Kirche, Kriminalität

Mehrere Hundert Chorknaben der Regensburger Domspatzen sind zwischen 1945 und den 1990er Jahren misshandelt worden.

18.07.2017 - 14:10:06

Katholische Kirche - Mindestens 547 Gewaltopfer bei Regensburger Domspatzen. Der mit der Aufklärung des Skandals betraute Anwalt hat nun seinen Abschlussbericht vorgelegt.

  • Domspatzen - Foto: Mehrere Hundert chorsänger hatten sich gemeldet, weil sie zwischen 1945 und Anfang der 1990er Jahre körperlich und teils auch sexuell misshandelt worden waren. Foto: Armin Weigel

    Mehrere Hundert chorsänger hatten sich gemeldet, weil sie zwischen 1945 und Anfang der 1990er Jahre körperlich und teils auch sexuell misshandelt worden waren. Foto: Armin Weigel

  • Regensburger Dom - Foto: Armin Weigel

    Die Untersuchung umfasst Fälle zwischen 1945 und Anfang der 1990er Jahre. Foto: Armin Weigel

  • Kardinal Müller - Foto: Andreas Arnold

    Kardinal Gerhard Ludwig Müller wird im Missbrauchskandal bei den Regensburger Domspatzen wegen mangelnder Aufklärung kritisiert. Foto: Andreas Arnold

  • Canisius-Kolleg in Berlin - Foto: Robert Schlesinger

    Das Berliner Canisius-Kolleg war einer der Schauplätze der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche. Foto: Robert Schlesinger

  • Abschlussbericht - Foto: Armin Weigel

    Der Abschlussbericht zum Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen nennt 547 Opfer. Foto: Armin Weigel

  • Georg Ratzinger - Foto: Armin Weigel/Archiv

    Dem früheren Domkapellmeister Georg Ratzinger wird in dem Bericht «Wegschauen» vorgeworfen. Foto: Armin Weigel/Archiv

Domspatzen - Foto: Mehrere Hundert chorsänger hatten sich gemeldet, weil sie zwischen 1945 und Anfang der 1990er Jahre körperlich und teils auch sexuell misshandelt worden waren. Foto: Armin WeigelRegensburger Dom - Foto: Armin WeigelKardinal Müller - Foto: Andreas ArnoldCanisius-Kolleg in Berlin - Foto: Robert SchlesingerAbschlussbericht - Foto: Armin WeigelGeorg Ratzinger - Foto: Armin Weigel/Archiv

Regensburg - Im Abschlussbericht zur Aufklärung des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen werden auch Vorwürfe gegen den heutigen Kardinal Gerhard Ludwig Müller und den ehemaligen Chorleiter Georg Ratzinger erhoben.

Müller hatte bei Bekanntwerden des Skandals 2010 eine Aufarbeitung in die Wege geleitet. Diese Aufarbeitung sei aber mit vielen Schwächen behaftet gewesen, etwa weil man nicht den Dialog mit den Opfern gesucht habe, heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Bericht des Rechtsanwalts Ulrich Weber. Eine klare Verantwortung für die strategischen, organisatorischen und kommunikativen Schwächen müsse deshalb Müller zugeschrieben werden.

Dem Bericht zufolge wurden mindestens 547 Chorknaben Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt. Dem früheren Domkapellmeister Ratzinger, dem Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI., sei «sein Wegschauen, fehlendes Einschreiten trotz Kenntnis vorzuwerfen». Im Umgang mit konkreten Fällen habe der Schutz der Institution im Vordergrund gestanden. Opferschicksale seien ignoriert, teilweise sogar Beschuldigte geschützt worden.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!