Unwetter, Deutschland

Mit Starkregen und Hagel ist Sturmtief «Paul» über das Land gezogen.

23.06.2017 - 17:48:06

Starkregen, Sturm, Schäden - Sturm hinterlässt Schäden: Bahnverkehr erholt sich langsam. Vor allem Reisende und Wochenendpendler werden unter den Auswirkungen des Unwetters noch zu leiden haben.

  • Unwetter in Hannover - Foto: Peter Steffen

    Feuerwehrmänner schneiden nach einem schweren Unwetter in Hannover ein Fahrzeug unter einem Baum frei. Foto: Peter Steffen

  • Blitze in Oberfranken - Foto: Nicolas Armer

    Blitze erhellen in der Nacht zum Freitag den Himmel über dem oberfränkischen Bad Staffelstein. Foto: Nicolas Armer

  • Umgestürzter Baum - Foto: Daniel Bockwoldt

    Feuerwehrleute heben in Havighorst (Schleswig-Holstein) mit einem Kran einen umgestürzten Baum von einem Haus. Foto: Daniel Bockwoldt

  • Nach den Unwettern - Foto: Joachim Mangler

    Unter der Bahnbrücke am Südring in Rostock stehen nach den Unwettern in der Nacht die Straßenbahnschienen unter Wasser. Foto: Joachim Mangler

  • Gewitter - Foto: Patrick Pleul

    Eine von Blitzen erhellte Gewitterzelle zieht in der Nacht über den Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul

  • Zug fällt aus - Foto: Paul Zinken

    Auf einer Hinweistafel im Berliner Hauptbahnhof werden Zugverspätungen angezeigt. Reisende müssen sich nach dem Sturmtief "Paul" auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Foto: Paul Zinken

  • Aufräumen in Berlin - Foto: Ralf Hirschberger

    Feuerwehrmänner sind an der gesperrten Zufahrt zur Insel Schwanenwerder in Berlin mit der Sicherung eines beschädigten Baumes beschäftigt. Foto: Ralf Hirschberger

  • Unwetter in Hannover - Foto: Mit Bugwelle: Ein Rollerfahrer bahnt sich seinen Weg durch einen übefluteten Stadtteil in Hannover. Foto: Peter Steffen

    Mit Bugwelle: Ein Rollerfahrer bahnt sich seinen Weg durch einen übefluteten Stadtteil in Hannover. Foto: Peter Steffen

  • «Aufenthaltszug» - Foto: «Aufenthaltszug» - ein Begriff, den Bahnreisende noch lernen müssen. Wegen des Unwetters stellte die Bahn Züge bereit, in denen gestrandete Fahrgäste warten konnten. Foto: Silas Stein

    «Aufenthaltszug» - ein Begriff, den Bahnreisende noch lernen müssen. Wegen des Unwetters stellte die Bahn Züge bereit, in denen gestrandete Fahrgäste warten konnten. Foto: Silas Stein

  • Hauptbahnhof in Hannover - Foto: Drinnen ist das neue Draußen: Reisende im überschwemmten Hauptbahnhof von Hannover. Foto: Silas Stein

    Drinnen ist das neue Draußen: Reisende im überschwemmten Hauptbahnhof von Hannover. Foto: Silas Stein

  • Unwetter in Hamburg - Foto: Daniel Bockwoldt

    Eine umgestürzte Kastanie liegt in Hamburg-Lohbrügge nach einem starken Unwetter über der Straße und begräbt ein parkendes Auto unter sich. Foto: Daniel Bockwoldt

  • Hotelzug - Foto: Ein Hotelzug steht am Hamburger Hauptbahnhof für gestrandete Reisende bereit, die aufgrund der Wetterlage nicht weiterreisen konnten. Foto: Bodo Marks

    Ein Hotelzug steht am Hamburger Hauptbahnhof für gestrandete Reisende bereit, die aufgrund der Wetterlage nicht weiterreisen konnten. Foto: Bodo Marks

