Jahreswechsel, Silvester

Riesenfeuerwerk in Sydney, Lichter-Stern über Auckland, Silvester in Fernost: Für mehr als 1,5 Milliarden Menschen hat das Jahr 2017 bereits begonnen.

31.12.2016 - 18:50:07

Jahreswechsel - Partys und Feuerwerk: Die Welt begrüßt 2017. Europäische Metropolen wie London, Paris und Berlin rüsteten sich mit starken Sicherheitsvorkehrungen für die Feiern.

  • Jahreswechsel in Australien - Foto: Mick Tsikas

    Bei sommerlichen Temperaturen warten die Menschen auf den Jahreswechsel. Foto: Mick Tsikas

  • Sydney - Foto: Mick Tsikas

    Feuerwerk am berühmten Opernhaus in Sydney. Foto: Mick Tsikas

  • Silvester in Berlin - Foto: Britta Pedersen

    Eingangskontrolle beim Zugang zur Festmeile am Brandenburger Tor. Die Veranstalter erwarten eine Million Besucher. Foto: Britta Pedersen

  • Silvester in Berlin - Foto: Britta Pedersen

    Touristen auf der Festmeile in Berlin. Foto: Britta Pedersen

  • Silvester - Foto: Igor Kovalenko

    Väterchen Frost feiert mit seiner Enkelin in Bischkek, Kirgisistan. Foto: Igor Kovalenko

  • Silvester - Foto: Ein Balloverkäufer im indischen Amritsar. Foto: Raminder Pal Singh

    Ein Balloverkäufer im indischen Amritsar. Foto: Raminder Pal Singh

  • Silvester - Foto: Wallace Woon

    In Singapur wird das neue Jahr begrüßt. Foto: Wallace Woon

  • Silvester - Foto: Alex Hofford

    In Hongkong ist 2016 Geschichte. Foto: Alex Hofford

  • Silvester - Foto: Jens Kalaene

    Schon am frühen Abend haben sich Tausende vor dem Brandenburger Tor versammelt. Foto: Jens Kalaene

Jahreswechsel in Australien - Foto: Mick TsikasSydney - Foto: Mick TsikasSilvester in Berlin - Foto: Britta PedersenSilvester in Berlin - Foto: Britta PedersenSilvester - Foto: Igor KovalenkoSilvester - Foto: Ein Balloverkäufer im indischen Amritsar. Foto: Raminder Pal SinghSilvester - Foto: Wallace WoonSilvester - Foto: Alex HoffordSilvester - Foto: Jens Kalaene

Sydney/Peking/Berlin - Das Jahr 2017 nimmt Fahrt auf: Im Pazifik-Raum und in Fernost sind bereits mehr als 1,5 Milliarden Menschen in das neue Jahr hineingerutscht.

Um 14.00 Uhr deutscher Zeit erlebten allein im Hafen von Sydney mehr als eine Million Feiernde ein gigantisches Feuerwerk. Über dem berühmten Opernhaus in der australischen Metropole flogen bei sommerlichen Temperaturen zwölf Minuten lang Raketen in den Nachthimmel; einige bildeten zu den Klängen des Songs «Space Oddity» des verstorbenen Popstars David Bowie Raketen-Raumschiffe. Die Organisatoren hatten das bislang größte Spektakel mit mehr als 100 000 Feuerwerkskörpern versprochen. Die Stadt ließ sich das umgerechnet rund 4,8 Millionen Euro kosten.

Als Allererste hatten die Menschen auf Samoa und anderen pazifischen Inseln das neue Jahr begrüßt. Punkt 11.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) begann dort 2017. Genau zwölf Stunden vor der deutschen Mitternacht startete dann Neuseeland ins neue Jahr. In der größten Stadt Auckland wurde ein Feuerwerk vom mehr als 300 Meter hohen Sky Tower abgeschossen, das sich wie ein bunt glitzernder Stern von der Spitze aus in den Himmel ausbreitete.

In Tokio ließen die Menschen Punkt Mitternacht (Ortszeit) Hunderte weiße Ballons in die Luft steigen. In den buddhistischen Tempeln in ganz Japan läuteten die Glocken genau 108 Mal, um die Menschen von einer der 108 irdischen Begierden zu befreien. In den ersten drei Tagen des neuen Jahres werden bis zu 100 Millionen Besucher in den Tempeln erwartet, um für Glück und Gesundheit zu beten.

