Kriminalität, Terrorismus

London - Nach dem Anschlag nahe einer Moschee in London hat Bürgermeister Sadiq Khan beim abendlichen Fastenbrechen mit Muslimen ein demonstratives Zeichen gegen Hass und Gewalt gesetzt.

20.06.2017 - 09:06:06

Nach Anschlag an Moschee - Londons Bürgermeister setzt Zeichen gegen Gewalt. «London steht weiterhin zusammen», schrieb Khan nach dem Treffen mit Mitgliedern der Moschee-Gemeinde auf Twitter.

  • Betende Anwohner - Foto: Anwohner beten nach dem Anschlag im Londoner Stadtteil Finsbury Park. Foto: Yui Mok

    Anwohner beten nach dem Anschlag im Londoner Stadtteil Finsbury Park. Foto: Yui Mok

  • Verladung - Foto: Forensiker verladen den Minivan, mit dem ein Mann in die Menschenmenge nahe einer Moschee gerast war. Foto: Frank Augstein

    Forensiker verladen den Minivan, mit dem ein Mann in die Menschenmenge nahe einer Moschee gerast war. Foto: Frank Augstein

  • Khan am Tatort - Foto: Victoria Jones

    Sadiq Khan und Labourchef Jeremy Corbyn nahmen am Fastenbrechen in der Gemeinde teil. Foto: Victoria Jones

Betende Anwohner - Foto: Anwohner beten nach dem Anschlag im Londoner Stadtteil Finsbury Park. Foto: Yui MokVerladung - Foto: Forensiker verladen den Minivan, mit dem ein Mann in die Menschenmenge nahe einer Moschee gerast war. Foto: Frank AugsteinKhan am Tatort - Foto: Victoria Jones

Es habe ihn bewegt, wie Londoner unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Herkunft zusammengekommen seien, «um geeint zu stehen gegen jene, die uns spalten wollen». Auf Fotos war Khan zusammen mit dem Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn und Mitgliedern der muslimischen Gemeinde beim Iftar zu sehen - dem festlichen Fastenbrechen.

In der Nacht zuvor war ein Lieferwagen in eine Menschenmenge nahe der Moschee im Stadtteil Finsbury Park gerast. Mehrere Mitglieder der Gemeinde wurden verletzt. Der 47-jährige Fahrer, ein Weißer, wurde festgenommen. Er steht nach Polizeiangaben unter Terrorverdacht. Die Bluttat sei «ganz klar eine Attacke auf Muslime» gewesen, sagte Polizeichefin Cressida Dick. Premierministerin Theresa May sagte, die «Terrorattacke» habe das Ziel verfolgt, die Gesellschaft zu spalten.

Die Muslime waren während des Fastenmonats Ramadan nach dem Ende eines Gebets auf die Straße getreten. Augenzeugen zufolge rief der 47-Jährige: «Ich will Muslime töten.» Ob ein Mann als Folge des Angriffs umkam, war nach Angaben der Polizei zunächst unklar - er hatte demnach schon vor der Tat erste Hilfe erhalten. Augenzeugenberichten zufolge wurde der Mann dagegen von dem Fahrzeug erfasst. Acht Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht.

@ dpa.de

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