Wahlen, Präsident

Im ersten Wahlgang in Slowenien vor drei Wochen war der Vorsprung noch deutlich.

12.11.2017 - 21:08:06

Knapper als erwartet - Sloweniens Staatspräsident Pahor wiedergewählt. Doch in der Stichwahl wurde es für das amtierende Staatsoberhaupt am Ende doch noch knapp.

Ljubljana - Der slowenische Staatspräsident Borut Pahor wird weitere fünf Jahre an der Spitze des kleinen Alpen-Adria-Landes stehen. Der 54-Jährige erzielte in einer Stichwahl über 53 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Das teilte die staatliche Wahlkommission in Ljubljana nach Auszählung von über 93 Prozent der Stimmzettel mit. Sein 39-jähriger Herausforderer Marjan Sarec errang danach fast 47 Prozent der Stimmen. Sarec räumte seine Niederlage ein und gratulierte dem alten und neuen Staatsoberhaupt.

Die Bürger verweigerten sich aber wie nie zuvor dieser Wahl: Deutlich weniger als 40 Prozent der 1,7 Millionen wahlberechtigten Bürger gaben auch ihre Stimme ab, berichtete die Wahlkommission.

Der unterlegene Sarec, der Bürgermeister der Kleinstadt Kamnik ist, war dennoch die Überraschung des Wahlabends. Vor drei Wochen hatte er mit 25 Prozent noch hoffnungslos hinter Pahor (47 Prozent) zurückgelegen. Weil keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichte, war die Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten erforderlich.

In einer dramatischen Aufholjagd machte es der Politneuling noch mal spannend. Die Medien hatten den Zweikampf als prinzipielle Auseinandersetzung des politischen Establishments mit neuen politischen Kräften beschrieben. Während Pahor schon Parlaments- und Regierungschef seines Landes war, betrat der ausgebildete Schauspieler Sarec erst vor sieben Jahren die politische Bühne.

In ersten heimischen Kommentaren wurde dem Unterlegenen, der sich früher als Komiker über die Spitzenpolitiker lustig gemacht hatte, eine große politische Zukunft vorausgesagt. Nun sei damit zu rechnen, dass Sarec eine eigene Partei gründen und eine wichtige Rolle bei der nächsten Parlamentswahl spielen werde.

Pahor gilt als Politiker ohne nennenswerte Ecken und Kanten. Das frühere Model macht in Maßanzügen wie in Sportkleidung immer eine prächtige Figur. Die Medien des Landes hatten ihm vorgehalten, er habe kein politisches Programm vermitteln können. Dagegen war der Sozialdemokrat kreuz und quer durch das kleine Land gewandert, um mit den Bürgern unmittelbar in Kontakt zu kommen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Ausgang ungewiss - Stichwahl in Chile: Konservativer gegen Mitte-Links-Kandidat. Ob er sich in der Stichwahl gegen den Kandidaten des Regierungslagers, Guillier, durchsetzen kann, erscheint aber ungewiss. Der konservative Ex-Präsident gewinnt die erste Wahlrunde klar, verfehlt aber die absolute Mehrheit. (Politik, 20.11.2017 - 07:58) weiterlesen...

Piñera siegt bei Präsidentenwahl in Chile. Santiago de Chile - Der konservative Unternehmer Sebastián Piñera hat die Präsidentenwahl in Chile nach ersten Hochrechnungen klar gewonnen, allerdings die absolute Mehrheit verfehlt. Nach Auszählung von 82 Prozent der Stimmen erreichte der 67-Jährige 36,7 Prozent, für Alejandro Guillier, den Bewerber der Allianz von Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten, votierten 22,6 Prozent. Zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen wird es am 17. Dezember zu einer Stichwahl kommen. Piñera siegt bei Präsidentenwahl in Chile (Politik, 20.11.2017 - 01:04) weiterlesen...

Chile wählt Präsidenten. Santiago de Chile - Die Chilenen haben den Nachfolger der scheidenden Staatschefin Michelle Bachelet gewählt. Als Favorit unter den acht Kandidaten gilt der konservative Unternehmer Sebastián Piñera, der bereits 2011-2014 das Amt innehatte. Allen Prognosen zufolge wird es aber am 17. Dezember zu einer Stichwahl mit dem unabhängigen Journalisten Alejandro Guillier kommen, dem Bewerber der Mitte-Links-Koalition «Fuerza de Mayoría». Wahlberechtigt waren 14,3 Millionen Bürger. Die Ergebnisse sollten am frühen Morgen bekanntgegeben werden. Chile wählt Präsidenten (Politik, 19.11.2017 - 22:58) weiterlesen...

Chile wählt Nachfolger der Präsidentin Bachelet. Als Favorit unter den acht Kandidaten gilt der konservative Unternehmer Sebastián Piñera, der bereits 2011-2014 das Amt innehatte. An zweiter Stelle in der Wählergunst steht nach Umfragen der Bewerber der Koalition von Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten, der unabhängige Journalist Alejandro Guillier. Piñera könnte nach den letzten Umfragen nicht die absolute Mehrheit erreichen. Es müsste dann eine Stichwahl zwischen den beiden meistgewählten Kandidaten stattfinden. Santiago de Chile - Chile wählt heute den Nachfolger der Staatschefin Michelle Bachelet. (Politik, 19.11.2017 - 03:30) weiterlesen...