Konflikte, Atom

Nordkorea hat trotz aller Verbote der Vereinten Nationen erneut eine Rakete gestartet.

29.04.2017 - 13:36:06

Erneuter Start - Nordkorea provoziert mit Raketentest. US-Präsident Trump, inzwischen seit 100 Tagen im Amt, stuft das Verhalten Pjöngjangs als Missachtung der Wünsche Chinas ein.

  • Militärparade in Pjöngjang - Foto: Wong Maye-E

    Nordkoreanische Kommandosoldaten marschieren bei einer Militärparade in Pjöngjang. Foto: Wong Maye-E

  • Chinesisch-nordkoreanische Grenze - Foto: How Hwee Young

    Ein chinesischer Soldat bewacht die Brücke am Grenzfluss zu Nordkorea. Foto: How Hwee Young

  • Chinesisch-nordkoreanische Freundschaft - Foto: How Hwee Young

    Die chinesisch-nordkoreanische Freundschaft ist belastet. Foto: How Hwee Young

  • Chinesische Soldaten - Foto: Die USA gehen davon aus, dass Peking großen Einfluss auf Nordkorea hat, auch weil rund 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels über China läuft. Foto: How Hwee Young

    Die USA gehen davon aus, dass Peking großen Einfluss auf Nordkorea hat, auch weil rund 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels über China läuft. Foto: How Hwee Young

  • Raketentest in Nordkorea - Foto: Lee Jin-Man/AP

    Ein Mann schaut sich in Seoul eine Berichterstattung über den misslungenen Raketentest in Nordkorea an. Foto: Lee Jin-Man/AP

Militärparade in Pjöngjang - Foto: Wong Maye-EChinesisch-nordkoreanische Grenze - Foto: How Hwee YoungChinesisch-nordkoreanische Freundschaft - Foto: How Hwee YoungChinesische Soldaten - Foto: Die USA gehen davon aus, dass Peking großen Einfluss auf Nordkorea hat, auch weil rund 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels über China läuft. Foto: How Hwee YoungRaketentest in Nordkorea - Foto: Lee Jin-Man/AP

. Die Rakete habe nach dem Start nördlich der Hauptstadt Pjöngjang eine Höhe von höchstens 71 Kilometern erreicht, bevor sie in der Luft auseinandergebrochen sei, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Das südkoreanische Außenministerium warf Nordkorea Provokation vor. Mit dem Test habe das Nachbarland erneut gegen UN-Resolutionen verstoßen, die Pjöngjang den Start ballistischer Raketen verbieten. 

Das US-Pazifikkommando bestätigte den Start der Rakete, «die nordkoreanisches Territorium nicht verlassen» habe. Während Südkorea von einer zunächst nicht identifizierten ballistischen Rakete sprach, gingen US-Militärs nach Berichten amerikanischer Medien von einer Mittelstreckenrakete des Typs KN-17 aus. Zwei Tests mit solchen Raketen seien im April bereits misslungen.

Inzwischen hat ein Flottenverband um den amerikanischen Flugzeugträger «USS Carl Vinsson» die Gewässer um die koreanische Halbinsel erreicht. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Marine berichtete, nahm der Verband noch am Samstag im Japanischen Meer (Ostmeer) an einem gemeinsamen Seemanöver mit Südkoreas Streitkräften teil. Die Übungen könnten bis zur nächsten Woche dauern. Die Entsendung des Flugzeugträgers durch die USA wird auch als Demonstration der Stärke gegenüber Pjöngjang verstanden.

Der neue Raketenversuch wurde in Südkorea als Signal der kommunistischen Führung Pjöngjangs gewertet, auch angesichts des wachsenden Drucks der USA im Streit um ihr Raketen- und Atomprogramm nicht einlenken zu wollen. Die Regierung in Washington hatte zuvor gewarnt, das Land noch stärker wirtschaftlich und diplomatisch isolieren zu wollen.  

Trump sah in dem Verhalten der nordkoreanischen Führung eine «Missachtung der Wünsche Chinas». Das twitterte Trump in der Nacht zum Samstag - dem Tag, an dem er 100 Tage im Amt war. Die USA erwarten von China, dass es seinen Einfluss auf die Regierung in Pjöngjang einsetzt, um Nordkorea von weiteren Raketen- und Atomtests abzubringen.

Trump betonte noch am Freitag, es gebe in dem Konflikt mit Pjöngjang die Gefahr eines «großen, großen Konflikts mit Nordkorea». Er hatte zuvor mehrfach mit Alleingängen gegen Nordkorea gedroht.

Wenige Stunden vor dem erneuten Raketentest der Nordkoreaner warnte US-Außenminister Rex Tillerson bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York: «Ein Versagen, bei dieser dringendsten globalen Sicherheitsangelegenheit jetzt zu handeln, könnte katastrophale Konsequenzen haben.» Tillerson forderte eine neue Strategie, um Nordkorea dazu zu bringen, sein Nuklearprogramm aufzugeben. Alle UN-Mitgliedsstaaten müssten «ab sofort» bestehende Sanktionen besser umsetzen. Wer sich nicht daran halte, dem drohten die USA ebenfalls mit Sanktionen.

Die USA befürchten, dass Nordkorea bei seinem Atomprogramm größere Fortschritte gemacht hat als bislang angenommen und nordkoreanische Atomraketen eines Tages das amerikanische Festland erreichen könnten. Pjöngjang unterstellt den USA regelmäßig, durch die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder aber bestreiten.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!