Mittelbayerische Zeitung

Regensburg - Die E-Mails seiner engen Vertrauten Michael Cohen und Felix Sater überführen den US-Präsidenten einmal mehr der Lüge.

29.08.2017 - 22:51:33

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Donald Trump, Autor: Thomas Spang. Sie zeigen ohne Wenn und Aber, dass Donald Trump entgegen seinen Beteuerungen sehr wohl Geschäftsbeziehungen zu Moskau unterhielt.

Regensburg - Die E-Mails seiner engen Vertrauten Michael Cohen und Felix Sater überführen den US-Präsidenten einmal mehr der Lüge. Sie zeigen ohne Wenn und Aber, dass Donald Trump entgegen seinen Beteuerungen sehr wohl Geschäftsbeziehungen zu Moskau unterhielt. Und zwar noch im Wahlkampf. Die E-Mails zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Buhlen um Hilfe aus dem Kreml für die Baugenehmigung eines Wolkenkratzers in Moskau und den warmen Worten, die Trump im Wahlkampf für Putin fand. Das allein wäre moralisch fragwürdig, aber nicht strafbar. Problematisch wird es, wenn sich Trumps Beziehungen zum Kreml mit den Einmischungen Russlands in die Präsidentschaftswahlen vermischen. Hier liefern die an die Presse durchgestochenen E-Mails von Trumps Anwalt Cohen und seines langjährigen Brokers Sater eine Fülle neuer Ansatzpunkte für Sonderermittler Robert Mueller. Die jüngsten Enthüllungen reihen sich ein in das Verschwörer-Treffen im Trump-Tower, bei dem Donald Trump Junior, Wahlkampfmanager Paul Manafort und Schwiegersohn Jared Kushner sich von einer russischen Anwältin Schmutz über Hillary Clinton versprachen. Ganz zu schweigen von den Putin-Kontakten des ehemaligen Sicherheitsberaters Michael Flynn, den Verwicklungen von Trumps Justizminister Jeff Sessions und den mysteriösen Moskau-Reisen von Trumps außenpolitischem Berater Carter Pages. Der Präsident hat jeden Grund, nervös zu sein. Die Behinderung der Justiz durch Trump war schon vorher offenkundig. Jetzt sind die Ermittler einem Beweis für die Zusammenarbeit mit Moskau bei der Unterminierung der amerikanischen Demokratie einen großen Schritt näher gekommen.

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