Erdbeben, Iran

In den südlichen Kurdengebieten hat es ein schweres Erdbeben gegeben.

13.11.2017 - 06:52:06

Tote und Verletzte - Schweres Erdbeben an Grenze von Iran und Irak. Mit einer Stärke von 7,3 wurden die mächtigen Erdstöße gemessen. Zum Glück ist die bergige Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak dünn besiedelt. Dennoch gab es Tote und Verletzte.

Teheran/Bagdad - Nach dem schweren Erdbeben in den südlichen Kurdengebieten in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten auf über 160 gestiegen. Dem iranischen Innenministerium zufolge gab es am Montag 164 Tote und 1686 Verletzte. Weitere Opfer werden befürchtet.

Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Laut dem Geoforschungszentrum Potsdam lag das Zentrum des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der iranischen Provinz Kermanschah. Die abgelegene Bergregion ist relativ dünn besiedelt.

Das iranische Staatsfernsehen meldete, in der iranischen Grenzstadt Ghassre Schirin seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, es seien bislang 25 Verletzte registriert worden. Es wurden Rettungsteams in die Stadt geschickt, aber wegen des immer noch andauernden Stromausfalls in der Stadt könnten diese kurzfristig nicht effektiv eingesetzt werden, teilte das Gouverneursamt in Ghassre Schirin mit.

Die Rettungsarbeiten, dann auch mit Hubschraubern und Spürhunden, könnten erst beginnen, wenn es wieder hell wird. Es sei also unklar, ob noch Menschen unter den Trümmern sind.

Mehrere kurdische Medien berichteten übereinstimmend, das Beben sei in zahlreichen kurdischen Städten und Provinzen wie Halabdscha, Erbil und Duhok zu spüren gewesen. Laut der Nachrichtenseite «Kurdistan24.net» wurden in der Stadt Chanakin 16 Menschen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht; in der Stadt Kore in der Provinz Erbil hätten Augenzeugen von zwei Todesopfern berichtet. Offiziell bestätigt wurden diese Zahlen zunächst nicht.

Der türkische Gesundheitsminister Ahmed Demircan bot dem Nordirak Hilfe an, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Das Beben soll Berichten zufolge auch in weit entfernten Gebieten zu spüren gewesen sein, so in Kuwait und in Teilen der Türkei. Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) twitterte, man beobachte die Situation in der Erdbebenregion und halte sich für Einsätze bereit.

@ dpa.de

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