Wahlen, Parteien

Nach ihrem Umfragetief im vergangenen Jahr ist Kanzlerin Merkel nach einer Befragung bei den Wählern wieder sehr beliebt.

19.05.2017 - 14:50:05

«Politbarometer» - Merkel wieder ganz oben auf Beliebtheitsskala. Auch bei der K-Frage führt sie die Liste an.

Mainz - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist im ZDF-«Politbarometer» erstmals nach fast zwei Jahren in der Gunst der Bevölkerung wieder ganz nach oben gerutscht.

Bei der am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage liegt sie mit einem Wert von 2,2 (vorher 1,8) auf der Sympathie-Skala von plus 5 bis minus 5 vorn. Zur Auswahl für die Befragten standen zehn bedeutende deutsche Politiker.

Merkel scheint sich damit endgültig aus dem Umfragetief im vergangenen Spätjahr herausgearbeitet zu haben. Damals hatte die liberale Flüchtlingspolitik der Kanzlerin für Unmut in der Wählerschaft gesorgt.

In der aktuellen Umfrage folgen Merkel auf den Plätzen Zwei und Drei CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble (1,9) und Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann (1,8). Schlusslicht ist die mit Bundeswehrskandalen kämpfende Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU, 0,3).

Die eindeutige Nummer Eins ist Merkel auch bei der K-Frage: Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) wollen sie laut Umfrage nach der Bundestagswahl weiter als Regierungschefin sehen. Damit gewinnt sie 7 Punkte im Vergleich zu Ende April hinzu.

SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz hinkt mit 33 Prozent hinterher. Zuvor waren es 37 Prozent. Im Februar, kurz nach Schulz' Ernennung zum Kanzlerkandidaten, lag er knapp 10 Punkte vor der Kanzlerin. Die SPD hat inzwischen bei Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen teils herbe Verluste hinnehmen müssen.

Ein Bündnis zwischen CDU/CSU und FDP bewerten 43 Prozent der Befragten als gut. Dagegen halten das 37 Prozent für eine schlechte Idee. Weniger Zustimmung gibt es für die Aussicht auf eine weitere große Koalition aus Union und SPD: Gerade einmal 39 Prozent sehen darin eine gute Konstellation, während 41 vom Gegenteil überzeugt sind.

Laut Umfragen wäre aktuell eine Mehrheit für eine große oder eine Jamaika-Koalition möglich: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würde sich laut Politbarometer mehr als jeder Dritte für die CDU/CSU entscheiden (38 Prozent). Die SPD rutscht um 2 Punkte ab auf 27 Prozent. Die Linke käme auf 9 Prozent, die FDP auf 8 und die Grünen kämen auf 7. Die AfD läge ebenfalls bei 7 Prozent.

@ dpa.de

Vergessen Sie Börsenliteratur!

Lesen Sie nur noch dieses Buch: „Der Börsenflüsterer“ von Meir Barak! Der gefeierte Börsenspezialist Barak zeigt Ihnen im kostenlosen ersten Teil seins Buches, wie Sie jetzt an der Börse aus der Routine ausbrechen können. Sie werden weniger arbeiten und trotzdem mehr verdienen. Und so einfach geht es …!

Weitere Meldungen

Özdemir äußert Bedenken gegen Bündnis mit Linken. Seine Partei würde keine Politik mitmachen, die sich gegen Europa richte oder die Nato zerschlagen wolle, sagte der Grünen-Spitzenkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig sei daher, ob sich bei den Linken der Kurs des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow oder der von Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht durchsetze. Berlin - Grünen-Chef Cem Özdemir hat Bedenken gegen ein mögliches Bündnis mit den Linken nach der Bundestagswahl im September geäußert. (Politik, 28.05.2017 - 15:56) weiterlesen...

SPD bei 25 Prozent - Steinbrück stänkert gegen Schulz-Wahlkampf. Störfeuer kommt nun ausgerechnet vom 2013 krachend gescheiterten Merkel-Herausforderer Steinbrück. Die Parteiführung ist «not amused». SPD-Kanzlerkandidat Schulz hält seinen Fokus auf Gerechtigkeit für richtig und wichtig. (Politik, 28.05.2017 - 13:02) weiterlesen...

Hintergrund - Eckpunkte des Wahlprogramms der SPD. Überschrift: «Mehr Zeit für Gerechtigkeit», Untertitel: «Zukunft sichern, Europa stärken». Es sollte ein Programm werden, das zu Kanzlerkandidat Martin Schulz passt. Berlin - Rund 70 Seiten umfasst das vorläufige Wahlprogramm der SPD. (Politik, 28.05.2017 - 12:02) weiterlesen...

Merkel deutlich vor Schulz - SPD verliert weiter - FDP auf Sieben-Jahres-Hoch. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die «Bild am Sonntag» erhebt, verlieren die Sozialdemokraten erneut einen Prozentpunkt und erreichen nur noch 25 Prozent. Berlin - Die SPD sinkt weiter in der Wählergunst. (Politik, 28.05.2017 - 09:10) weiterlesen...

Umfrage: SPD verliert weiter - FDP auf Sieben-Jahres-Hoch. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die «Bild am Sonntag» erhebt, verlieren die Sozialdemokraten erneut einen Prozentpunkt und erreichen nur noch 25 Prozent. Damit liegt SPD nun 13 Punkte hinter der Union, die bei 38 Prozent verharrt. Die FDP legt im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt zu und erreicht mit acht Prozent ihren höchsten Wert im «Sonntagstrend» seit sieben Jahren. Sie liegt damit jetzt gleichauf mit Grünen, Linken und AfD. Berlin - Die SPD sinkt weiter in der Wählergunst. (Politik, 28.05.2017 - 00:46) weiterlesen...

Emnid: FDP auf 7-Jahres-Hoch - SPD verliert weiter Die FDP klettert in der Wählergunst auf ein Sieben-Jahres-Hoch. (Politik, 28.05.2017 - 00:03) weiterlesen...