotet die Teilnahme am Videokurs ein Vermögen. Doch Sie haben jetzt ksotenlos die Chance, um mit „Aktien im Fokus“ zum Supertrader zu werden. Das erste Video behandelt das Thema …

Weitere Meldungen

Merkel will Europa nach G7-Pleite stärken. Die Europäer müssten ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, sagte sie in München. Die Zeiten, in denen man sich auf andere völlig verlassen konnte, seien «ein Stück vorbei». Trump hat die Gruppe der sieben großen Industrienationen mit seinem Konfrontationskurs in eine Krise gestürzt. Massive Differenzen gab es im Klimaschutz und beim Umgang mit Flüchtlingen. Taormina - Nach dem erfolglosen G7-Gipfel hat Kanzlerin Angela Merkel Europa dazu aufgerufen, sich auf seine eigenen Kräfte zu besinnen. (Politik, 29.05.2017 - 07:28) weiterlesen...

US-Minister: Trump bei Klimaabkommen offen für alle Aspekte. Das hat Verteidigungsminister James Mattis bei CBS gesagt. Er sei während Trump Auslandsreise bei einigen Gesprächen dabei gewesen, in denen das Thema Klimawandel aufgekommen sei. Der Präsident sei dabei neugierig gewesen, die Gründe für die Positionen der anderen Partner zu erfahren. Trump selbst hatte am Samstag getwittert, er werde «nächste Woche» darüber entscheiden. Washington - US-Präsident Donald Trump steht der Frage einer weiteren Unterstützung oder Aufkündigung des Pariser Klimaabkommens «weit offen» gegenüber. (Politik, 29.05.2017 - 00:24) weiterlesen...

Schulz: Europäische Kooperation ist Antwort auf Trump. Eine stärkere Kooperation der europäischen Staaten auf allen Ebenen sei die Antwort an Donald Trump, sagte Schulz der in der ARD. Man dürfe sich der Aufrüstungslogik von Trump nicht unterwerfen. Zuvor hatte schon Kanzlerin Angela Merkel gesagt: «Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen.» Die Zeiten, in denen man sich auf andere völlig verlassen habe können, seien ein Stück weit vorbei. Berlin - Nach dem weitgehend gescheiterten G7-Gipfel von Taormina hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die europäischen Staaten zu einer engeren Zusammenarbeit aufgerufen. (Politik, 28.05.2017 - 21:58) weiterlesen...

Aufruf von Angela Merkel - Nach G7-Pleite: Europa muss Schicksal in eigene Hand nehmen. Die Gruppe der großen Industrieländer kann ein Debakel nur knapp vermeiden. Kanzlerin Merkel macht ihrer Enttäuschung später Luft und zieht ihre Konsequenzen. Mit Donald Trump ist auch beim G7-Gipfel nichts mehr wie vorher. (Politik, 28.05.2017 - 17:38) weiterlesen...

Scharfe Kritik an Gipfel - Trump stößt G7 in eine tiefe Krise. Ein Debakel wird zwar kurz vor Schluss verhindert. Aber ihrem Führungsanspruch wird die Gruppe der großen Industrieländer kaum gerecht. Schlechte Aussichten für Merkels G20-Gipfel in Hamburg. Mit Donald Trump ist auch beim G7-Gipfel nichts mehr wie vorher. (Politik, 28.05.2017 - 12:26) weiterlesen...

Analyse - Acht Tage, acht Erkenntnisse: Trumps Ausflug in die Welt. Donald Trump bereist in acht Tagen fünf Länder - eines aber kann er nicht hinter sich lassen. In Riad tanzt er mit den Saudis, in Europa beschimpft er die Verbündeten. (Politik, 28.05.2017 - 09:28) weiterlesen...