Jahreswechsel, Kriminalität

Köln hat eine Silvesterparty unter Polizeischutz erlebt.

01.01.2017 - 10:38:04

1500 Polizisten - Köln feiert unter Polizeischutz Silvester. Am Hauptbahnhof wurden erneut größere Gruppen nordafrikanischer Männer gesichtet und intensiv überprüft. Die Polizei berichtete von mehr Einsätzen in NRW, aber deutlich weniger Gewalt.

  • Multimedia-Show - Foto: Oliver Berg

    Bei der Multimedia-Show auf der Domplatte wurden Wörter auf den Boden und an Häuser projiziert, die die Kölner in den Tagen zuvor vorgeschlagen hatten. Foto: Oliver Berg

  • Domplatte - Foto: Oliver Berg

    Mit Einbruch der Dunkelheit startete am Kölner Dom eine Multimedia-Show des Berliner Lichtkünstlers Philipp Geist. Foto: Oliver Berg

  • Erinnerungsselfie - Foto: Oliver Berg

    Erinnerungsselfie: Touristen fotografieren sich vor dem Kölner Dom. Foto: Oliver Berg

  • Im Einsatz - Foto: Henning Kaiser

    Polizisten sichern die Umgebung des Doms. Allein in der Innenstadt werden rund 1500 Polizisten in den Einsatz geschickt. Foto: Henning Kaiser

  • Henriette Reker - Foto: Henning Kaiser

    Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker steht auf dem Roncalliplatz vor dem Dom. Foto: Henning Kaiser

  • Betonsperren - Foto: Henning Kaiser

    Betonsperren und ein Lastwagen der Polizei versperren eine Straße Richtung Dom. Foto: Henning Kaiser

Multimedia-Show - Foto: Oliver BergDomplatte - Foto: Oliver BergErinnerungsselfie - Foto: Oliver BergIm Einsatz - Foto: Henning KaiserHenriette Reker - Foto: Henning KaiserBetonsperren - Foto: Henning Kaiser

Köln - Nach den massiven sexuellen Übergriffen vor einem Jahr scheint der Jahreswechsel in Köln und den anderen NRW-Städten dank eines Großaufgebots der Polizei deutlich friedlicher verlaufen zu sein. Allein in der Kölner Innenstadt waren rund 1500 Polizisten eingesetzt.

Am Kölner Hauptbahnhof setzten Polizisten mehrere hundert verdächtige Männer fest, vornehmlich nordafrikanischer Herkunft. Weitere 300 Personen wurden auf der anderen Rheinseite am Bahnhof Köln-Deutz aus einem Zug geholt und überprüft. Kurzfristig wurden zwei zusätzliche Hundertschaften Verstärkung angefordert.

Auch in Dortmund, Düsseldorf, Essen und Münster sichtete und beobachtete die Polizei Gruppen nordafrikanischer Männer. Dabei sei in mehreren hundert Fällen die Identität der Männer festgestellt worden, teilte die Landespolizei in Duisburg mit. In der Silvesternacht vor einem Jahr hatte es in Köln und anderen Städten massenhaft sexuelle Übergriffe auf Frauen gegeben. Die Verdächtigen und Verurteilten waren überwiegend Nordafrikaner.

Nach den Geschehnissen vor einem Jahr hatten Stadt und Polizei bei der Sicherheit stark aufgerüstet. Die Domplatte war mit Absperrgittern gesichert, es gab Einlasskontrollen, Feuerwerk war verboten. Zudem gab es mehrere Straßensperren.

Der Kölner Polizei wurden am frühen Neujahrsmorgen dieses Mal zwei Sexualstraftaten bekannt. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, in dem anderen Fall seien die drei Täter noch flüchtig. Landesweit wurden zunächst 25 Sexualstraftaten gemeldet. Eine erste Bilanz der Slvesternacht wollte die Kölner Polizei am Nachmittag ziehen.

In Düsseldorf galt für die Altstadt ebenfalls ein Feuerwerkverbot. Mit Helmen ausgerüstete Polizei hatte am zentralen Burgplatz die Menschenmenge im Blick. «Wir hatten ein arbeitsreiches Einsatzgeschehen», sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei absolvierte in der Silvesternacht in Nordrhein-Westfalen fast zehn Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr. 3800 Mal kamen die Beamten zwischen 19 Uhr am Samstagabend und 06.00 Uhr am Sonntagmorgen zum Einsatz, im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurden 3432 Einsätze gezählt. Diese vorläufige Bilanz gab die Landespolizei am Sonntagmorgen in Duisburg bekannt. Landesweit seien zunächst 25 Sexualdelikte gemeldet worden - eine Vorjahreszahl liege dazu nicht vor, sagte eine Sprecherin.

@ dpa.de