Prozesse, Kriminalität

Paderborn - Das Ordnungsamt von Höxter war nach Aussage einer Zeugin über Probleme im sogenannten Horrorhaus von Bosseborn informiert.

04.07.2017 - 15:34:04

Schreiben von Angelika W. - Zeugin im Mordprozess Höxter: Behörde wusste von Problemen

Sie habe die Behörde im April 2016 angerufen und um eine Einschätzung gebeten, sagte die Schiedsfrau heute vor dem Landgericht Paderborn aus. Ermittlungen zu dem Fall waren am 22. April 2016 nach dem Tod eines Opfers ins Rollen gekommen.

Die Angeklagte Angelika W. habe sich erst telefonisch und dann per Schreiben an sie gewandt, berichtete die Zeugin, die als Schiedsfrau für einen Nachbarort von Bosseborn zuständig war. Angelika W. schilderte in ihrem Brief, der im Gericht in Auszügen vorgelesen wurde, detailliert Körperverletzungen und sexuelle Misshandlungen in dem Haus.

Das Ordnungsamt habe ihr erklärt, Angelika W. müsse sich an den für Bosseborn zuständigen Schiedsmann wenden, sagte die Zeugin aus. «Man kann sich den Schiedsmann nicht aussuchen», habe man ihr gesagt. Die Angeklagte habe sich aber nicht an den Bosseborner Schiedsmann wenden wollen, weil sie früher schon Probleme mit ihm gehabt habe. «Ich habe mich allein gelassen gefühlt», sagte die 54-jährige Schiedsfrau. Heute werfe sie sich vor, nicht die Polizei gerufen zu haben.

Wilfried W. und Angelika W. sollen über Jahre hinweg mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Der 47-Jährige und die 48-Jährige sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mit Astsäge bedroht - Vergewaltigung einer Camperin: Über elf Jahre Haft Bonn - Für die Vergewaltigung einer Camperin in Troisdorf bei Bonn ist ein 31-Jähriger zu einer Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. (Politik, 19.10.2017 - 12:22) weiterlesen...

Vergewaltigung einer Camperin: Über elf Jahre Haft. Das Bonner Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im April in der Siegaue ein junges Paar aus Baden-Württemberg beim Zelten überfallen hatte. Er bedrohte seine Opfer mit einer Astsäge und vergewaltigte die 23 Jahre alte Frau. Die Tat hatte überregional für Aufsehen gesorgt. Der Angeklagte, ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana, hatte die Vorwürfe bis zuletzt bestritten. Bonn - Für die Vergewaltigung einer Camperin in Troisdorf bei Bonn ist ein 31-Jähriger zu einer Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. (Politik, 19.10.2017 - 12:20) weiterlesen...

Im Prozess um Vergewaltigung einer Camperin: Urteil erwartet. Der 31 Jahre alte Angeklagte soll Anfang April ein junges Paar beim Zelten in der Bonner Siegaue überfallen und sich an der Frau vergangen haben. Die Staatsanwältin fordert für den abgelehnten Asylbewerber aus Ghana eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung. Die Staatsanwaltschaft sieht den Angeklagten durch DNA-Spuren überführt. Ein psychiatrisches Gutachten stuft ihn als schuldfähig ein. Bonn - Im Prozess um die Vergewaltigung einer Camperin will das Bonner Landgericht heute sein Urteil verkünden. (Politik, 19.10.2017 - 03:50) weiterlesen...

AfD-Politiker Münzenmaier zu Bewährungsstrafe verurteilt. Mainz - Für seine Beteiligung an einem Überfall auf Fußball-Fans ist der rheinland-pfälzische AfD-Politiker Sebastian Münzenmaier zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die Bewährungszeit setzte das Amtsgericht Mainz auf drei Jahre an. Der mittlerweile gewählte Bundestagsabgeordnete hat sich demnach der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht hat. Er habe Dutzenden anderen Mitgliedern der Ultra- und Hooliganszene des 1. FC Kaiserslautern geholfen, Anhängern des Fußballvereins Mainz 05 aufzulauern und sie zu verprügeln. AfD-Politiker Münzenmaier zu Bewährungsstrafe verurteilt (Politik, 18.10.2017 - 17:16) weiterlesen...

Steuerfahnder-Affäre: Schweizer könnte Bewährung bekommen. soll im Auftrag eines Schweizer Geheimdienstes deutsche Steuerfahnder ausspioniert haben - nun könnte er mit einer Bewährungsstrafe davonkommen. Bedingung dafür sei aber ein «glaubhaftes» Geständnis, sagte der Senatsvorsitzende Josef Bill zum Prozessauftakt am Oberlandesgericht Frankfurt. Der Staatsschutzsenat will von dem 54-jährigen Schweizer vor allem genaue Informationen darüber, was mit dem Geld passierte, mit dem der Anklage zufolge ein «Maulwurf» in der Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen aufgebaut werden sollte. Frankfurt/Main - Daniel M. (Politik, 18.10.2017 - 15:24) weiterlesen...

«Maulwurf» in Finanzverwaltung - Steuerfahnder-Affäre: Schweizer könnte Bewährung bekommen. Der Prozess könnte schon bald beendet sein. In der deutsch-schweizerischen Spionageaffäre steht die Schlüsselfigur vor Gericht. (Politik, 18.10.2017 - 14:54) weiterlesen...