  • Liegengebliebener ICE - Foto: Barbara Franke

    Ein ICE steht in Bielefeld nach einem Unwetterschaden auf der Bahnstrecke. Foto: Barbara Franke

Unwetter in Hannover - Foto: Peter SteffenBlitze in Oberfranken - Foto: Nicolas ArmerUmgestürzter Baum - Foto: Daniel BockwoldtNach den Unwettern - Foto: Joachim ManglerGewitter - Foto: Patrick PleulZug fällt aus - Foto: Paul ZinkenAufräumen in Berlin - Foto: Ralf HirschbergerUnwetter in Hannover - Foto: Mit Bugwelle: Ein Rollerfahrer bahnt sich seinen Weg durch einen übefluteten Stadtteil in Hannover. Foto: Peter Steffen«Aufenthaltszug» - Foto: «Aufenthaltszug» - ein Begriff, den Bahnreisende noch lernen müssen. Wegen des Unwetters stellte die Bahn Züge bereit, in denen gestrandete Fahrgäste warten konnten. Foto: Silas SteinHauptbahnhof in Hannover - Foto: Drinnen ist das neue Draußen: Reisende im überschwemmten Hauptbahnhof von Hannover. Foto: Silas SteinUnwetter in Hamburg - Foto: Daniel BockwoldtHotelzug - Foto: Ein Hotelzug steht am Hamburger Hauptbahnhof für gestrandete Reisende bereit, die aufgrund der Wetterlage nicht weiterreisen konnten. Foto: Bodo MarksLiegengebliebener ICE - Foto: Barbara Franke

strandeten in der Nacht zum Freitag an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld etliche Passagiere. Etwa 2400 Menschen mussten nach Angaben eines Flughafensprechers dort übernachten. Es kam zeitweise zu chaotischen Zuständen am Flughafen Tegel. Die Bodenabfertigung wurde an beiden Flughäfen bis zum Vormittag mehrmals unterbrochen. Blitzschläge hätten sonst Mitarbeiter und Passagiere gefährden können.

Ein Lufthansa-Sprecher nannte es am Freitag wünschenswert, wenn die Behörden in solchen Ausnahmesituationen flexibler reagieren würden - etwa bei der Genehmigung von Landungen außerhalb der generell erlaubten Zeiten. Eine Maschine aus Frankfurt/Main etwa habe am Donnerstag nicht mehr in Tegel landen dürfen, weil sie erst kurz nach 23 Uhr ankam - und sei deshalb nach Schönefeld umgeleitet worden. Das sei für die Passagiere ärgerlich.

Ebenfalls in Berlin wurde heute ein Flüchtlingsheim mit 200 Bewohnern geräumt, weil ein Blitz in ein Nachbargebäude eingeschlagen war. Laut Feuerwehr fing der Garagenkomplex Feuer, insgesamt brannten etwa 170 Quadratmeter. Wegen der starken Rauchentwicklung räumten die Einsatzkräfte die nahe Flüchtlingsunterkunft.

Bereits am Donnerstagabend musste die Rockband Guns N' Roses in Hannover ein Konzert unterbrechen. Rund 70 000 Fans mussten den Zuschauerraum verlassen und wurden in einer angrenzenden Messehalle untergebracht. Nachdem das Unwetter durchgezogen war, setzte die Band das Konzert fort. Auch eine Verdi-Aufführung an der Staatsoper Hannover wurde abgebrochen. «Passenderweise wurde das Stück "Die Macht des Schicksals" aufgeführt», sagte ein Sprecher.

