Jahreswechsel, Kriminalität

Köln hat eine Silvesterparty unter Polizeischutz erlebt.

01.01.2017 - 16:56:05

650 Personen überprüft - Silvester in Köln: 1700 Polizisten verhindern Übergriffe. Am Hauptbahnhof wurden erneut größere Gruppen nordafrikanischer Männer gesichtet und intensiv überprüft. Die Polizei berichtete von mehr Einsätzen in NRW, aber deutlich weniger Gewalt.

  • Domplatte - Foto: Oliver Berg

    Mit Einbruch der Dunkelheit startete am Kölner Dom eine Multimedia-Show des Berliner Lichtkünstlers Philipp Geist. Foto: Oliver Berg

  • Im Einsatz - Foto: Henning Kaiser

    Polizisten sichern die Umgebung des Doms. Allein in der Innenstadt werden rund 1500 Polizisten in den Einsatz geschickt. Foto: Henning Kaiser

  • Betonsperren - Foto: Henning Kaiser

    Betonsperren und ein Lastwagen der Polizei versperren eine Straße Richtung Dom. Foto: Henning Kaiser

  • Henriette Reker - Foto: Henning Kaiser

    Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker steht auf dem Roncalliplatz vor dem Dom. Foto: Henning Kaiser

  • Multimedia-Show - Foto: Oliver Berg

    Bei der Multimedia-Show auf der Domplatte wurden Wörter auf den Boden und an Häuser projiziert, die die Kölner in den Tagen zuvor vorgeschlagen hatten. Foto: Oliver Berg

  • Erinnerungsselfie - Foto: Oliver Berg

    Erinnerungsselfie: Touristen fotografieren sich vor dem Kölner Dom. Foto: Oliver Berg

  • Silvester in Köln - Foto: Oliver Berg

    Menschenmassen vor dem Dom in Köln. Ein Jahr nach den massenhaften Übergriffen in der Silvesternacht hat die Polizei die Situation unter Kontrolle gehabt. Foto: Oliver Berg

Domplatte - Foto: Oliver BergIm Einsatz - Foto: Henning KaiserBetonsperren - Foto: Henning KaiserHenriette Reker - Foto: Henning KaiserMultimedia-Show - Foto: Oliver BergErinnerungsselfie - Foto: Oliver BergSilvester in Köln - Foto: Oliver Berg

Köln - Die Kölner Polizei hat nach eigener Einschätzung «durch konsequentes Einschreiten» ähnliche Straftaten wie in der vorhergehenden Silvesternacht verhindert.

«Wir hatten Personengruppen, die vergleichbar aggressiv waren», sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies. Erneut seien mehrere hundert junge Nordafrikaner nach Köln gereist. Der große Unterschied zum Jahr davor sei gewesen, dass die Polizei diesmal konsequent eingeschritten sei.

Die Polizei war zunächst mit 1500 Beamten im Einsatz, forderte angesichts des großen Zulaufs aggressiver junger Männer jedoch noch einmal Verstärkung an, so dass sich die Zahl der Polizisten schließlich auf 1700 belief. Die Polizei überprüfte die Identität von 650 Personen. Dabei habe es sich fast ausschließlich um Nordafrikaner gehandelt, sagte Mathies.

Die Polizei sprach 190 Platzverweise aus und nahm 92 Personen in Gewahrsam. 27 Personen wurden vorläufig festgenommen. Es wurden zehn Sexualdelikte angezeigt, Vergewaltigungen waren nicht darunter.

Mathies verwahrte sich gegen den Vorwurf des «racial profiling», womit ein gezieltes polizeiliches Vorgehen nach ethnischen Gesichtspunkten bezeichnet wird. Es sei um das Verhalten dieser Männer gegangen, betonte er. «Der ganz überwiegende Teil war so, dass mit drohenden Straftaten zu rechnen war», sagte Mathies. Dies habe die Polizei verhindert. Im übrigen seien genauso auch Deutsche überprüft worden.

@ dpa.de