Terrorismus, Notfälle

Nach der Attacke auf Soldaten dem Pariser Flughafen Orly laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

20.03.2017 - 16:48:05

Spuren von Cannabis und Kokain - Pariser Angreifer stand unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Neue Details werden bekannt.

  • Flughafen Paris-Orly - Foto: Kamil Zihnioglu

    Ein französischer Polizist einer Spezialeinheit im Flughafen Orly in Paris. Foto: Kamil Zihnioglu

  • Flughafen Paris-Orly - Foto: Kamil Zihnioglu

    Französische Soldaten sichern am Flughafen Orly in Paris das Gelände. Foto: Kamil Zihnioglu

  • Einsatz in Orly - Foto: Kamil Zihnioglu

    Spezialkräfte der französischen Polizei am Samstag bei dem Einsatz am Pariser Flughafen Orly. Foto: Kamil Zihnioglu

  • Paris-Orly - Foto: Thibault Camus

    Reisende laufen am Samstag mit Gepäck über die Autobahn zum Pariser Flughafen Orly. Nach dem Zwischenfall war der Luftverkehr an dem Airport komplett gestoppt worden. Foto: Thibault Camus

Flughafen Paris-Orly - Foto: Kamil ZihniogluFlughafen Paris-Orly - Foto: Kamil ZihniogluEinsatz in Orly - Foto: Kamil ZihniogluParis-Orly - Foto: Thibault Camus

Paris - Der Angreifer vom Pariser Flughafen Orly hat vor seiner Tat Alkohol getrunken und Drogen genommen. Das zeigten die Ergebnisse einer Autopsie vom Sonntag, berichteten französische Medien unter Berufung auf Justizkreise.

Demnach stellte man im Blut des 39 Jahre alten Täters eine Alkoholkonzentration von 0,93 Gramm pro Liter fest sowie Spuren von Cannabis und Kokain, so die Nachrichtenagentur AFP. Eine offizielle Bestätigung war zunächst nicht zu erhalten.

Der Mann hatte am Samstag eine Soldatin auf dem Flughafen attackiert, mit einer Schrotpistole bedroht und ihr ein Sturmgewehr entrissen. Andere Soldaten erschossen ihn daraufhin. Nach Angaben der beteiligten Soldaten hatte er gerufen «Ich bin da, um für Allah zu sterben» und auch angekündigt, dass es Tote geben werde. Ermittler halten es für möglich, dass der Angreifer einen dschihadistischen Anschlag plante.

Der Vater des 39-Jährigen hatte am Sonntag dem Radiosender Europe 1 gesagt, sein Sohn sei kein Terrorist, er habe aber getrunken und Cannabis konsumiert. «Und unter dem Einfluss von Alkohol und Cannabis - da kommt man hin», fügte er hinzu. In der Wohnung des Täters in Garges-lès-Gonesse bei Paris hatten Fahnder bei einer Durchsuchung einige Gramm Kokain gefunden.

Unklar blieb auch, ob der Täter Komplizen hatte. Ein Bruder, ein Cousin und der Vater wurden bereits am Wochenende wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Frankreich ist seit gut zwei Jahren mit einer beispiellosen Terrorserie konfrontiert, sie kostete über 230 Menschen das Leben. Das Thema Sicherheit spielt auch im Wahlkampf eine wichtige Rolle. In knapp fünf Wochen wählen die Franzosen einen neuen Staatspräsidenten.

@ dpa.de

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