Wahlen, Präsident

Quito - Ecuadors Opposition hat den knappen Sieg des Regierungskandidaten Lenín Moreno bei der Präsidentschaftswahl angefochten.

03.04.2017 - 07:00:05

Manipulationsvorwurf - Opposition ficht Wahlergebnis in Ecuador an

  • Lenin Moreno - Foto: Dolores Ochoa

    Lenin Moreno, der Kandidat der Regierungspartei PAIS, nach der Abstimmung. Foto: Dolores Ochoa

  • Lasso-Plakat - Foto: Fernando Vergara

    Wahlplakat des konservativen Oppositionsführer Guillermo Lasso. Foto: Fernando Vergara

  • Wahl in Ecuador - Foto: Jose Sanchez

    Guillermo Lasso rief seine Anhänger auf, friedlich gegen das offizielle Wahlergebnis zu protestieren. Foto: Jose Sanchez

Lenin Moreno - Foto: Dolores OchoaLasso-Plakat - Foto: Fernando VergaraWahl in Ecuador - Foto: Jose Sanchez

Kurz zuvor hatte die Wahlkommission am Sonntagabend in Quito mitgeteilt, dass Moreno die Stichwahl mit 51,11 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, während auf den konservativen Bewerber Guillermo Lasso 48,89 Prozent der Stimmen entfallen waren. Bis dahin waren knapp 95 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgewertet worden.

Unregelmäßigkeiten in einzelnen Wahlakten wiesen auf eine Manipulation der Stimmenauszählung hin, sagte César Monge, Vorsitzender der Oppositionspartei CREO, am Sonntagabend (Ortszeit) in Guayaquil. Er wies seine Vertreter bei der Stimmenauszählung an, alle Wahlakten anzufechten, um eine Revision der Ergebnisse zu ermöglichen.

Lasso rief seine Anhänger auf, friedlich auf den Straßen gegen das offizielle Wahlergebnis zu protestieren. Der scheidende Staatschef Rafael Correa erklärte, Lasso versuche nunmehr das zu erreichen, was er nicht mit den Wählerstimmen erlangt habe.

Moreno steht für eine Fortführung der sozialen Reformen seines Vorgängers Correa. «Wir werden mit weniger Konfrontation und mehr Toleranz regieren», sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) vor seinen Anhängern in Quito.

Lasso hatte Steuererleichterungen, mehr Arbeitsplätze und das Ende des Asyls für den Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in London versprochen.

@ dpa.de