Konflikte, Terrorismus

London - Die Einnahmen der Terrormiliz IS sind einer Studie zufolge dramatisch gesunken.

17.02.2017 - 17:34:05

«Spiegel»-Bericht - Studie sieht drastische Einnahmeverluste des IS. Sie seien in den vergangenen beiden Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen, heißt es in einer Untersuchung des Londoner Kings's College und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young (EY).

Das berichtet der «Spiegel». Die Untersuchung liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor. Nahm der IS 2014 demnach geschätzt noch bis zu 1,9 Milliarden US-Dollar ein, waren es 2016 nur noch maximal 870 Millionen Dollar.

Die Autoren erklären den Einbruch vor allem mit dem Verlust von großen Gebieten im Irak und in Syrien. Damit schrumpften auch seine Einnahmen. Die Studie wird am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt.

Zu den wichtigsten Einnahmen zählt die Untersuchung Steuern und Gebühren. An zweiter Stelle folgen Gelder, die aus der Produktion und dem Verkauf von Öl stammen. Einnahmen aus Entführungen oder dem so oft zitierten Antikenhandel seien hingegen gering.

Trotz des Einnahmerückgangs bleibe die terroristische Bedrohung bestehen, heißt es weiter. Anschläge seien mit vergleichsweise geringen Summe zu finanzieren. «Einer Schätzung französischer Behörden zufolge wurden für die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris nicht mehr als 20 000 Euro aufgewendet», sagte Terrorexperte Peter Neumann vom King?s College, einer der vier Autoren der Studie.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Regierung schlägt zurück - Viele Tote bei Razzien nach Anschlag in Pakistan. Über 100 Tote und Dutzende Festnahmen lautet ihre erste Bilanz. Nach dem Anschlag auf einen Sufi-Schrein in Pakistan schlagen die Sicherheitskräfte landesweit zu. (Politik, 18.02.2017 - 08:46) weiterlesen...

Berichte: Über 100 Tote bei Razzien nach Anschlag in Pakistan. Bei landesweiten Aktionen der Sicherheitskräfte seien über 100 Verdächtige getötet und Dutzende weitere festgenommen worden, berichten die Medien. Die Zahl der Opfer bei dem Anschlag auf einen Schrein liberaler Sufi-Muslime am Donnerstag stieg auf mindestens 88 und könnte sich weiter erhöhen. Zu dem Anschlag hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt. Islamabad ? Nach einem der schwersten Selbstmordanschläge in der Geschichte Pakistans haben die Behörden zu einem massiven Gegenschlag ausgeholt. (Politik, 18.02.2017 - 03:44) weiterlesen...

Studie: Einnahmen der IS-Terrormiliz dramatisch gesunken. Sie seien seit 2014 um mehr als die Hälfte zurückgegangen, heißt es in einer Untersuchung des Londoner King's College und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young. Die Autoren erklären den Einbruch vor allem mit dem Verlust von großen Gebieten im Irak und in Syrien. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte das «Geschäftsmodell» des IS bald zusammenbrechen. Die Studie wird an diesem Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt. London - Die Einnahmen der Terrormiliz Islamischer Staat sind einer Studie zufolge dramatisch gesunken. (Politik, 17.02.2017 - 18:56) weiterlesen...

Sufi-Schrein - Dutzende Tote bei Razzien nach Anschlag in Pakistan. Mindestens 80 Menschen kommen ums Leben. Mehrere darauf folgende Razzien gegen Verdächtige eskalieren. Der Anschlag auf einen Sufi-Schrein in Pakistan ist der jüngste in einer ganze Serie. (Politik, 17.02.2017 - 15:38) weiterlesen...

Mindestens 80 Tote bei IS-Anschlag auf Schrein in Pakistan. Das sagte ein Arzt eines Krankenhauses nahe dem Schrein in der südpakistanischen Provinz Sindh. Die Zahl der Todesopfer könne noch weiter steigen, sagte der Mediziner weiter. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat. Der Täter hatte sich gestern Abend inmitten einer Gruppe von Tänzern und Zuschauern in die Luft gesprengt. Islamabad - Nach einem der schwersten Selbstmordanschläge in der Geschichte Pakistans auf einen Schrein liberaler Sufi-Muslime ist die Zahl der Toten auf 80 gestiegen. (Politik, 17.02.2017 - 13:50) weiterlesen...

Hass auf Sufismus - Mindestens 80 Tote bei IS-Anschlag auf Schrein in Pakistan. Der Anschlag auf einen Sufi-Schrein in Pakistan ist der jüngste in einer ganze Serie. Nach zwei ruhigen Jahren erlebt das Land eine neue Welle der Gewalt. Sie tanzen und verehren Gott, als der Täter seine Sprengstoffweste zündet. (Politik, 17.02.2017 - 13:06) weiterlesen...