Unwetter, Haiti

Port-au-Prince - Nach dem schweren Hurrikan «Matthew» steigt die Zahl der Todesopfer in Haiti immer weiter.

10.10.2016 - 16:18:06

Mindestens 372 Tote nach Hurrikan «Matthew» in Haiti. Mindestens 372 Menschen kamen in dem Wirbelsturm ums Leben. Vier Menschen wurden noch vermisst und 246 weitere verletzt, wie der Zivilschutz mitteilte.

Mehr als 175 000 Menschen suchten demnach Schutz in Notunterkünften. In verschiedenen Medien war zuletzt von deutlich mehr Todesopfern die Rede. Rettungskräfte vor Ort sagten der Deutschen Presse-Agentur, sie rechneten damit, dass die Zahl der Toten noch steigen werde. Die haitianische Regierung ordnete Staatstrauer an. Das Land teile den Schmerz der Eltern und Freunde der Toten, sagte Interimspräsident Jocelerme Privert.

Hurrikan «Matthew» hatte den Südwesten Haitis am vergangenen Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde getroffen. Häuser wurden zerstört, Bäume knickten um und Straßen wurden überschwemmt. Die Rettungskräfte konnten nur langsam in den zunächst vollkommen abgeschnittenen Südwesten des Landes vordringen.

Die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen schafften Hilfsgüter in das Katastrophengebiet. In Les Cayes im Süden des völlig verarmten Karibikstaats verteilten UN-Blauhelmsoldaten Lebensmittel, Wasser und Hygieneartikel.

«Das Wasser ist hochgradig kontaminiert, weil Latrinen zerstört und sogar ganze Friedhöfe überschwemmt wurden. Es besteht die Gefahr, dass Seuchen wie die Cholera ausbrechen», sagte der Leiter von Caritas International, Oliver Müller. «Auch hat sich die Zahl der Moskitos, die das Zika-Virus in sich tragen oder das Dengue-Fieber auslösen können, zuletzt massiv erhöht.»

Zudem wurde ein Großteil der Ernte in der landwirtschaftlich geprägten Region zerstört. Hilfsorganisationen warnten vor einer Hungersnot. Nach der Nothilfe sollte daher auch Saatgut verteilt werden, damit die Menschen sich wieder eine Lebensgrundlage aufbauen können.

@ dpa.de

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