Für die mehr 1,3 Milliarden Einwohner Chinas - des bevölkerungsreichsten Landes der Erde - begann das neue Jahr gleichzeitig (um 17.00 Uhr MEZ); das Riesenreich hat nur eine einzige Zeitzone. In den großen Städten des Landes gab es in diesem Jahr keine offiziellen Feiern zu Silvester. Der 1. Januar ist zwar auch in der Volksrepublik ein Feiertag, nach dem traditionellen Mondkalender der Chinesen beginnt das neue Jahr aber erst gut einen Monat später. Diesmal wird das Jahr des Affen am 28. Januar durch das Jahr des Hahns abgelöst - und dann wird tagelang mit Feuerwerk gefeiert. Silvester hingegen feiern meist nur junge Leute in den Großstädten. Allerdings richtete die Sonderverwaltungszone Hongkong ein spektakuläres Feuerwerk zum Jahreswechsel 2016/2017 aus.

In Thailand sind in diesem Jahr Feuerwerke zur Begrüßung des neuen Jahres verboten worden, nachdem die Regierung wegen des Tods von König Bhumibol Adulyadej im Oktober eine einjährige Trauerzeit ausgerufen hatte.

In vielen Städten Indiens wie Neu Delhi und Bangalore strömten die Menschen zu Partys im Stile von Bollywood-Filmen. In Mumbai wurden Tausende an bekannten Orten wie dem Gateway of India zu Silvesterfeiern unter freiem Himmel erwartet. Aus Sorge um Terrorattacken herrschten vielerorts strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Ähnliches galt für viele europäische Metropolen: In London fuhren erstmals bewaffnete Sicherheitskräfte auch in Zügen und U-Bahnen mit. Barrikaden und Fahrverbote in der Innenstadt sollen verhindern, dass sich Anschläge mit Lastwagen wie in Nizza oder Berlin wiederholen, teilte Scotland Yard mit. So seien fünf der wichtigsten Brücken in London gesperrt. Wie im vergangenen Jahr seien wieder rund 3000 Polizisten im Zentrum im Einsatz.

In Paris sollen Betonblöcke die Hunderttausenden Feiernden auf den Champs-Élysées vor einem Anschlag schützen. Im ganzen Land sind am Jahreswechsel-Wochenende mehr als 96 000 Sicherheitskräfte im Dienst. Nachdem der Jahreswechsel in Paris im vergangenen Jahr - nur wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 13. November - in etwas gedämpfter Atmosphäre begangen wurde, ist in diesem Jahr neben einer Lichtinstallation auch ein kleines Feuerwerk geplant. Es wird vom Dach des Triumphbogens am Ende der Champs-Élysées abgeschossen.

Auch in Italien ist man auf der Hut, nachdem vor wenigen Tagen nahe Mailand der mutmaßliche Attentäter von Berlin erschossen wurde. In Rom und anderen großen Städten des Landes gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Unter anderem in Turin, Bologna und Venedig gilt Medienberichten zufolge ein Böllerverbot.

In zahlreichen deutschen Großstädten wurden die Silvesterfeiern ebenfalls von starken Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Nach den massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen in der vergangenen Silvesternacht beispielsweise in Köln und dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin haben die Sicherheitsbehörden ein besonders wachsames Auge auf den Jahreswechsel.

In Köln sollen allein in der Innenstadt rund 1500 Polizeibeamte im Einsatz sein, das sind in etwa zehnmal so viele Beamte wie vor einem Jahr. Bei Störungen wollen die Beamten konsequent einschreiten, rund um den Dom gibt es eine «böllerfreie Zone».

Deutschlands größte Silvesterfeier vor dem Brandenburger Tor in der Hauptstadt wurde zusätzlich mit Betonpollern oder anderen Sperren gegen mögliche Angriffe mit Fahrzeugen gesichert. Bereits etliche Stunden vor dem Jahreswechsel begann der Einlass auf die Partymeile mit scharfen Kontrollen; Böller sind dort verboten. Rund 1700 Polizisten sind auf der Partymeile im Einsatz. Etwa eine Million Gäste werden erwartet. Bereits viele Stunden vor dem Start des Hauptprogramms (20.15 Uhr) strömten etliche Menschen bei Sonnenschein und trockenem Winterwetter auf das Gelände.

In Hamburg setzen die Behörden auf mehr Polizei und eine Ausweitung der Videoüberwachung. Beliebte Feier-Treffpunkte wie die Landungsbrücken oder der Jungfernstieg wurden zusätzlich mit Betonelementen oder Fahrbahnsperrungen geschützt.

@ dpa.de

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