EU, Brexit

London / Brüssel - «Harter Brexit» - das klingt nach einer klaren Sache.

12.06.2017 - 12:52:05

Hintergrund - Harter Brexit, weicher Brexit - was heißt das eigentlich?. Tatsächlich aber wird der Begriff unterschiedlich benutzt, ebenso wie «weicher Brexit»: Nicht alle meinen damit dasselbe.

Die Briten verstehen unter «hartem Brexit» in der Regel den Plan von Premierministerin Theresa May, ihr Land nicht nur aus der Europäischen Union herauszuführen, sondern auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion. May will stattdessen die Beziehungen über ein Freihandelsabkommen neu regeln.

«Weicher Brexit» bedeutet nach diesem Verständnis: Austritt aus der EU, aber mit weiterem Zugang zum Binnenmarkt und Mitgliedschaft in der Zollunion. May will das nicht, weil sie die Bedingungen der EU ablehnt: Wer zum Binnenmarkt gehören will, muss auch den Zuzug von EU-Bürgern akzeptieren. Und als Mitglied der Zollunion darf man keine eigenen Handelsverträge schließen.

In Brüssel werden die Begriffe bisweilen anders benutzt. Seit Mays Ansage, den Binnenmarkt und die Zollunion zu verlassen, ist die ursprüngliche Idee vom «weichem Brexit» quasi zu den Akten gelegt. Als günstigstes Szenario gilt jetzt, dass man sich fristgerecht bis Ende März 2019 auf einen Vertrag zum EU-Austritt und zu Eckpunkten für künftige Beziehungen sowie auf eine Übergangslösung einigt.

Mit «hartem Brexit» wird nun oft der Extremfall beschrieben - ein Scheitern der Verhandlungen und ein Ausscheiden Großbritanniens ohne Vertrag und ohne Übergangs- und Anschlusslösung. Genannt wird dies auch «No-Deal»-Szenario oder «Brexfast».

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Deutschland geht bei Vergabe von EU-Behörden leer aus. Die Arzneimittelagentur EMA wird ihren Sitz von London nach Amsterdam verlegen und Paris wird der neue Standort für die Bankenaufsicht EBA. Der Umzug der beiden EU-Behörden aus London wird wegen des Brexits notwendig. Deutschland hatte gehofft, eine Zuschlag für die Arzneimittelagentur zu erhalten, dafür war Bonn im Rennen - oder dass sich im EU-internen Abstimmungsverfahren Frankfurt am Main als neuer Sitz der Bankenaufsicht durchsetzt. Brüssel - Amsterdam und Paris können sich auf jeweils eine neue EU-Behörde freuen. (Politik, 20.11.2017 - 23:12) weiterlesen...

Nach Brexit - Deutschland geht bei Vergabe von EU-Behörden leer aus. Die lachenden Sieger sitzen in den Niederlanden und Frankreich. Schwere Schlappe für Deutschland: Weder Frankfurt am Main noch Bonn werden Standort für eine der aus London wegziehenden EU-Behörden. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 20:20) weiterlesen...

Nach Brexit - Paris wird neuer Sitz von EU-Bankenaufsicht. Die französische Hauptstadt setzte sich am Montagabend in Brüssel in einem Auswahlverfahren gegen sieben europäische Mitbewerber durch. Dazu gehörten unter anderem Frankfurt am Main, Dublin, Wien und Luxemburg. Brüssel - Paris wird neuer Sitz der aus London wegziehenden EU-Bankenaufsicht. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 19:45) weiterlesen...

EU-Arzneimittelagentur zieht nach Amsterdam. Die niederländische Bewerbung um den Standort setzte sich in einem EU-internen Abstimmungsverfahren gegen die italienische Bewerberstadt Mailand durch. Die Entscheidung fiel nach einem Unentschieden in der Stichwahl per Los. Die deutsche Kandidatur Bonn schied chancenlos bereits in der ersten Wahlrunde aus. Am Abend soll auch die Zukunft der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA geklärt werden. Hier hat die Bundesregierung Frankfurt am Main ins Rennen geschickt. Brüssel - Die wegen des Brexits aus London wegziehende EU-Arzneimittelagentur wird nach Amsterdam umziehen. (Politik, 20.11.2017 - 18:58) weiterlesen...

Nach Brexit - Entscheidung über den künftigen Standort von EU-Behörden Brüssel - Die deutschen Städte Bonn und Frankfurt am Main erfahren heute, ob sie Sitz einer der aus London abziehenden EU-Behörden werden. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 05:31) weiterlesen...

Entscheidung über künftigen Standort von EU-Behörden. In einer geheimen Wahl stimmen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel darüber ab, wohin die Standorte der Bankenaufsichtsbehörde EBA und der Arzneimittelagentur EMA verlegt werden. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden. Brüssel - Die deutschen Städte Bonn und Frankfurt am Main erfahren heute, ob sie Sitz einer der aus London abziehenden EU-Behörden werden. (Politik, 20.11.2017 - 03:42) weiterlesen...