Das Sturmtief «Paul» brachte zum Teil extreme Regenmengen und Windgeschwindigkeiten mit sich. Besonders stark traf es nach Angaben des DWD den Vogelsberg in Hessen und das östliche Niedersachsen. Im hessischen Neu-Ulrichstein fielen innerhalb einer Stunde 42 Liter Regen pro Quadratmeter. Zudem fegten Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 127 Kilometern pro Stunde über den Ort hinweg.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Große Schäden durch «Maria» in Puerto Rico. Es gibt den Behörden zufolge Überschwemmungen und viele zerstörte Häuser in dem US-Außengebiet. Gouverneur Ricardo Rosselló Nevares forderte US-Präsident Donald Trump auf, für die gesamte Insel mit ihren 3,4 Millionen Einwohnern den Katastrophenzustand zu erklären, um rasche Hilfsmaßnahmen zu veranlassen. «Maria» war mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde auf Puerto Rico geprallt und brachte starken Regen mit. San Juan - Hurrikan «Maria» hat bei seinem Eintreffen in Puerto Rico große Schäden und Stromausfälle verursacht. (Politik, 20.09.2017 - 21:50) weiterlesen...

US-Außengebiet - Hurrikan «Maria» zieht über Puerto Rico San Juan - Hurrikan «Maria» zieht nach seinem Auftreffen auf die US-Karibikinsel Puerto Rico mit Regen und gewaltigen Böen südwestlich an der Hauptstadt San Juan vorbei. (Politik, 20.09.2017 - 17:15) weiterlesen...

Mindestens sieben Todesopfer auf Karibikinsel Dominica nach «Maria». Diese Zahl sei bestätigt, sie könne aber noch weiter steigen, berichtete ein Berater von Premierminister Roosevelt Skerrit unter Berufung auf ein Telefonat mit ihm. «Riesiger Verlust an Häusern und öffentlichen Gebäuden. Das Hauptkrankenhaus wurde getroffen. Viele Gebäude, die als Schutzunterkünfte gedient haben, haben ihre Dächer verloren», hieß es. «Maria» ist nun auf die US-Karibikinsel Puerto Rico getroffen. Roseau - Auf der Karibikinsel Dominica sind durch Hurrikan «Maria» nach Angaben eines Regierungsberaters mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. (Politik, 20.09.2017 - 17:08) weiterlesen...

Hurrikan «Maria» hat Puerto Rico erreicht. Satellitenbilder und Daten von Wetterstationen auf der Insel zeigten, dass das Auge des Hurrikans gegen 6.15 Uhr Ortszeit nahe der Stadt Yabucoa auf Land getroffen sei, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Der Hafen der Stadt meldete Böen von bis zu 182 Stundenkilometern. Der Hurrikan hatte sich zuvor leicht abgeschwächt und war von Kategorie fünf auf die zweithöchste Kategorie vier zurückgestuft worden. Tausende Menschen haben sich bereits in Sicherheit gebracht. Miami - Hurrikan «Maria» ist auf die US-Karibikinsel Puerto Rico getroffen. (Politik, 20.09.2017 - 13:30) weiterlesen...

US-Außengebiet - Hurrikan «Maria» hat Puerto Rico erreicht. Nach Dominica und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe zieht der Sturm nun direkt auf Puerto Rico zu. Die Bewohner fürchten das Schlimmste. Hurrikan «Maria» setzt seinen zerstörerischen Zug über die Karibikinseln fort. (Politik, 20.09.2017 - 13:30) weiterlesen...

Hurrikan «Maria» auf schwächere Kategorie vier zurückgestuft. Das Nationale US-Hurrikan-Zentrum stufte den Sturm von Kategorie fünf auf die zweithöchste Kategorie vier zurück. «Maria» erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde und bleibt damit ein gefährlicher Sturm. Meteorologen gehen davon aus, dass der Hurrikan einer der stärksten sein wird, der jemals die Küste des Inselstaats erreicht hat. Tausende Menschen haben sich bereits in Sicherheit gebracht. Miami - Hurrikan «Maria» hat sich auf seinem Weg nach Puerto Rico leicht abgeschwächt. (Politik, 20.09.2017 - 12:46) weiterlesen...