Prozesse, Kriminalität

Horrorfund in Hannover: In einer Abstellkammer entdeckten Polizisten einen lebenden und einen toten Säugling.

17.02.2017 - 10:44:05

Prozess in Hannover - Babyfund in Koffer: Mutter bestreitet Tötungsvorsatz. Die Mutter soll das eine Kind kaum versorgt haben. Das andere könnte tot zur Welt gekommen sein. Jetzt kommt die 22-Jährige vor Gericht.

Hannover - Die nach dem Fund ihres lebenden Neugeborenen in einem Koffer in Hannover angeklagte Mutter hat im Prozess jeden Tötungsvorsatz bestritten.

«Ich war mir damals sicher, dass das Leben meines Babys nicht bedroht war», erklärte die 22-Jährige in einer von ihrem Verteidiger verlesenen Erklärung. Sie habe zu keinem Zeitpunkt in Kauf genommen, dass ihre Tochter sterben oder ihr etwas passieren könne. Sie habe in dem in ihrer Wohnung gefundenen Koffer für ausreichend Wärme und Belüftung gesorgt. «Es tut mir unendlich leid, wie ich mich anlässlich der Geburt meiner Tochter verhalten habe», ließ die Frau erklären.

Die junge Frau ist unter anderem wegen versuchten Totschlags angeklagt, weil sie laut Staatsanwaltschaft den Tod des Babys billigend in Kauf nahm. Ihr Freund hatte Ende September in der Abstellkammer der gemeinsamen Wohnung den Koffer entdeckt. Darin befanden sich ein wenige Tage altes lebendes Mädchen und eine skelettierte Babyleiche. Im Fall des toten Säuglings wurden die Ermittlungen eingestellt, weil nicht mehr zu klären war, ob das Baby im Januar 2015 tot zur Welt kam. Zu Prozessbeginn stand im Gericht als Beweismittel auch der Koffer, in dem die Kinder gefunden wurden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Urteil im Verfahren um Entführung von UN-Mitarbeiter erwartet. Einem Syrer werden am Oberlandesgericht Kriegsverbrechen gegen eine humanitäre Organisation, erpresserischer Menschenraub und Freiheitsberaubung vorgehalten. Der Mann kam 2014 als Flüchtling nach Deutschland. Stuttgart - Vier Jahre nach der achtmonatigen Entführung eines kanadischen UN-Mitarbeiters in Syrien wird heute in Stuttgart das Urteil gegen einen seiner mutmaßlichen Peiniger von damals gesprochen. (Politik, 20.09.2017 - 04:48) weiterlesen...

Keine Hilfe in Bankfiliale geleistet: Gericht verhängt Geldstrafen. Der Rentner sei ihnen einfach gleichgültig gewesen, sagte Amtsrichter Karl-Peter Wittenberg bei der Urteilsbegründung. Die drei Bankkunden hätten billigend in Kauf genommen, dass da jemand liege, der Hilfe benötige. «Keiner wollte Hilfe leisten.» Alle drei sagten aus, den mitten im Raum liegenden 83-Jährigen für einen schlafenden Obdachlosen gehalten zu haben. Sie bedauerten ihr Verhalten. Essen - Sie hatten einen zusammengebrochenen 83-Jährigen im Vorraum einer Bank ignoriert: Wegen unterlassener Hilfeleistung sind in Essen zwei Männer und eine Frau zu Geldstrafen verurteilt worden. (Politik, 18.09.2017 - 14:48) weiterlesen...

In Bankfiliale - Sterbenden Rentner ignoriert: Geldstrafen für Angeklagte. Vier Kunden sollen ihn ignoriert haben, er stirbt später. Sie hätten den 83-Jährigen für einen schlafenden Obdachlosen gehalten, sagen zwei Angeklagte vor Gericht. Ein hilfloser Mann liegt in einer Essener Bank. (Politik, 18.09.2017 - 14:34) weiterlesen...

In Bankfiliale - Hilflosen Rentner ignoriert: Geldstrafen für Angeklagte. Vier Kunden sollen ihn ignoriert haben, er stirbt später. Sie hätten den 83-Jährigen für einen schlafenden Obdachlosen gehalten, sagen zwei Angeklagte vor Gericht. Ein hilfloser Mann liegt in einer Essener Bank. (Politik, 18.09.2017 - 13:06) weiterlesen...

Hilflosen Mann in Bank ignoriert: Geldstrafe gefordert. Zwei Männer und eine Frau müssen sich in Essen wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten. Ein Urteil wird noch heute erwartet. Die Verteidiger forderten einen Freispruch. Auf den Bildern der Überwachungskamera ist zu sehen, wie mehrere Kunden über den am Boden liegenden Mann steigen oder einen Bogen um ihn machen, ohne ihm zu helfen. Der Mann starb. Essen - Im Prozess um den hilflos in einer Bankfiliale liegenden Mann hat die Staatsanwaltschaft eine «empfindliche» Geldstrafe für die Angeklagten gefordert. (Politik, 18.09.2017 - 12:56) weiterlesen...

Schädel-Hirn-Verletzung - Bankkunden sollen hilflosem Mann nicht geholfen haben. Vier Kunden ignorierten ihn, er starb später. Jetzt stehen drei Bankkunden vor Gericht. Vor knapp einem Jahr lag ein hilfloser Mann im Vorraum einer Essener Bankfiliale. (Politik, 18.09.2017 - 10:57) weiterlesen...